In der Unterliga West musste sich SV Egg am Freitagabend dem FC Union Raiffeisen Sillian Heinfels mit 1:2 geschlagen geben. Trainer Thomas Warmuth sah eine kampfbetonte Partie auf Augenhöhe, in der aus seiner Sicht zwei Freistöße den Ausschlag gaben. Egg kam nach dem Ausgleich noch einmal zurück, brachte den nötigen Druck nach vorne aber nicht dauerhaft auf den Platz und ließ damit einen möglichen Punktgewinn liegen.
Viel trennte die beiden Mannschaften nach Warmuths Eindruck nicht. „Es war eine kampfbetonte Partie und wir fanden nach vorne nicht richtig ins Spiel. Sillian machte das in der Abwehr gut“, sagte der Egg-Coach unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Der erste Rückschlag kam in Minute 26, als Johannes Peter Ganner die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Nach 63 Minuten gelang Mario Michael Tscheliessnig der Ausgleich, doch die Freude hielt nicht bis zum Ende. Zehn Minuten später stellte Benjamin Fürhapter auf 2:1 für Sillian und setzte damit den Schlusspunkt unter einen Abend, an dem Egg immer wieder anlaufen musste.
Für Warmuth lag der Knackpunkt weniger in einer klaren Überlegenheit des Gegners als in den ruhenden Bällen. „Die zwei Freistöße haben uns das Genick gebrochen“, sagte er deutlich und brachte damit seine Sicht auf die entscheidende Phase auf den Punkt. Gerade deshalb tat ihm die Niederlage besonders weh, weil er die Partie durchaus offen sah. „Wir machten das 1:1, konnten den Druck dann aber nicht weiter erhöhen. Nur in der Schlussphase hatten wir noch zwei, drei gute Chancen auf den Ausgleich.“ Dass Sillian den Vorsprung am Ende über die Zeit brachte, erklärte Warmuth vor allem mit der stabilen Defensive der Gäste. Für ihn war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag gaben.
Was seiner Mannschaft im Offensivspiel fehlte, beschrieb der Trainer sehr konkret. „Der Druck nach vorne hat gefehlt. Die schnellen Pässe in die Spitze, die uns sonst auszeichnen, haben diesmal gefehlt“, erklärte Warmuth. Den schwülen Abend erwähnte er zwar, stellte ihn aber nicht in den Vordergrund. Viel wichtiger war für ihn, dass Egg nach dem 1:1 nicht lange genug am Drücker blieb. Positiv nahm er mit, dass seine Elf nach einer Einwechslung noch einmal sichtbar versuchte, sich aufzubäumen. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Es hätte auch 2:2 ausgehen können, aber es ist uns leider nicht vergönnt gewesen“, sagte Warmuth, der die Niederlage deshalb als besonders schmerzhaft einstufte.
Diskussionen über den Unparteiischen wollte der Trainer nach dem 1:2 gar nicht erst aufmachen. „Die Schiedsrichterleistung war okay“, hielt Warmuth knapp fest und lenkte den Blick lieber auf die eigene Leistung. Auch deshalb fiel sein Gesamturteil nüchtern aus: Spielerisch sei es nicht Eggs bester Abend gewesen, umso mehr schmerze dieses Ergebnis. Zum Schluss fand er aber noch lobende Worte für das Umfeld. Die Zuschauer sorgten wieder für eine starke Kulisse, was Warmuth ausdrücklich hervorhob. In der Tabelle bleibt Egg nach fünf Runden bei neun Punkten auf Rang drei, Sillian liegt mit acht Zählern auf Rang fünf und hat mit diesem Auswärtssieg Boden gutgemacht.