In der 1. Klasse Ost hat der SV Eitweg im Derby gegen den SV Lavamünd nach einem 0:1-Pausenrückstand noch ein 1:1 geholt. Früh in Unterzahl, lange hinten und trotzdem bis zum Schluss im Spiel: Genau das war für Trainer Markus Pöcheim der Kern dieses Nachmittags. „Wir haben Moral gezeigt“, sagte der Eitweger Coach nach einer Partie, die für ihn trotz aller Brisanz mit einem gerechten Remis endete.

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Das Derby begann für die Hausherren alles andere als einfach. Schon in der 10. Minute brachte Thomas Pucher die Gäste aus Lavamünd mit 1:0 in Führung, und nur neun Minuten später musste Eitweg nach der Roten Karte gegen Michael Baumgartner auch noch lange in Unterzahl weiterspielen. Damit war die Richtung der Partie zunächst klar vorgegeben, zur Pause stand es 0:1. Gerade deshalb fiel die Einordnung von Markus Pöcheim deutlich aus. „Nach einer frühen roten Karte in der Anfangsphase haben wir in der zweiten Halbzeit das Spiel mit einem Mann weniger gut gestaltet und zeitweise dominiert“, sagte der Trainer. Eitweg war also früh doppelt gefordert, erst durch den Rückstand, dann durch die Unterzahl. Dass die Mannschaft unter diesen Umständen nicht auseinanderfiel, sondern im Spiel blieb, war aus Sicht des Trainers die erste wichtige Grundlage dafür, dass am Ende noch etwas Zählbares heraussprang.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie aus Eitweger Sicht genau in jene Richtung, die Pöcheim seiner Mannschaft hoch anrechnete. Die Gastgeber hielten das Derby offen und ließen sich auch mit einem Mann weniger nicht endgültig abschütteln. „Das Spiel war bis zum letzten Drittel offen. Wenn Lavamünd das 2:0 erzielt hätte, wäre der Deckel drauf gewesen“, erklärte der Coach. Genau dieser zweite Treffer fiel aber nicht, und so blieb Eitweg im Rennen. Pöcheim sah sein Team weiter aktiv: „Wir haben das Spiel offen gestaltet und uns einige Chancen auf den Ausgleich erarbeitet.“ In der 80. Minute kam dann die Belohnung, als Tobias Leo Grundnig zum 1:1 traf. Damit war der lange Anlauf der Hausherren doch noch erfolgreich, auch wenn Pöcheim das Gefühl hatte, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre. „Möglicherweise hat uns ein früherer Ausgleich gefehlt, um heute sogar als Sieger vom Platz zu gehen“, sagte er nach Schlusspfiff.
Der Eitweger Trainer hob nach dem Derby vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor. „Besonders gut funktioniert hat heute die kämpferische Leistung in Unterzahl. Wir haben bis zum Schluss an den Punkt und sogar an den Sieg geglaubt“, sagte Pöcheim. Genau dieser Glaube zog sich aus seiner Sicht durch die gesamte zweite Hälfte. Den Gegner beschrieb er als „robuste, kämpferisch gute Truppe“, fügte aber auch an, dass Lavamünd aus der Überzahl „möglicherweise spielerisch zu wenig gemacht“ habe. Insgesamt sprach Pöcheim von einem „heiß umkämpften Derby, ein super Spiel für die Zuseher“. Eine mögliche Handspielszene in der ersten Hälfte wollte er nicht hochziehen. „Möglicherweise hätte man in der ersten Halbzeit auf einen Handelfmeter für uns entscheiden können. Ich war leider zu weit weg“, sagte er, um gleich nachzuschieben: „Die Schiedsrichterleistung war insgesamt in Ordnung.“ Für Eitweg bleibt damit nach fünf Runden ein Punkt, der nach Spielverlauf durchaus Gewicht hat. Die Mannschaft hält nun bei zehn Zählern und bleibt vorne dabei.