In der Unterliga West ging der SV Union Lind in der 26. Runde zu Hause leer aus: Gegen SV AQUA-DOC Rothenthurn setzte es ein klares 0:3. Die Gäste führten zur Pause 2:0, nachdem Lind beim Stand von 0:1 die Riesenchance auf den Ausgleich liegen ließ und im Gegenzug kurz vor der Halbzeit bestraft wurde. Trainer Ibel Alempic sprach von "Einbahnstraße" und musste viele Ausfälle beklagen – am Ende waren die Gäste in allen Linien eine Nummer zu groß. Die Torschützen hießen Dean Djurdjevic, Florian Alfred Hackl und Andreas Marco Allmayer.

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Rothenthurn erwischte in Lind den besseren Tag und legte die Basis früh. Nach 27 Minuten traf Dean Djurdjevic zum 0:1. Danach bot sich den Hausherren die große Möglichkeit, zurück ins Spiel: Rene Löschnig lief allein auf den Tormann zu, verzögerte, legte noch Finten ein – doch der Goalie parierte. "Wir hatten beim Stand von 0:1 eine Tausender-Chance. Wenn wir da ausgleichen, ist vielleicht was drin. Stattdessen kassieren wir im Gegenzug kurz vor der Pause das 0:2 – das war der Knackpunkt", ärgerte sich Ibel Alempic. In Minute 45 stellte Florian Alfred Hackl tatsächlich auf 0:2 und nahm Lind damit den Glauben.
Nach Wiederbeginn blieb Rothenthurn souverän, Andreas Marco Allmayer setzte in der 58. Minute das 0:3 drauf. "Von der ersten bis zur letzten Minute war Rothenthurn die bessere Mannschaft. Sie haben die Zweikämpfe gewonnen – es war heute eine Einbahnstraße", brachte es der Lind-Coach auf den Punkt.
Die Analyse des Heimtrainers fiel offen aus. "Wir hatten sehr viele Ausfälle, insgesamt acht Spieler. Ehrlich gesagt waren wir nicht in der Lage, mitzuhalten", erklärte Alempic. Seine Mannschaft habe "defensiv halbwegs solide zu stehen versucht", doch im Zentrum fehlte der Zugriff, und abgesehen von der großen Aktion vor der Pause kam offensiv zu wenig Gefahr. Auch den Gegner hob der Coach klar hervor: "Rothenthurn hat hinten gut gestanden, schnell gespielt und die Positionen immer wieder gewechselt. Sie haben die Zwischenräume bespielt, wir hatten keinen Zugriff. Über die Flügel waren sie sehr schnell, sind immer wieder in die Tiefe gegangen – und sie waren effizient vor unserem Tor." Dass die Gäste in allen Linien präsenter waren, passte zur Tabelle und zum Auftritt: Rothenthurn nutzte seine Phasen, Lind wartete vergeblich auf ein Erfolgserlebnis.
Diskussionen blieben an diesem Nachmittag aus, auch weil die Partie klar in eine Richtung lief. "Der Schiri war gut, einer der besten in unserer Liga. Weil das Spiel eindeutig war, gab es keine großen Probleme – es war ein ruhiges Spiel", lobte Alempic die Leitung.
In der Endabrechnung steht Lind mit 28 Punkten auf Rang 11, Rothenthurn beendet die Saison mit 50 Zählern als Zweiter. Der Lind-Coach blickte trotz eines schwierigen Jahres positiv zurück: "Die Saison war sehr schwierig wegen vieler, teils langwieriger Verletzungen. Wir haben mit dem Kader gekämpft und es irgendwie rübergebracht – ich bin stolz auf das, was wir getan haben." Zudem nutzten einige Spieler ihren Abschiedstag für Einsatzminuten: "Alle haben ihre Chance bekommen. Ich wünsche allen, die uns verlassen, alles Gute." Der Blick geht nach vorne: "Hoffentlich bleiben wir nächste Saison verletzungsfrei und können den Kader besser auffüllen."