In der Unterliga West behielt der SV AQUA-DOC Rothenthurn im Heimspiel gegen den ATUS VFI-Center Nötsch mit 1:0 die Oberhand. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung spät durch Dean Djurdjevic. Nötsch-Trainer Thomas Gilgenreiner sprach von einer über weite Strecken stabilen Abwehr, bemängelte aber die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel. Aus seiner Sicht war Rothenthurn das aktivere Team, während seine Elf viel investierte, am Ende aber ohne echte Torchance blieb und für den Aufwand nicht belohnt wurde.

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Der Nachmittag begann mit einem klaren Bild: Rothenthurn hatte mehr vom Spiel, suchte früh den Weg nach vorne und legte viel Tempo in die Angriffe. Thomas Gilgenreiner beschrieb die Startphase so: "Rothenthurn ist gleich gekommen mit viel Druck und viel Spielfreude." Seine Mannschaft stand zunächst tief und arbeitete sauber gegen den Ball. "Wir haben gut verteidigt, eigentlich bis in die zweite Halbzeit", hielt der Nötsch-Coach fest. Chancen blieben lange Mangelware, weil Nötsch die Räume eng machte und Rothenthurn geduldig anlief. Folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabinen, der Zwischenstand nach 45 Minuten passte ins Bild. Aus Nötscher Sicht passte das, denn der Defensivplan trug bis dahin. Rothenthurn blieb jedoch am Drücker und wirkte einen Tick frischer.
Die Partie blieb auch nach dem Seitenwechsel eng, ehe eine Szene die Richtung vorgab. "Dann sind wir ein bisschen besser ins Spiel gekommen, und genau dort haben wir das Gegentor bekommen", ordnete Gilgenreiner die Phase ein, ohne ins Detail zu gehen. Entscheidender war aus seiner Sicht der Ablauf vor dem Treffer: "Das war ein langer Ball auf die Seite, dann Einwurf. Wir haben kurz geschlafen, das haben sie ausgenutzt. Sie haben in die Mitte gespielt, dort stand einer blank am Siebener und hat den Ball ins Tor geschossen." In der 71. Minute war es Dean Djurdjevic, der für Rothenthurn das 1:0 erzielte – der einzige Treffer des Tages. Danach suchte Nötsch die Antwort, fand sie aber nicht. "Bis zum Schluss hatten wir leider keine Torchance mehr", sagte der Trainer.
In seiner Analyse blieb Gilgenreiner bei zwei klaren Punkten. Erstens: Die Basisarbeit passte. "Wir haben wieder recht gut gespielt. Wir haben gut verteidigt", bilanzierte er. Zweitens: Vorne fehlte das letzte Stück. "Uns fehlt diese Entschlossenheit und diese Wucht nach vorne ein bisschen", erklärte der Coach – genau das Puzzleteil, das in einer engen Unterligapartie den Unterschied machen kann. Den Gegner lobte er ausdrücklich: "Sehr lauffreudig, spielfreudig, mit viel Wucht nach vorne, aggressiv." Der knappe Sieg fügt sich in die Tabellenlage: Rothenthurn steht mit 45 Punkten auf Rang zwei, Nötsch hält bei 32 Zählern und rangiert im Mittelfeld. Für Gilgenreiner bleibt der Auftrag klar: die ordentliche Abwehrarbeit mit mehr Konsequenz in der Offensive verbinden. "Leider werden wir zurzeit nicht für unsere harte Arbeit belohnt", sagte er – ein Satz, der Richtung der kommenden Trainingswoche weist und zugleich als Antrieb dienen soll.