In der 1. Klasse Nord setzte sich ATSV W.E.B Auersthal am achten Spieltag in einer wilden Partie gegen ASV Asparn/Zaya mit 4:3 durch. Nach dem 1:1 zur Pause nahm die Begegnung in der zweiten Hälfte richtig Fahrt auf. Trainer Esad Palos sah den Unterschied vor allem im Auftreten seiner Mannschaft: „Wir haben mehr Wille gezeigt“ und uns „wieder wie eine richtige Mannschaft präsentiert“.

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Was Palos nach dem Schlusspfiff schilderte, spiegelte sich im Verlauf ziemlich genau wider. Der Auersthaler Trainer sprach von „zwei guten Mannschaften mit viel Qualität“, und genau so entwickelte sich die Partie auch. Zunächst gingen die Gäste in der 35. Minute durch Alexander Pipal in Führung. Auersthal antwortete aber noch vor der Pause, als Üveys Karabulut in der 42. Minute das 1:1 erzielte. Damit war zur Halbzeit alles offen. Nach dem Seitenwechsel legte Asparn/Zaya erneut vor, wieder war es Pipal, der in der 58. Minute zum 1:2 traf. Diesmal drehte die Heimelf das Spiel aber komplett: Mario Mijic stellte in der 63. Minute auf 2:2, Ivan Popovic traf in der 69. Minute zum 3:2 und Josef Fellner erhöhte in der 75. Minute auf 4:2. Dass es bis zum Ende eng blieb, lag am dritten Treffer von Pipal, der in der 90. Minute noch auf 4:3 verkürzte.
Für Palos lag der Unterschied trotzdem nicht in einer einzelnen Aktion, sondern im Auftreten seiner Mannschaft über die gesamte Spielzeit. „Wir sind wieder aufgetreten wie eine richtige Mannschaft, haben zusammengehalten“, sagte der Trainer und nannte genau diesen Zusammenhalt als wichtigste Grundlage für den Heimsieg. Noch deutlicher wurde er bei der Frage nach dem entscheidenden Punkt: „Wir haben Wille gezeigt. Wir haben immer Leidenschaft beim Spielen, und das hat heute den Unterschied gemacht.“ Dabei vermied Palos jede Geringschätzung des Gegners. Im Gegenteil: Er sprach von einer „sehr starken Mannschaft“, die „alle vier Spielphasen gut“ spiele und genau wisse, „was sie kann und was sie will“. Für ihn ist Asparn/Zaya sogar „ein erster Titelkandidat“. Umso höher bewertete er, dass seine Mannschaft in so einer Partie nicht auseinanderfiel, sondern nach beiden Rückständen wieder zurückkam.
Interessant war für den Auersthaler Trainer auch, wie diese torreiche Partie zustande kam. Palos meinte, bei sieben Treffern sei „immer irgendwas passiert“, und verwies darauf, dass „viele Tore durch Standards“ gefallen seien, was für ihn „ein bisschen untypisch“ gewesen sei. Gleichzeitig machte er klar, dass ihn das 4:3 nicht zufrieden zurücklehnen lässt. „Es gibt immer Luft nach oben“, sagte er, und ergänzte, dass er als Trainer „immer mehr aus den Spielern holen“ wolle. Gerade deshalb blieb er in seiner Einordnung bodenständig. Zur Schiedsrichterleistung wollte er sich bewusst nicht äußern, weil sein Fokus auf der eigenen Mannschaft liege. Nach acht Runden steht Auersthal mit 21 Punkten an der Spitze, doch Palos will daraus kein großes Thema machen: „Wir schauen Match für Match. Gegen jede Mannschaft in der Liga wollen wir punkten, also den Sieg holen.“ Nach einem 4:3 gegen einen starken Gegner passte diese Haltung ziemlich genau zum gesamten Nachmittag.