Spielberichte

"Nach zehn Minuten muss es 3:0 stehen" – Marchegg lässt in Hausbrunn zu viel liegen

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SG Hohenau/Hausbrunn II
SC Marchegg

In der 1. Klasse Nord hat die SG Hohenau/Hausbrunn II am Samstag ein 3:2 gegen SC mapo Marchegg gedreht. Aus Sicht von Marchegg-Obmann Torsten Chladek lag der Knackpunkt schon ganz früh: "Nach den ersten zehn Minuten müssen wir 3:0 führen." Statt einer klaren Führung stand am Ende eine knappe Niederlage, obwohl die Gäste zur Pause noch 2:1 vorne lagen.

Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Start, aber zu wenig daraus gemacht

Der Auftakt sprach zunächst klar für die Gäste. Adam Yilmaz brachte Marchegg schon in der 4. Minute mit 1:0 in Führung, wobei dieses Tor nach Einschätzung von Chladek auf einen Torwartfehler der Gastgeber zurückging. Für den Obmann erzählte dieser frühe Treffer die Partie aber nur zum Teil. "Nach den ersten zehn Minuten müssen wir 3:0 führen. Leider haben wir die Chancen vergeben", sagte er. Genau darin lag für ihn der eigentliche Wendepunkt dieses Abends. Weil Marchegg aus dieser starken Anfangsphase zu wenig machte, kam die SG immer besser hinein. Chladek sprach danach von einem "ausgeglichenen Spiel mit Vorteilen von Hausbrunn" in der ersten Halbzeit und meinte auch, dass seine Mannschaft das Spiel "Mitte der ersten Halbzeit aus der Hand gegeben" habe. Trotzdem gingen die Gäste noch einmal in Führung: Nach dem 1:1 durch Kevin Nemecek in der 40. Minute stellte Patrik Durica nur vier Minuten später auf 2:1. Dieses Tor hob Chladek besonders hervor, weil es "eine sehr schöne Aktion über vier Stationen" gewesen sei.

Nach der Pause kippt das Spiel endgültig

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Match lange offen, obwohl die Gastgeber in der 52. Minute durch Dominik Schüller rasch auf 2:2 stellten. Nach Darstellung Chladeks rückte danach vor allem ein Ausschluss in den Mittelpunkt. "In der zweiten Halbzeit war der Ausschluss leider spielentscheidend, aber gerechtfertigt", sagte er. Trotz der Unterzahl brach Marchegg aus seiner Sicht aber nicht auseinander. "Mit zehn Mann haben wir eine halbe Stunde sehr gut dagegengehalten und man hat keinen Unterschied gemerkt, dass der Gegner einen Spieler mehr am Feld hatte", so Chladek. Erst in der 80. Minute gelang der SG durch Patrik Hron der Treffer zum 3:2. Ganz erledigt war die Partie damit aus Marchegger Sicht aber noch nicht. Der Obmann verwies darauf, dass seine Mannschaft gegen Ende noch zwei Riesenchancen liegenließ und damit selbst in Unterzahl weiter in Reichweite eines Punktes blieb.

Ein Satz zieht sich durch den ganzen Abend

Darum blieb nach dem Schlusspfiff vor allem ein Thema hängen: die Chancenverwertung. Chladek brachte es im Gespräch mehrfach auf denselben Punkt und wich auch bei der Frage nach der Stärke des Gegners nicht aus. "Dass wir unsere Torchancen nicht verwertet haben", antwortete er auf die Frage, was die SG an diesem Tag stark gemacht habe. Damit machte der Marchegger Obmann deutlich, dass er die Niederlage weniger an der grundsätzlichen Leistung seiner Mannschaft festmacht als an den ausgelassenen Möglichkeiten vor dem Tor. Über den Schiedsrichter verlor er insgesamt keine harten Worte. "Die Schiedsrichterleistung war an und für sich sehr gut", sagte Chladek, merkte aber an, dass aus seiner Sicht auch aufseiten der Gastgeber Rot möglich gewesen wäre. Für Marchegg bleibt nach dem 2:3 damit eine bittere Erkenntnis: Eine 2:1-Pausenführung und ein langer Kampf in Unterzahl reichen nicht, wenn die entscheidenden Chancen davor und danach ungenutzt bleiben. In der Tabelle steht weiter nur ein Punkt aus fünf Runden, während die SG nun bei fünf Zählern hält.

1. Klasse Nord: SG Hohenau/Hausbrunn II : Marchegg - 3:2 (1:2)

  • 80
    Patrik Hron 3:2
  • 52
    Dominik Schüller 2:2
  • 44
    Patrik Durica 1:2
  • 40
    Kevin Nemecek 1:1
  • 4
    Adam Yilmaz 0:1