Spielberichte

„Wir hätten schon vor der Pause drei, vier Tore machen müssen“ – Lind gibt beim 3:3 den Sieg aus der Hand

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SV Union Lind
SV Arnoldstein

In der Unterliga West hat sich SV Union Lind nach einer Partie mit vielen Wendungen mit SV WEB-STAPLER Arnoldstein 3:3 getrennt. Trainer Ibel Alempic sah seine Mannschaft über weite Strecken vorne, haderte aber vor allem mit der Chancenverwertung. „Wir hätten schon in der ersten Halbzeit drei, vier Tore machen müssen“, sagte er nach dem Schlusspfiff – und lieferte damit auch gleich die Erklärung, warum für Lind am Ende nur ein Punkt blieb.

Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Lind legt dreimal vor, Arnoldstein kommt jedes Mal zurück

Für Lind begann der Nachmittag eigentlich nach Plan. Schon in der 6. Minute brachte Luka Susnjara die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Arnoldstein ließ sich davon aber nicht lange beeindrucken und kam in der 16. Minute durch Ben Georg Kreuzer zum 1:1. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, obwohl Alempic seine Mannschaft gerade vor dem Seitenwechsel klar im Vorteil gesehen hatte. Nach dem Wechsel stellte Eduard Ebner in der 51. Minute auf 2:1, doch auch diese Führung hielt nicht lange, weil Tian Tiganj in der 61. Minute wieder ausglich. Als Susnjara in der 82. Minute mit seinem zweiten Treffer das 3:2 erzielte, schien Lind doch noch auf den vollen Ertrag zuzusteuern. Aber auch diesmal kam Arnoldstein zurück: In der 88. Minute traf Marko Jovanovic zum 3:3 und setzte damit den Schlusspunkt unter eine Partie, in der Lind dreimal vorne lag und dennoch nicht gewann.

„Offensiv war alles in Ordnung“ – nur die Tore fehlten

Dass Alempic nach dem Spiel nicht zuerst über die drei Gegentore sprach, sondern über die vielen vergebenen Möglichkeiten, sagte viel über seinen Blick auf die Partie aus. „Wir waren speziell in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft“, meinte der Lind-Trainer und zählte danach eine ganze Reihe an Chancen auf, die aus seiner Sicht für eine viel klarere Führung hätten sorgen müssen. Julian Anether habe mehrere gute Möglichkeiten vorgefunden, einmal sei der Ball über das Tor gegangen, zweimal sei er im direkten Duell am Tormann gescheitert. Dazu erinnerte Alempic an eine Szene mit Luka Susnjara, der allein Richtung Tor ging, und an eine weitere Aktion nach Zuspiel von Edi Midzan. Sein Befund fiel deshalb eindeutig aus: „Offensiv war alles in Ordnung und alles ist nach Plan gelaufen.“ Genau das machte das Remis für ihn umso bitterer, weil Lind nach seiner Einschätzung schon vor der Pause den Grundstein für einen Heimsieg hätte legen können.

Standards, Konzentration und der Blick nach vorne

Entscheidend war für Alempic am Ende nicht, dass Arnoldstein oft vors Lind-Tor kam, sondern dass die Gäste ihre Momente konsequent nutzten. „Zum Schluss haben Konzentration und vielleicht auch das Glück gefehlt“, sagte er und verwies dabei auch auf die Zusammensetzung seiner Mannschaft. Lind befinde sich in einer Aufbauphase, in der erfahrene und junge Spieler gemeinsam ihren Weg gehen müssten. Gerade in solchen Phasen seien Kleinigkeiten oft ausschlaggebend. Nach seiner Wahrnehmung kam Arnoldstein vor allem bei Standards gefährlich vor das Tor und nutzte diese Situationen aus. Trotz des Ärgers über die zwei verlorenen Punkte fand Alempic aber auch Positives: „Die Laufbereitschaft war da, das Kämpferische war da.“ Den Gegner beschrieb er als faire Mannschaft und hielt nüchtern fest: „Der Gegner ist gekommen, um einen Punkt zu holen, und den hat er mitgenommen.“ Auch mit der Leitung des Schiedsrichterteams war er zufrieden: „Die Schiedsrichter haben die Partie gut geleitet.“ Für Lind bleibt nach diesem 3:3 damit vor allem die Hoffnung, dass sich die investierte Energie in den nächsten Wochen öfter in drei Punkten auszahlt.

Unterliga West: SV Lind : Arnoldstein - 3:3 (1:1)

  • 88
    Marko Jovanovic 3:3
  • 82
    Luka Susnjara 3:2
  • 61
    Tian Tiganj 2:2
  • 51
    Eduard Ebner 2:1
  • 16
    Ben Georg Kreuzer 1:1
  • 6
    Luka Susnjara 1:0