In der 1. Klasse Nord musste sich der USV Schrick bei SC mapo Marchegg mit 1:2 geschlagen geben. Aus Sicht von Trainer Alexander Bitter war nicht der Spielanteil das Problem, sondern einmal mehr die fehlende Konsequenz im Abschluss. Schrick hatte laut seinem Coach genug gute Momente, belohnte sich aber zu selten und lief danach einem Rückstand hinterher.

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Aus Schricker Sicht nahm die Partie zunächst genau den Verlauf, den sich Bitter erhofft hatte. Seine Mannschaft versuchte das Spiel zu machen, hatte in der Anfangsphase viel Ballbesitz und kam auch zu guten Möglichkeiten. Der Trainer sprach von zwei, drei guten Chancen in der ersten Halbzeit, dazu sogar von Situationen alleine vor dem Tormann. Gerade die ersten 15 bis 20 Minuten bezeichnete er als starke Phase seiner Elf. Umso bitterer war für ihn, dass daraus kein Führungstor entstand. Stattdessen schlug Marchegg nach 20 Minuten zu. Adam Yilmaz brachte die Gastgeber mit 1:0 in Front, nachdem Schrick laut Bitter im Mittelfeld den Ball verlor und Marchegg schnell umschaltete. Der Coach beschrieb genau dieses Muster als das, worauf die Gastgeber aus seiner Sicht angelegt waren: eng stehen, auf Balleroberungen lauern und nach vorne schnell den freien Raum nutzen. Für Schrick war das ein Rückschlag, weil die eigene Anfangsphase damit plötzlich nichts mehr wert war.
Auch nach dem Rückstand blieb Bitter bei seiner Einschätzung, dass seine Mannschaft keinen schlechten Fußball gespielt habe. Er sagte klar: „Wir spielen wirklich nicht schlecht. Wir spielen keinen schlechten Fußball, aber wir machen ganz einfach die Tore nicht.“ Genau darin sah er den großen Unterschied zwischen beiden Teams. Marchegg habe selbst gar nicht besonders viel ins Spiel investiert, sei aber sehr diszipliniert aufgetreten und habe die Räume hinten eng gemacht. Schrick dagegen ließ aus seiner Sicht im letzten Drittel die notwendige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Als Adam Nomilner in der 66. Minute auf 2:0 stellte, war die Ausgangslage noch schwieriger. Bitter schilderte auch dieses Gegentor als Folge eines Angriffs über die rechte Seite, nach dem der Ball zunächst geklärt wurde, der Abschluss aber dennoch im Tor landete. Schrick gab sich allerdings nicht völlig auf. In der 93. Minute verkürzte Augustin Tikvic nach einem weiten Ball und einer Ablage von Oliver Maier auf 1:2. Der Anschlusstreffer kam nach Bitters Worten aber zu spät. Er sprach außerdem von zwei, drei weiteren guten Kopfballmöglichkeiten in der Schlussphase, die knapp über das Tor gingen.
Deutlich wurde Bitter vor allem in der Analyse seiner eigenen Mannschaft. Er nahm seine Spieler ausdrücklich in die Pflicht und machte keinen Hehl daraus, woran es aus seiner Sicht seit Wochen mangelt. „Fußball ist Ergebnissport“, sagte er, und genau deshalb werde es ohne Tore eben auch keine Punkte geben. Mehrfach kam er auf die fehlende Konsequenz im Abschluss zurück. Für ihn reicht es nicht, gefällig zu spielen oder sich Chancen zu erarbeiten, wenn der letzte Schritt ausbleibt. „Wir müssen uns ganz einfach aneignen, vor dem Tor kaltschnäuziger zu sein“, sagte er. Bitter verwies dabei auch auf andere Partien der bisherigen Saison, in denen Schrick seiner Meinung nach mehr hätte mitnehmen können. Die Tabelle sei nun aber die Realität, und dort steckt der USV nach sechs Runden mit fünf Punkten im unteren Bereich fest.
Neben der Chancenverwertung sprach Bitter auch eine Szene kurz vor der Pause an, die für ihn eine große Rolle spielte. Er war überzeugt, dass seiner Mannschaft nach einem Handspiel ein Elfmeter hätte zugesprochen werden müssen. Diese Entscheidung blieb aus, und auch das ordnete er als weiteres Detail ein, das derzeit nicht für Schrick läuft. Darüber hinaus kritisierte er, dass Regeln aus seiner Sicht von Spiel zu Spiel unterschiedlich ausgelegt würden. Dabei ging es ihm nicht nur um die Elfmeterdiskussion, sondern allgemein um eine einheitliche Linie. Im Mittelpunkt seiner Aussagen stand am Ende aber trotzdem die eigene Verantwortung. Bitter gratulierte seinem Gegenüber zum Sieg, machte zugleich aber klar, dass nun eine Reaktion kommen müsse. Mit dem Auswärtsspiel in Haringsee wartet bereits die nächste wichtige Aufgabe. Dort erwartet der Schricker Trainer, dass seine Mannschaft „alles am Platz lässt“ und endlich jene Entschlossenheit zeigt, die in Marchegg vor dem Tor gefehlt hat.