In der 1. Klasse Nord hat SG Hohenau/Hausbrunn II am Samstagabend gegen SV AUST-BAU Großkrut mit 2:4 verloren. Der Auswärtssieg nahm schon vor der Pause klare Formen an, weil Großkrut früh auf 2:0 stellte und mit einer 3:0-Führung in die Kabine ging. Obfrau Corinna Weingartshofer sprach danach von einer dominanten, bissigen und insgesamt sehr motivierten Leistung, die aus ihrer Sicht den Unterschied ausmachte.

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Großkrut nahm die Partie früh in die Hand und machte schon in den ersten Minuten klar, in welche Richtung sich dieser Abend entwickeln würde. In der 12. Minute brachte Philipp Rechensteiner die Gäste mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später legte Filip Palkovic das 2:0 nach. Damit war der Start aus Sicht der Auswärtsmannschaft nahezu ideal, weil sie ihre Überlegenheit auch sofort auf die Anzeigetafel brachte. Weingartshofer sah darin keinen Zufall, sondern den Lohn für einen sehr präsenten Beginn. „Es war von Anfang an ein tolles Spiel. Die Burschen haben sehr gut gespielt, sehr bissig gespielt und zurecht gewonnen“, sagte sie. Noch vor der Pause erhöhte Palkovic in der 43. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:0. Der Halbzeitstand spiegelte damit ziemlich genau jenen Eindruck wider, den Großkrut über weite Strecken der ersten Hälfte hinterließ.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Großkrut zunächst das aktivere Team und ließ den Gastgebern vorerst keinen Weg zurück in die Partie. In der 61. Minute stellte Jozef Hermann auf 4:0 und sorgte damit für eine noch deutlichere Ausgangslage. Erst in der Schlussphase konnte Hohenau/Hausbrunn II das Ergebnis etwas freundlicher gestalten, als Dmytro Kokorovets in der 81. Minute auf 1:4 verkürzte und Ali Mert Dursun in der 85. Minute noch das 2:4 folgen ließ. Am Gesamtbild änderte das aber nichts mehr. Weingartshofer wollte nach dem Schlusspfiff auch kein einzelnes Tor besonders herausheben, sondern stellte das Kollektiv in den Mittelpunkt. „Die Tore waren sehr gut herausgespielt. Es war kein einzelnes im Vordergrund, sondern die Gesamtsumme war entscheidend“, sagte sie. Gerade diese Aussage passt gut zu einer Partie, in der Großkrut früh davonzog und den Vorsprung konsequent ausbaute.
In ihrer Einordnung sprach Weingartshofer mehrmals davon, dass vor allem die geschlossene Leistung den Ausschlag gegeben habe. „Wir waren von Anfang an die dominantere Mannschaft und haben verdient gewonnen“, hielt sie fest. Dazu kam aus ihrer Sicht genau jene Mischung, die man in dieser Liga auswärts braucht: „Es hat insgesamt der Kampfgeist gepasst, die Bissigkeit. Sie waren sehr angriffslustig, haben gut gespielt und waren sehr motiviert.“ Den Gegner beschrieb sie als bemüht, sah aber über die 90 Minuten hinweg einen klaren Unterschied zwischen beiden Teams. „Sie waren bemüht, aber sie hatten gegen uns keine Chance“, sagte sie. Auch rund um die Spielleitung gab es aus ihrer Sicht keinen größeren Aufreger, denn „da gab es nicht viel auszusetzen“. Für Großkrut war dieser Sieg damit nicht nur wegen der vier erzielten Tore wichtig, sondern auch wegen des klaren Auftritts. Nach sieben Runden hält die Mannschaft nun bei neun Punkten, während Hohenau/Hausbrunn II bei fünf Zählern bleibt. Der Schlusssatz der Großkruter Obfrau passte deshalb gut zu diesem Abend: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie das Spiel so gut gespielt und gewonnen hat. Ein Derbysieg ist noch dazu was ganz Besonderes."