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„Jeder war eine Halbzeit besser“ – Lind nimmt aus Radenthein ein wichtiges 0:0 im Abstiegskampf mit

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WSG Radenthein
SV Union Lind

In der Unterliga West trennten sich WSG VAO Radenthein und SV Union Lind torlos 0:0. Für Lind-Trainer Ibel Alempic war das Remis unterm Strich gerecht, weil seine Mannschaft vor der Pause mehr vom Spiel hatte, Radenthein nach dem Seitenwechsel aber stärker wurde. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass beide Teams vorne zu wenig effizient waren.

Ball auf Rasen nahe der Eckfahne

Foto: Pixabay

Lind hat vor der Pause mehr vom Spiel

Aus Sicht von Ibel Alempic begann seine Mannschaft die Partie genau so, wie er es sehen wollte. „Wir sind von Anfang an gut ins Spiel gekommen, haben den Gegner kaum zu Spielanteilen kommen lassen und waren in der ersten Halbzeit gefährlicher vor dem Tor“, sagte der Trainer von Lind. Die Gäste hatten also früh Zugriff, waren in den Zweikämpfen präsent und ließen Radenthein zunächst nur schwer ins Spiel finden. Zur Pause stand es 0:0, und genau dieses Bild nahm Alempic auch aus den ersten 45 Minuten mit. Sein Team hatte mehr Ballbesitz, arbeitete ordentlich gegen den Ball und schaffte es vor allem in dieser Phase, den Gegner weitgehend von gefährlichen Aktionen fernzuhalten.

Markovic und Anether vergeben die besten Möglichkeiten

Dass Lind aus dieser guten ersten Hälfte kein Tor machte, lag für Alempic vor allem an den ausgelassenen Chancen. Eine der besseren Möglichkeiten hatte Nebojsa Markovic, nachdem ein Pass von der rechten Seite in die Schnittstelle kam. Der Angreifer kam dabei aus etwa zwölf Metern zum Abschluss, scheiterte aber am gut reagierenden Tormann. Auch nach einem Eckball wurde es brenzlig, als der Ball zu Alexander Preissl fiel, dessen Versuch aber im letzten Moment geblockt wurde. Die größte Gelegenheit sah Alempic dann nach der Pause: Wieder war Preissl beteiligt, diesmal als Vorbereiter für Julian Anether, der praktisch allein vor dem Tormann auftauchte, den Ball aus kurzer Distanz aber nicht im Tor unterbrachte. Auf der anderen Seite wurde Radenthein in der zweiten Hälfte druckvoller, doch Lind rettete mehrmals im letzten Moment, blockte Schüsse oder klärte noch im Strafraum.

Defensive und Laufbereitschaft stimmen, vorne fehlt noch die Genauigkeit

Auch wenn es offensiv nicht zum Treffer reichte, sah Alempic klare Dinge, die bei seiner Mannschaft funktioniert haben. „Gut funktioniert haben wieder der Defensivbereich und die Laufbereitschaft. Die Spieler haben alles gegeben“, sagte er. Gerade das Zweikampfverhalten hob er hervor, vor allem in der ersten Halbzeit, als Lind Radenthein gar nicht richtig zur Entfaltung kommen ließ. Nach Wiederbeginn verschob sich das Spiel dann allerdings. „Gleich nach Beginn der zweiten Halbzeit haben sie sich mehr bemüht und waren dann spielbestimmend“, sagte Alempic über den Gegner, schränkte aber auch ein, dass Radenthein trotz dieser stärkeren Phase nicht durchgehend zwingend wurde. Sein Urteil über das Remis fiel deshalb klar aus: „Jeder war eine Halbzeit besser, deshalb geht das Unentschieden in Ordnung.“ Ein weiterer Punkt, den der Trainer offen ansprach, bleibt die Offensive. „Was wir noch bearbeiten müssen, ist die Offensive. Wir hätten die eine oder andere Möglichkeit besser oder genauer abschließen können.“

Ein Punkt, der Mut machen soll

Am Ende blieb also ein torloses Remis, mit dem Lind leben kann, weil die Mannschaft nach Alempics Einschätzung wieder Stabilität und Einsatz gezeigt hat. Dass beide Teams in der Offensive nicht konsequent genug waren, war für ihn der Hauptgrund dafür, dass es beim 0:0 blieb. Mit dem Schiedsrichter zeigte er sich ebenfalls einverstanden und hielt fest, dass dieser die Partie „ganz normal“ geleitet habe, ohne Einfluss auf den Spielverlauf zu nehmen. Viel wichtiger war für Alempic aber der Punkt im Abstiegskampf. „Das war nach längerer Zeit ein sehr wichtiger Punkt, weil er uns sicher ein bisschen Selbstvertrauen und Mut gibt, damit wir entschlossener in die nächste Partie gehen“, sagte er. Gerade mit Blick auf den Abstiegskampf soll dieses Remis für Lind also mehr sein als nur ein einzelner Zähler.