In der Unterliga West musste sich Rapid Lienz am Samstag FC Union Raiffeisen Sillian Heinfels mit 0:1 geschlagen geben. Das einzige Tor erzielte Manuel Michael Schranzhofer kurz nach der Pause. Lienz-Trainer Georg Peter Rohracher sah nach leichten Vorteilen der Gäste in der Anfangsphase über weite Strecken eine gute Vorstellung seiner Mannschaft, aber eben auch den alten Fußballsatz bestätigt: "Tore, die man nicht schießt, bekommt man."

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Die Partie brauchte aus Sicht von Lienz einige Minuten, bis sie sich in die gewünschte Richtung entwickelte. Rohracher hielt fest, dass Sillian in der Anfangsphase "etwas überlegen" gewesen sei. Diese Einschätzung bezog sich auf die ersten 20 Minuten, in denen die Gäste besser hineinfanden und zunächst den Ton angaben. Danach änderte sich das Bild laut dem Lienz-Coach aber deutlich. "Danach haben wir uns auf den Gegner gut eingestellt und waren spielerisch und feldüberlegen", sagte Rohracher. Bis zur Pause blieb es trotzdem beim 0:0, obwohl das Heimteam nach den Worten seines Trainers immer besser Zugriff bekam und sich im weiteren Verlauf auch die besseren Möglichkeiten erarbeitete.
Entschieden wurde das Spiel dann in der 59. Minute, als Manuel Michael Schranzhofer das 0:1 für Sillian erzielte. Rohracher machte aus der Entstehung des Treffers keinen großen Nebenschauplatz, schilderte aber genau, wie er die Situation wahrgenommen hatte. "Es war im Mittelfeld eine strittige Entscheidung wegen Einwurf oder Spielfortführung. Dann ist Sillian in den Konter gekommen, es gab zuerst eine Parade, dann ein Gestocher, und daraus ist das entscheidende Tor gefallen", erklärte der Trainer. Gleichzeitig betonte er, dass die Leistung des Schiedsrichters "im Großen und Ganzen okay" gewesen sei und es auf beiden Seiten ähnliche Entscheidungen gegeben habe. Im Mittelpunkt stand für ihn daher weniger diese eine Auslegung als vielmehr die Tatsache, dass Lienz seine eigenen Möglichkeiten davor und danach nicht nutzen konnte.
Genau darin sah Rohracher letztlich auch den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. "Sie haben halt das entscheidende Tor geschossen", sagte er über die Gäste, obwohl er die Chancenverteilung anders beurteilte. Nach seiner Sicht hatte Rapid Lienz "vier, fünf ganz klare Chancen", während Sillian auf "ein, zwei Chancen" gekommen sei. Dazu kam laut Rohracher "eine überragende Torhüterleistung von beiden Seiten", wobei seine Mannschaft mehrfach am gegnerischen Schlussmann scheiterte. Deshalb fiel sein Urteil über den eigenen Auftritt nicht grundsätzlich negativ aus. "Im Großen und Ganzen hat es ganz gut funktioniert. Heute hat uns wirklich das nötige Glück gefehlt", sagte der Trainer und ergänzte zum Abschluss: "Die Leistung war okay. Es ist nur schade, dass wir uns nicht selber belohnt haben." Nach sieben Runden hält Rapid Lienz damit weiter bei fünf Punkten, auch wenn der Auftritt gegen Sillian für den Trainer mehr hergab als das nackte Ergebnis.