In der 1. Klasse Ost hat ASC St. Paul am Sonntag gegen Magdalensberg einen 1:2-Pausenrückstand noch in einen klaren 5:2-Heimsieg verwandelt. Trainer Markus Leitner sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für seine Mannschaft. Nach der Pause kippte die Partie aber deutlich, wobei für ihn vor allem zwei Szenen den Ausschlag gaben: der Elfmeter zum Ausgleich und der Führungstreffer kurz danach.

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Die erste Hälfte entwickelte sich aus Sicht der Gastgeber nicht als wilde Partie, sondern eher als Spiel, das lange offen war. Leitner brachte es nach dem Schlusspfiff so auf den Punkt: "Zuerst war das Spiel relativ ausgeglichen mit leichten Vorteilen für uns, ohne wirklich zwingende Chancen zu haben." St. Paul ging in der 28. Minute dennoch in Führung, als Lorenz Riegler das 1:0 erzielte. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn Magdalensberg antwortete prompt: Julian Rico Glantschnig traf nur zwei Minuten später zum 1:1. Noch vor der Pause legten die Gäste nach, wieder war es Glantschnig, der in der 38. Minute auf 1:2 stellte. Damit ging St. Paul trotz einer ordentlichen ersten Hälfte mit einem Rückstand in die Kabine.
Die entscheidende Phase begann für Leitner mit einer Szene, die aus seiner Sicht das Spiel komplett in eine andere Richtung lenkte. Kurz vor dem 2:2 hatte Magdalensberg zwar bereits zum vermeintlichen 1:3 getroffen, doch dieses Tor zählte nicht. Der St. Paul-Trainer schilderte die Situation so: "Kurz vor dem Elfmeter zum 2:2 hat Magdalensberg das 3:1 erzielt. Der Schiedsrichter wollte das Tor geben, aber der Linienrichter hat zu Recht eingegriffen, weil in der Mitte im Rücken des Schiedsrichters ein Foul passiert ist und der Spieler, der das Foul begangen hat, dann auch das Tor geschossen hat." Fast im direkten Anschluss bekam St. Paul den Elfmeter, den Leitner ebenfalls genau beschrieb: "Gluhovic hat den Ball im Zentrum bekommen, einen Spieler aussteigen lassen und konnte dann nur mehr durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden." Medin Mehmedovic nutzte die Chance in der 60. Minute zum 2:2. Als derselbe Spieler in der 73. Minute auch noch das 3:2 folgen ließ, war die Wende endgültig perfekt. "Der Elfmeter zum 2:2 und kurz darauf das 3:2 waren entscheidend", sagte Leitner.
Mit der Führung im Rücken lief die Partie dann deutlich mehr in Richtung der Hausherren. Leitner formulierte es klar: "Ab der zweiten Halbzeit mit dem 2:2 und dem 3:2 lief es klar auf unsere Seite." Genau das spiegelte sich auch im Ergebnis wider. Nur drei Minuten nach dem 3:2 erhöhte Aljosa Gluhovic in der 76. Minute auf 4:2, ehe Mehmedovic in der 84. Minute mit seinem dritten Treffer den 5:2-Endstand herstellte. Der Trainer sah den Schlüssel dafür vor allem in der besseren Verwertung nach dem Seitenwechsel: "In der zweiten Halbzeit waren wir sehr effizient mit unserer Chancenverwertung." Den Gegner wollte er dabei nicht kleinreden. Über Magdalensberg sagte Leitner: "Es war kein schlechter Auftritt, obwohl in der zweiten Halbzeit bei ihnen nicht mehr viel zusammenlief." Für St. Paul bedeutet der Heimsieg nach fünf Runden sieben Punkte und damit weiter eine enge Ausgangslage im Mittelfeld. Nach einer ersten Hälfte mit Rückstand zeigte dieser klare zweite Durchgang für die Gastgeber jedenfalls deutlich, in welche Richtung es an diesem Tag noch gehen sollte.