In der 1. Klasse Nord blickt Reini Schendlinger, sportlicher Leiter des SC Marchegg, auf eine bewegte Hinrunde zurück. Nach einem durchwachsenen Start mit mehreren Niederlagen hat der Klub im Winter die Weichen für eine stabilere Rückrunde gestellt. Zuletzt gab es einen Erfolg gegen den SV GG Haringsee sowie ein 0:0-Remis gegen den SC Orth/Donau, davor Niederlagen unter anderem gegen den USV Gaweinstal und den SC Kreuttal. Im Interview spricht Schendlinger über die aktuelle Stimmung im Team, personelle Veränderungen und den neuen Weg, den der Verein mit einem erfahrenen Trainer einschlägt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Schendlinger zieht eine ehrliche Bilanz: „Verbesserungspotenzial haben wir vor allem in der Defensive“, sagt er und verweist darauf, dass die Mannschaft im ersten Saisonabschnitt nicht das erreicht habe, was sie sich vorgenommen hatte.
Daher sei die Winterpause intensiv genutzt worden, um Strukturen zu festigen und das Team gezielt weiterzuentwickeln. Die Tabellenstände der vergangenen Runden zeigen eine klare Tendenz nach oben – vom 13. Rang vor einigen Wochen kletterte der Klub wieder ins Mittelfeld auf Platz 10. Laut Schendlinger soll die Rückrunde beweisen, dass die Arbeit im Winter Früchte trägt.
Die Transferphase brachte beim SC Marchegg spürbare Bewegung. Schendlinger bestätigt zwei Neuzugänge sowie mehrere Abgänge – unter den Abgängen auch Andre Michalik und Armin Haupt. „Wir sind mit den Neuen sehr zufrieden, sie bringen frischen Schwung und Qualität in die Mannschaft“, so der sportliche Leiter. Verletzungssorgen gibt es derzeit keine – „Bei uns sind alle Spieler fit“, betont er. Hinzu kommt ein erweiterter Vorstand, der laut Schendlinger zur positiven Atmosphäre beiträgt: „Der Vorstand hat sich erweitert und das stimmt uns sehr positiv.“
Nach einem intensiven Halbjahr mit wechselhaften Ergebnissen – Niederlagen gegen USV Gaweinstal, SV Großebersdorf und SC Kreuttal, ein 0:0 gegen den SC Orth/Donau sowie ein wichtiger Erfolg über den SV GG Haringsee – ist das Team fest entschlossen, die Rückrunde erfolgreicher zu gestalten. Schendlinger spricht von „Zuversicht und einer kleinen Aufbruchstimmung“ im gesamten Verein.
Der neue Trainer habe mit seiner Erfahrung das Team rasch erreicht, während sich auch das Umfeld wieder stärker einbringe. Für die kommenden Runden lautet das Ziel, defensiv gefestigter zu stehen und die positiven Trainingsleistungen nun auch in Siege umzumünzen. „Wir haben im Winter gut gearbeitet, um früher erfolgreicher zu sein“, fasst Schendlinger zusammen – ein Satz, der die Ambitionen des SC Marchegg für die zweite Saisonhälfte treffend auf den Punkt bringt.