In der Unterliga West hat URC Thal/Assling das Derby gegen Rapid Lienz mit 2:0 gewonnen und damit die Tabellenführung untermauert. Nach torloser erster Hälfte brachte ein Doppelpack von Uros Palibrk die Gastgeber auf die Siegerstraße. Trainer Markus Hanser sah auf schwierigem Boden zunächst ein hartes, enges Spiel, nach der Pause aber klare Vorteile für seine Mannschaft. Vor allem die Phase nach seinen Wechseln hob er besonders hervor.

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Dass dieses Spiel kein gewöhnlicher Herbstnachmittag werden würde, war für Hanser schon mit dem ersten Blick auf den Platz klar. Der Trainer sprach von „relativ schwierigen Platzverhältnissen“ in Thal, weil es reifig, glatt und rutschig gewesen sei. Dazu kam die Derby-Stimmung, die er ebenfalls deutlich ansprach. „Die Mannschaften sind nur acht Kilometer auseinander“, sagte Hanser, und genauso entwickelte sich die Partie zunächst auch: zweikampfbetont, körperlich und um jeden Ball hart geführt. Sein Team nahm das nach seiner Einschätzung gut an. „Wir haben das gleich angenommen, wie ein Derby anzunehmen ist“, meinte der Coach. Bis etwa zur Mitte der ersten Hälfte sah er seine Mannschaft vorne, ehe ein verschossener Strafstoß von Julian Moser den Rhythmus etwas brach. „Dann haben wir nicht mehr den Zugriff gehabt“, sagte Hanser. So blieb es bis zur Pause beim 0:0, obwohl Thal/Assling laut Trainer davor noch eine große Möglichkeit auf die Führung hatte.
Nach dem Seitenwechsel wollte der Tabellenführer die Partie wieder stärker an sich ziehen, und genau das gelang aus Sicht des Trainers vor allem über die Flügel. Hanser sprach davon, dass seine Mannschaft „von Anfang an viel Druck über die Seiten gemacht“ habe. Einen wichtigen Anteil daran schrieb er auch seinen Wechseln rund um die 55. Minute zu. Uros Palibrk und Luis Felder brachten nach seinen Worten „einen frischen Schwung hinein“, und der Zusammenhang zum Führungstor war für ihn eindeutig. „Danach ist gleich das 1:0 gefallen“, sagte Hanser. In der 63. Minute war es tatsächlich Palibrk, der für die Gastgeber zum 1:0 traf. Entscheidend war für den Coach dabei nicht nur das Tor selbst, sondern die Wirkung auf das ganze Spiel. Rapid hatte bis dahin sehr defensiv agiert, musste nun aber weiter aufmachen. „Dann ist das ein leichteres Spiel geworden“, sagte Hanser, weil seine Mannschaft in der Folge mehr Räume bekam.
Mit dem ersten Treffer war das Derby aus Sicht der Hausherren noch nicht entschieden, aber es lief nun klar in ihre Richtung. Hanser betonte, dass seine Mannschaft nach dem 1:0 „sehr befreit gespielt“ habe. Genau diese Phase mündete sieben Minuten später in das 2:0, erneut durch Uros Palibrk, der damit zum Mann des Nachmittags wurde. Dass beide Treffer fielen, als sein Team mehr Zugriff und mehr Selbstverständlichkeit im Spiel hatte, passte für den Trainer ins Bild. „Ausschlaggebend war die Qualität der Mannschaft“, erklärte Hanser und verwies auf den starken Kader mit „unheimlich talentierten Spielern“. Gleichzeitig stellte er klar, dass er den Gegner keineswegs kleinreden wollte. Rapid habe alles versucht und „mit drei, vier Spielern schon Qualität drin“, sagte der Coach. Ganz sauber zu Ende spielte sein Team die Partie laut Hanser dennoch nicht, denn gegen Schluss habe man es „ein bisschen locker genommen“, wodurch auch die Gäste noch zu ein, zwei Chancen kamen.
Unter dem Strich fiel das Urteil des Trainers klar aus. „Im Großen und Ganzen war es ein verdienter Sieg“, sagte Hanser, der nach eigener Aussage nie wirklich das Gefühl hatte, dass seine Mannschaft das Derby nicht gewinnen würde. Gerade in einem Spiel mit vielen Zweikämpfen und schwierigem Boden war für ihn am Ende die individuelle Stärke seiner Elf ausschlaggebend. Ganz ohne Kritik kam der 2:0-Erfolg aber nicht aus. Verbesserungspotenzial sieht der Coach „vor allem auf die zweiten Bälle“, weil dort das Nachrücken nicht immer gepasst habe. Auch „beim Vorwärtsverteidigen“ sprach er von einem etwas schlampigen Auftritt. Trotzdem war die Gesamtstimmung nach dem Schlusspfiff eindeutig positiv. Hanser sprach von einer Mannschaft, mit der er „rundum zufrieden“ sei, und verwies darauf, dass Thal/Assling die Tabellenführung weiter untermauern konnte. Für den Spitzenreiter war dieses Derby damit nicht nur ein weiterer Sieg, sondern auch ein Abend, an dem die eigene Qualität nach der Pause den Unterschied machte.