In der Unterliga West haben sich WSG VAO Radenthein und ATUS VFI-Center Nötsch am Samstag mit 2:2 getrennt. Aus Sicht der Gäste passte das Ergebnis am Ende, obwohl nach dem frühen Rückstand und einer schwachen Anfangsphase längst nicht alles stimmte. Trainer Thomas Gilgenreiner sprach von einer „mäßigen Partie ohne Sieger“ und fand vor allem für die ersten dreißig Minuten deutliche Worte.

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Der Beginn lief für Nötsch genau in die Richtung, die man in einem Auswärtsspiel vermeiden will. Schon in der 6. Minute brachte Patrick Markus Unterlerchner die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Gilgenreiner machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft da selbst mitgeholfen hatte. „Wir sind ganz schlecht in die Partie gestartet. Gleich ein Tor bekommen, und die ersten dreißig Minuten waren eine Katastrophe“, sagte der Trainer. Vieles blieb in dieser Phase Stückwerk, erst danach fanden die Gäste langsam besser hinein. Entscheidend war, dass Nötsch vor der Pause noch zum Ausgleich kam. In der 44. Minute traf Nicolas Francis Janschitz mit einem direkten Freistoß zum 1:1. Auch dieses Tor blieb Gilgenreiner positiv in Erinnerung: „Das 1:1 war ein schöner Freistoß, direkt getroffen.“ Mit diesem Treffer nahm Nötsch trotz des schwachen Starts wenigstens ein ausgeglichenes Ergebnis mit in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel war Nötsch zunächst besser in der Partie und nutzte diese Phase auch zur Führung. In der 54. Minute stellte Edin Avdic per Elfmeter auf 2:1, wobei Gilgenreiner auch an der Entstehung nichts auszusetzen hatte. „Der Elfmeter war gerechtfertigt“, sagte er knapp und klar. Lange brachte dieser Treffer aber keine Ruhe ins Spiel der Gäste. Nur vier Minuten später glich Tobias Moser für Radenthein zum 2:2 aus. Auch hier sprach der Trainer von einem sauber abgeschlossenen Treffer: „Das 2:2 von Radenthein war ein schöner Schuss vom Sechzehner genau ins Eck.“ Damit war die Partie wieder offen, und genau so schilderte Gilgenreiner auch die Schlussphase. „Die letzten dreißig Minuten waren eigentlich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften hätten noch einen Siegestreffer erzielen können“, sagte er. Dass es am Ende beim Remis blieb, passte deshalb für ihn über den gesamten Verlauf gesehen durchaus ins Bild.
Bemerkenswert war nach dem Spiel vor allem, wie deutlich der Nötscher Trainer die eigene Leistung einordnete. Obwohl seine Mannschaft nach dem frühen 0:1 zurückkam und zwischenzeitlich sogar 2:1 führte, wollte Gilgenreiner daraus nichts beschönigen. „Im Endeffekt war es eine der schlechtesten Partien von uns in dieser Meisterschaft“, sagte er. Viel Gutes fiel ihm über das eigene Spiel nicht ein. „Gut funktioniert hat eigentlich nichts wirklich. Das Einzige war, dass wir halbwegs noch ins Spiel gefunden und das 2:2 noch heimgebracht haben.“ Als Gründe nannte er mehrere Punkte, die aus seiner Sicht gefehlt haben. „Chancenauswertung, Laufarbeit, zu wenig Zweikämpfe – es war kein gutes Spiel.“ Den Gegner beschrieb er zugleich als „kampfkräftig, laufstark, zielorientiert“ und als Mannschaft, die ebenfalls einige Chancen liegen ließ. Diskussionen rund um den Unparteiischen wollte er keine aufmachen, „im Großen und Ganzen“ habe alles gepasst. So blieb unter dem Strich ein Punkt, mit dem Nötsch laut Trainer leben muss: „Wir müssen froh sein, dass wir einen Punkt mit haben.“ In der Tabelle halten die Gäste damit bei 13 Punkten, auch wenn diese Partie aus ihrer Sicht sicher kein Auftritt war, an den sie lange anknüpfen wollen.