Spielberichte

Fünf Tore, drei Gegentreffer: Neuhauser will Greifenburgs leichte Gegentore endlich abstellen

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SV Greifenburg
SV Arnoldstein

In der Unterliga West hat sich SV Raika Greifenburg in einem torreichen Heimspiel gegen SV WEB-STAPLER Arnoldstein mit 5:3 durchgesetzt. Nach starkem Beginn lag Greifenburg schon 2:0 vorne, musste nach einem 3:1 aber noch den Ausgleich hinnehmen, ehe Stefan Norbert Weisinger den Sieg fixierte. Trainer Raphael Neuhauser sprach von einem verdienten Erfolg, mahnte nach dem Schlusspfiff aber ebenso klar: „Wir schießen zu Hause fünf Tore, aber wir bekommen wieder drei.“

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Greifenburg startet stark und verliert kurz vor der Pause den Zugriff

Der Grundstein für den Heimsieg wurde aus Sicht des Trainers in einer starken Anfangsphase gelegt. „Die ersten dreißig Minuten gehörten klar uns“, sagte Neuhauser, und der Spielstand gab ihm recht. Kevin Tomsic brachte Greifenburg in der 13. Minute mit 1:0 in Führung und legte nur drei Minuten später das 2:0 nach. Für Neuhauser war genau dieser Start der Teil des Spiels, in dem seine Mannschaft vieles richtig machte. „Da waren wir sehr gut im Spiel drin und hätten vielleicht sogar noch das 3:0 erzielen können“, sagte er. Ganz durchziehen konnten die Gastgeber diese Linie aber nicht. Mit dem Anschlusstreffer von Nermin Konjevic in der 32. Minute kippte das Spiel noch vor der Pause ein Stück. „Die letzten fünfzehn Minuten der ersten Halbzeit gingen ganz klar an Arnoldstein“, sagte der Greifenburger Trainer. Nach dem 2:1 habe der Gegner viel Druck gemacht, und Neuhauser gab offen zu: „Da hatten wir sogar etwas Glück, dass wir nicht schon den Ausgleich kassiert haben.“

Nach dem 3:1 wieder offen: Arnoldstein kommt zurück

Auch nach dem Seitenwechsel schien Greifenburg zunächst wieder auf Kurs. Neuhauser sprach von einem „super“ Start seiner Mannschaft in die zweite Hälfte. Dazu passte, dass die Gastgeber kurz nach Wiederbeginn auf 3:1 stellten, wieder durch Kevin Tomsic, der damit seinen Dreierpack komplett machte. Eigentlich war das die perfekte Antwort auf die Phase vor der Pause. Statt Sicherheit zu gewinnen, wurde die Partie aber erneut offen. Mohamed Oumghar verkürzte in der 56. Minute rasch auf 3:2, Ben Georg Kreuzer stellte in der 70. Minute auf 3:3. Neuhauser sah den Moment des Kippens schon früher. „Nach dem 2:0 hatten wir alles selbst in der Hand“, sagte er. Dann habe ein unnötiges Foul auf der Seite und der darauffolgende Eckball zum ersten Gegentor geführt. „Dann haben wir Arnoldstein wieder stark gemacht“, meinte der Trainer. Auch vor dem 3:3 ärgerte ihn die Entstehung.

Weisinger entscheidet das Spiel, Neuhauser hebt auch Arnoldstein hervor

Dass Greifenburg dieses Spiel am Ende trotzdem gewann, lag laut Neuhauser daran, dass sich seine Mannschaft nach dem Ausgleich noch einmal aufrichtete. „Zum Glück haben wir uns noch einmal aufgerafft“, sagte er. In der Schlussphase sorgte Stefan Norbert Weisinger dann mit seinen Treffern in der 78. und 83. Minute für die Entscheidung. Für Neuhauser waren genau diese späten Tore neben dem Blitzstart mitentscheidend. Er nannte „die ersten zwei schnellen Tore“ ebenso als Schlüssel wie „die letzten zwei Tore“, die den Dreier absicherten. Gleichzeitig sprach der Trainer sehr respektvoll über den Gegner. Arnoldstein sei „eine junge Mannschaft mit ein, zwei arrivierten Spielern“, technisch stark und mit guten Laufwegen ausgestattet. Neuhauser betonte, dass die Gäste „sehr stark gegengehalten“ hätten und in dieser Saison bereits gezeigt hätten, dass sie ihre Punkte holen können. Gerade nachdem Greifenburg den Gegner wieder in die Partie gebracht hatte, sei Arnoldstein „ein sehr bissiger Gegner“ gewesen.

Viel Lob nach vorne, klare Mahnung nach hinten

So zufrieden Neuhauser mit dem Ergebnis war, so deutlich sprach er danach den größten Verbesserungsbedarf an. „Wir bekommen allgemein in den Spielen zu viele Tore“, sagte der Greifenburger Trainer. Wenn seine Mannschaft einmal die Null halte oder vielleicht nur ein Gegentor bekomme, „dann werden wir bei fast jeder Partie als Sieger hervorgehen“. Genau dort müsse man ansetzen, also die „leichten Tore“ in Zukunft verhindern. Gleichzeitig zog Neuhauser ein positives Zwischenfazit über die vergangenen Wochen. Aus den letzten vier Spielen holte Greifenburg sieben Punkte und verschaffte sich damit etwas Luft im unteren Bereich der Tabelle. „Hut ab vor meiner Mannschaft“, sagte er, weil die Saison mit vielen Verletzten und Ausfällen alles andere als einfach sei. Dazu komme, dass junge Spieler früher als geplant ins kalte Wasser geworfen würden. Gerade das hob er besonders hervor: Diese Spieler würden trotzdem „abliefern“, und genau darin sieht Neuhauser auch eine wichtige Perspektive für die restliche Saison. Vor der Winterpause soll nun noch einmal nachgelegt werden, ehe im Winter weiter gearbeitet wird und die Rückkehr einiger Verletzter zusätzliche Möglichkeiten bringen soll.

Unterliga West: SV Greifenburg : Arnoldstein - 5:3 (2:1)

  • 83
    Stefan Norbert Weisinger 5:3
  • 78
    Stefan Norbert Weisinger 4:3
  • 70
    Ben Georg Kreuzer 3:3
  • 56
    Mohamed Oumghar 3:2
  • 50
    Kevin Tomsic 3:1
  • 32
    Nermin Konjevic 2:1
  • 16
    Kevin Tomsic 2:0
  • 13
    Kevin Tomsic 1:0