In der Unterliga West hat sich ATUS VFI-Center Nötsch am Samstag in Runde zwei mit 3:0 gegen Rapid Lienz durchgesetzt. Trainer Thomas Gilgenreiner sah den Unterschied vor allem in der Effizienz seiner Mannschaft. Seine Elf habe sich mehr Chancen herausgespielt, defensiv wenig zugelassen und die Überlegenheit am Ende auch sauber in Tore umgemünzt.

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Thomas Gilgenreiner sprach nach dem Schlusspfiff von einer „fußballerisch guten Partie“ und meinte damit ausdrücklich beide Seiten. „Beide Mannschaften wollten Fußball spielen, beide Mannschaften haben gut den Ball laufen lassen“, sagte der Trainer von ATUS VFI-Center Nötsch. Seine Mannschaft legte dabei früh den Grundstein. Bereits in der 10. Minute brachte Nicolas Francis Janschitz die Heimelf mit 1:0 in Führung, zur Pause stand dieses 1:0 noch auf der Anzeigetafel. Für Gilgenreiner war das keine Phase, in der seine Mannschaft nur vom Ergebnis lebte, sondern eine, in der sie das Spiel bereits ordentlich im Griff hatte. „Wir waren ein bisschen effizienter, haben uns ein bisschen mehr Chancen herausgespielt und ich glaube, das 3:0 geht in Ordnung“, fasste er damit den gesamten Nachmittag zusammen.
Einen einzelnen Schlüsselmoment wollte Gilgenreiner dem Spiel trotz des klaren Ergebnisses nicht geben. „Eigentlich hat es so einen Moment nicht gegeben. Es war eine gute Partie von uns“, sagte er. Trotzdem strich er das 2:0 als besonders wichtig heraus. Kurz nach dem Seitenwechsel traf Alessandro Ventre in der 54. Minute zum 2:0, und genau dieses Tor bewertete der Trainer als entscheidenden Schritt. „Das 2:0 war sehr wichtig“, erklärte Gilgenreiner und beschrieb einen guten Angriff, an dessen Ende Ventre souverän abschloss. Danach blieb seine Mannschaft stabil. Der Trainer sagte, seine Elf habe „immer alles im Griff gehabt“, gut verteidigt, gute Angriffe gefahren und „hinten nichts zugelassen“. Als Christian Lussnig in der 81. Minute noch auf 3:0 stellte, war die Partie aus Sicht des Heimteams endgültig entschieden. Auch dieses Tor hob Gilgenreiner hervor: „Das 3:0 war eine gute Aktion. Am Sechzehner ist der Lussnig zum Schuss gekommen und hat trocken flach ins lange Eck geschossen.“
Dass der Sieg nicht nur auf einzelnen Aktionen beruhte, machte Gilgenreiner in seiner Analyse mehrfach klar. Besonders zufrieden war er mit dem Passspiel und mit der Arbeit gegen den Ball. „Wir haben den Ball relativ am Boden gehalten, defensiv gut gearbeitet“, sagte der Trainer. Gerade dieses saubere, einfache Spiel war für ihn ein wichtiger Punkt, weil es zur Linie seiner Mannschaft passte. Ganz ohne Kritik kam der 3:0-Erfolg aber nicht aus. Gilgenreiner sah noch Verbesserungspotenzial darin, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten. „Da war noch Luft nach oben. Wir hatten ab und zu schnelle Ballverluste“, meinte er. Auch Rapid Lienz sprach er eine ordentliche Leistung zu. Der Gegner habe einen soliden Fußball gespielt, gut gepresst und immer wieder Spieler nach vorne gebracht. Der Unterschied sei aber gewesen, dass Rapid Lienz laut Gilgenreiner „bis zum Sechzehner“ ordentlich gespielt habe, dort aber nicht mehr entscheidend durchkam. Defensiv habe der Gegner zwar kompakt gewirkt, einzelne Unachtsamkeiten hätten ATUS VFI-Center Nötsch aber zu den Toren genutzt.
Große Diskussionen gab es an diesem Nachmittag nicht. Gilgenreiner bezeichnete die Begegnung als „recht ruhige Partie“, in der es nicht viel zu pfeifen gegeben habe. Beide Mannschaften hätten fair gespielt, der Schiedsrichter sei unauffällig geblieben. Dass der Trainer nach einem klaren 3:0 trotzdem noch auf Details blickte, zeigte auch sein Schlusswort. Er richtete den Fokus auf die jüngeren Spieler und war mit deren Auftritt sichtlich zufrieden. Besonders Lukas Lagger hob er heraus: „Lagger hat eine sehr gute Partie gespielt.“ Dazu lobte er auch jene Kräfte, die im Laufe der Partie dazukamen und sich sofort ordentlich einfügten. Für ATUS VFI-Center Nötsch ist das ein zusätzlich gutes Zeichen zum Ergebnis, denn nach zwei Runden hält die Mannschaft bei sechs Punkten. Der klare Heimsieg gegen Rapid Lienz war damit nicht nur ein sauberer Auftritt über 90 Minuten, sondern auch eine Bestätigung für den starken Start in die neue Saison.