In der Unterliga West hat SG Gitschtal am Samstag ein 0:2 noch in einen 3:2-Heimsieg gegen FC Union Raiffeisen Sillian Heinfels gedreht. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte und dem schnellen zweiten Gegentor direkt nach Wiederbeginn schien die Partie zunächst in die falsche Richtung zu laufen. Doch Trainer Philipp Werner Kofler sah genau in der Reaktion seiner Mannschaft den Knackpunkt – und am Ende stand eine Wende, die aus seiner Sicht auch verdient war.

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Der Start in die Partie verlief aus Sicht der Gastgeber noch nicht so, wie es sich Gitschtal vorgestellt hatte. Kofler beschrieb die erste Hälfte als „relativ ausgeglichen“, machte aber gleichzeitig deutlich, dass seine Mannschaft nur schwer in ihren Rhythmus fand. „Unsererseits war das Spiel in der ersten Halbzeit sehr durchwachsen. Wir sind nicht richtig ins Spiel gekommen“, sagte der Trainer. Dass Sillian in dieser Phase „einen Tick besser“ war, passte dann auch zum Spielstand. In der 39. Minute brachte Luca Ruggenthaler die Gäste mit 1:0 in Führung, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Noch bitterer wurde es für Gitschtal unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als Ruggenthaler in der 46. Minute auf 2:0 erhöhte. Gerade dieser Zeitpunkt hätte den Heimischen einen klaren Dämpfer geben können.
Genau an diesem Punkt setzte aber die Reaktion ein, die Kofler nach dem Spiel besonders hervorhob. „Der wichtigste Moment war, dass wir nach dem 0:2 gleich eine Antwort parat hatten“, sagte er. Diese Antwort kam tatsächlich prompt. In der 51. Minute verkürzte Manuel Linhard, der vom Sechzehner gut ins Eck abschloss, auf 1:2. Damit war Gitschtal nicht nur wieder auf der Anzeigetafel, sondern auch wieder voll in der Partie. Kofler sprach davon, dass danach „ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“ sei. Nur sechs Minuten nach dem Anschlusstreffer fiel bereits der Ausgleich: Lukas Steinwender traf nach einer Flanke per Kopf zum 2:2. Innerhalb weniger Minuten war damit aus einem Zwei-Tore-Rückstand wieder ein offenes Spiel geworden. Der Trainer ordnete diese Phase so ein, dass seine Mannschaft ab dann effizienter gewesen sei und sich sichtbar zurück ins Spiel gearbeitet habe.
Dass die Partie am Ende tatsächlich noch ganz kippte, führte Kofler auch auf die Korrekturen in der Pause zurück. „Die Halbzeiteinsprache hat Früchte getragen“, sagte er, und ergänzte, dass eine kleine Umstellung danach „sehr gut funktioniert hat“. Vor allem zwei Punkte gefielen ihm nach dem Seitenwechsel deutlich besser als noch vor der Pause: „Wir waren einfach giftiger und nach vorne präsenter.“ Nach dem Doppelschlag zum 2:2 blieb Gitschtal laut seinem Trainer am Drücker und hatte sogar die Möglichkeit, schon früher in Führung zu gehen. Der entscheidende Treffer fiel dann aber erst in der 89. Minute – und er hatte es in sich, weil Kofler selbst mit einer Direktabnahme vom Sechzehner ins Eck zum 3:2 traf. Auch abseits der Tore gab es für ihn nichts Gröberes zu beanstanden. Diskussionsstoff rund um den Unparteiischen wollte er nicht aufmachen, wies nur darauf hin, dass ein Spiel ohne Linienrichter bei Abseitsentscheidungen naturgemäß schwierig zu leiten sei. Unterm Strich blieb für ihn aber vor allem eines stehen: „Wir haben mehr Möglichkeiten gehabt als der Gegner. Deshalb geht dieser 3:2-Heimsieg in Ordnung.“ Für Gitschtal war es damit nicht nur ein knapper Sieg, sondern einer, der vor allem von der schnellen Antwort nach dem 0:2 lebte.