In der Unterliga West hat SV Egg am Samstagnachmittag beim ATUS VFI-Center Nötsch mit 2:0 gewonnen und dabei vor allem als Kollektiv überzeugt. Trainer Thomas Warmuth sprach nach dem Auswärtssieg von einer außergewöhnlich geschlossenen Leistung. "So eine geschlossene Mannschaftsleistung habe ich eigentlich noch nie gesehen", sagte er nach einem Spiel, in dem seine Elf nach holprigem Beginn immer besser hineinfand.

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Warmuth musste zunächst mitansehen, wie seine Mannschaft nur schwer in dieses Auswärtsspiel kam. "In den ersten zehn Minuten kamen wir ein bisschen holprig ins Spiel", sagte der Trainer nach der Partie. Gerade in dieser Phase war Nötsch nach seiner Einschätzung das etwas bessere Team und kam auch zu zwei Möglichkeiten. "Nötsch hatte zwei Chancen, konnte sie aber nicht nutzen", hielt Warmuth fest. Für Egg war genau das wichtig, weil die Gäste diese erste Druckphase ohne Gegentor überstanden. Danach kippte das Spiel aus Sicht des Trainers langsam in die andere Richtung. "Ab der zehnten Minute kamen wir immer besser ins Spiel und erarbeiteten uns einige Chancen", sagte Warmuth. Aus einer Partie, in der Nötsch zunächst mehr Ball und längere Ballstafetten hatte, wurde damit Schritt für Schritt ein Spiel, in dem Egg selbst mutiger wurde und deutlich besser zu seinen Situationen kam.
Der Moment, der Warmuth am stärksten in Erinnerung blieb, folgte nach einer Viertelstunde. Lukas Kogler ging nach Aussage des Trainers energisch auf den zweiten Ball, wurde dabei gefoult und Egg bekam einen Strafstoß zugesprochen. "Der Elfmeter war für mich der wichtigste Moment im Spiel", sagte Warmuth. Jakob Wilhelm Steinwender trat an und brachte die Gäste mit dem 1:0 in Führung. Dieser Treffer gab Egg nicht nur das Ergebnis in die Hand, sondern auch sichtbar mehr Sicherheit. Noch vor der Pause legte die Mannschaft nach. Beim 2:0 in der 27. Minute war es erneut Steinwender, der laut Warmuth stark nachsetzte und den Angriff vorbereitete. "Jakob Steinwender tankte sich noch einmal durch und spielte genial auf Gal Zinic", schilderte der Trainer die Szene, die Zinic zum 2:0 abschloss. Mit diesem Vorsprung ging Egg dann auch in die Halbzeit.
Dass Egg dieses Spiel auswärts mit null Gegentoren gewann, war für Warmuth ein zentraler Punkt in seiner Analyse. Er stellte nicht nur die beiden Treffer heraus, sondern vor allem das Verhalten seiner Mannschaft gegen den Ball. "Der Gegner war in den ersten zehn Minuten überlegen. Sie hatten auch mehr Ball und Ballstafetten, aber wir haben in der Abwehr souverän alles wegverteidigt", sagte der Coach. Genau darin sah er einen der Hauptgründe für den Sieg, weil Nötsch trotz ordentlicher Anfangsphase aus seiner Sicht zu wenigen richtig guten Abschlüssen kam. Auch deshalb fiel sein Gesamturteil sehr deutlich aus. "Die Mannschaft war heute top. Das war eine richtig gute, geschlossene Leistung von allen Spielern, von allen 17 Spielern", sagte Warmuth. Danach legte er noch einmal nach und brachte seine Zufriedenheit in einem Satz auf den Punkt: "So eine geschlossene Mannschaftsleistung habe ich eigentlich noch nie gesehen." Diskussionen rund um die Spielleitung gab es für ihn übrigens keine, die Leistung des Schiedsrichters nannte er "richtig solide" und "richtig gut".
Warmuth beließ es nach dem Schlusspfiff nicht beim Lob für die Startelf, sondern weitete seinen Blick auf die gesamte Entwicklung innerhalb der Mannschaft aus. Besonders wichtig war ihm der Hinweis, dass sich Neuzugang Abdulmomen Bashir und Marcel Hecher "sehr gut in unsere Mannschaft eingefügt" hätten. Dazu komme, dass sich auch die Spieler aus Slowenien gut integriert hätten und "unsere Arbeit aus dem eigenen Nachwuchs immer mehr Früchte trägt". Für den Trainer war der 2:0-Erfolg in Nötsch deshalb mehr als nur ein gutes Resultat, sondern auch eine Bestätigung dafür, dass im Kader vieles zusammenpasst. Am Ende richtete er den Blick noch auf die Unterstützung von außen. 150 Zuschauer aus dem Gailtal seien nach Nötsch mitgereist und hätten das Team "tatkräftig angefeuert". Auch das passte zu einem Nachmittag, den Warmuth rundum positiv einordnete und an dem für Egg vieles zusammenlief.