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„Mit dem 2:0 haben wir geglaubt, jetzt ist die Partie durch“ – Ruppersthal gibt den Sieg noch aus der Hand

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SV Zellerndorf
USC Ruppersthal

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Zellerndorf gegen USC Ruppersthal nach 0:2 noch ein 2:2 geholt. Trainer Ewald Jenisch sah zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten: Ruppersthal kontrollierte die Partie über weite Strecken und legte kurz nach der Pause nach, verlor danach aber den Zugriff. Weil Zellerndorf alles riskierte und noch zurückkam, ging das Remis für den Ruppersthaler Coach am Ende in Ordnung.

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Ruppersthal übernimmt nach frühem Warnschuss das Kommando

Die Partie begann für die Gäste allerdings nicht mit Kontrolle, sondern mit einer heiklen Szene. Zellerndorf hatte laut Jenisch ganz zu Beginn eine gute Möglichkeit, doch der Ruppersthaler Tormann hielt stark und verhinderte den frühen Rückstand. Danach, so schilderte es der Trainer, übernahm seine Mannschaft aber das Kommando. „Wir waren in der ersten Hälfte aktiver, den Tick besser und haben das Spiel kontrolliert“, sagte Jenisch. Diese Phase brachte auch die Führung: In der 38. Minute verwertete Tobias Eggenfellner einen vom Zellerndorfer Schlussmann abgewehrten Ball zum 0:1, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause.

Das 0:2 bringt keine Sicherheit

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ruppersthal zunächst auf Kurs. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn setzte die Gästeelf über die linke Seite nach. Artan Selimi überhob den herausrutschenden Tormann und stellte auf 0:2. Genau dieser Moment hätte aus Sicht der Gäste eigentlich Ruhe bringen sollen, stattdessen veränderte er die Partie in eine andere Richtung. „Mit dem 2:0 haben wir geglaubt, jetzt ist die Partie durch“, sagte Jenisch offen. Er betonte zugleich, wie gut ihm die ersten 50 bis 55 Minuten seiner Mannschaft gefallen hätten. Gerade deshalb war der Ärger spürbar, weil Ruppersthal in dieser Phase das Spiel in der Hand hatte und den Eindruck vermittelte, alles im Griff zu haben.

Zellerndorf wirft alles nach vorne

Doch Zellerndorf reagierte, stellte laut Jenisch um und wurde in der zweiten Hälfte deutlich druckvoller. „Sie haben einfach alles nach vorne geworfen, sind sehr wuchtig geworden und damit sind wir nicht klargekommen“, fasste der Trainer die entscheidende Entwicklung zusammen. In der 64. Minute verkürzte Vinzenz Bussek auf 1:2, womit die Partie endgültig kippte. Ruppersthal fand danach nicht mehr jene Ruhe und jene Räume, die für saubere Konter nötig gewesen wären. Zwar sah Jenisch durchaus Möglichkeiten, den Sack doch noch zuzumachen, fertig gespielt wurden diese Angriffe aber nicht. Stattdessen fiel in der 80. Minute durch David Strombach noch der Ausgleich, ein Freistoß aus rund 35 Metern brachte das 2:2.

Ein Punkt, der offenlegt, woran Ruppersthal arbeiten muss

Trotz des verpassten Sieges vermied Jenisch jede Ausrede. Über den gesamten Verlauf sprach er von „zwei verschiedenen Halbzeiten“ und bezeichnete das 2:2 als gerechtes Resultat. Auch für den Gegner fand er anerkennende Worte: Zellerndorf sei kompakter, zweikampfstärker und insgesamt besser als im Vorjahr. „Dass eine Mannschaft nach so einem Spiel noch einmal so zurückkommt, ist eine Qualität“, meinte der Ruppersthaler Trainer. Für seine eigene Elf bleibt nach dem Remis dennoch klar, woran gearbeitet werden muss. „Wir haben nicht verloren und sind noch immer ungeschlagen, aber diese Punkte nur eins für eins helfen nicht unbedingt weiter“, sagte Jenisch. Darum müsse seine Mannschaft solche Führungen künftig zielgerichteter zu Ende spielen und schon in der kommenden Woche wieder voll punkten.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Zellerndorf : USCR - 2:2 (0:1)

  • 80
    David Strombach 2:2
  • 64
    Vinzenz Bussek 1:2
  • 48
    Artan Selimi 0:2
  • 38
    Tobias Eggenfellner 0:1