In der 1. Klasse Nord zählt Mario Konrad mit seinem ASV Asparn/Zaya zu den positiven Überraschungen der laufenden Meisterschaft. Nach 13 gespielten Runden steht der Aufsteiger mit 23 Punkten auf Platz vier, punktgleich mit Rang drei. Zuletzt sorgten Siege gegen FC Angern, USC Kronberg, ATSV Auersthal und USV Gaweinstal sowie ein Unentschieden gegen SV Hausbrunn für eine starke Serie vor der Winterpause. Im ausführlichen Gespräch zieht Konrad eine positive Zwischenbilanz, spricht über aufstrebende junge Kräfte, einen Stürmer-Neuzugang und die Herausforderungen in der bevorstehenden Rückrunde.

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„Wir sind als Aufsteiger sehr, sehr gut reingestartet, obwohl der Anfang etwas holprig war“, erklärt Konrad. Dass seine Mannschaft mit den Topteams der Liga mithalten kann, zeigte sie insbesondere in den letzten Begegnungen der Hinrunde, als Asparn in Serie punktete.
Nach Siegen gegen Angern, Kronberg, Auersthal und Gaweinstal sowie einem Remis gegen Hausbrunn ging das Team mit breiter Brust in die Winterpause. „Hinten raus haben wir richtig viel gepunktet“, so der Trainer, der die bisherige Ausbeute als Bestätigung einer erfolgreichen Entwicklungsarbeit wertet. Mit 23 Zählern liegt Asparn nun auf Rang vier, nur durch die Tordifferenz vom Dritten getrennt.
In der Winterpause konnte der Verein einen Wunschtransfer im Angriff realisieren. „Wir sind sehr froh über diesen Transfer“, sagt Konrad. „Er gibt uns noch mal den nötigen Push, das fehlende Puzzlestück, das uns gefehlt hat, um noch weiter nach vorne zu kommen.“
Mit dieser Verstärkung soll das Angriffsspiel flexibler und torgefährlicher werden. Die Vorbereitung ist bereits zwei Wochen alt, in zwei Testspielen wurden viele Varianten ausprobiert. Zahlreiche Stammkräfte erhielten noch Schonung, einige Akteure fehlten krankheits- oder urlaubsbedingt. „Bis zum Rückrundenstart sollte es aber kein Thema sein, dass der volle Kader wieder zur Verfügung steht“, zeigt sich Konrad zuversichtlich.
Besonders stolz ist der Trainer auf die Entwicklung seiner jungen Spieler. Namentlich hebt er Richard Kauer und Patrick Idinger hervor, die sich mit konstant starken Leistungen in der Hinrunde zu wichtigen Stammkräften entwickelt haben. „Gerade unsere jüngeren Spieler haben sehr, sehr gute Leistungen gezeigt und der Mannschaft den nötigen Impuls gegeben“, betont Konrad.
Die sportliche Balance zwischen Routiniers und Nachwuchskräften sei einer der Schlüssel für den bisherigen Erfolg gewesen. Im Verein selbst bleibt weitgehend Kontinuität erhalten, auch im Betreuerteam sind keine größeren Veränderungen geplant.
Auf die Frage nach den stärksten Gegnern der bisherigen Saison nennt Konrad zwei Teams: Kreuttal und Großebersdorf. „Gegen Kreuttal haben wir ein gutes Spiel gemacht, es aber trotzdem verloren. Der Gegner hat sehr viel individuelle Qualität“, schildert Konrad.
Auch der Tabellenführer aus Großebersdorf habe ihn beeindruckt: „Sie waren spielerisch sehr stark, wir haben nur knapp verloren, aber sie haben’s richtig gut gemacht.“ Diese Partien lieferten für Asparn wertvolle Erfahrungen, um die eigene Spielweise weiterzuentwickeln und taktisch flexibel zu bleiben.
Mit der aktuellen Tabellensituation und dem stabilen Umfeld blickt Konrad optimistisch in die zweite Saisonhälfte. „Die Stimmung ist sehr, sehr gut“, sagt er, „aber jetzt gilt es, wieder den nächsten Schritt zu machen, uns weiterzuentwickeln und vor allem am Boden zu bleiben.
Die Ausgangslage verspricht Spannung: Bei weiterhin stabiler Leistung könnte Asparn weiter in die Spitzengruppe vordringen. Für den Trainer ist klar, dass Kontinuität, Teamgeist und der gezielte Einsatz des Stürmer-Neuzugangs entscheidend sein werden, um an die starke Hinrunde anzuknüpfen und das „sehr, sehr gute Halbjahr“ zu bestätigen.