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„Wir haben uns reingekniet“ – Heldenberg holt gegen Krems ein 0:2 noch auf

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SV Heldenberg
ESV Krems

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Heldenberg im Heimspiel gegen ESV Keyif Krems nach einem 0:2 zur Pause noch ein 2:2 geholt. Trainer Manuel Weber sprach von einem attraktiven Spiel mit „Härte, gutem Fußball von beiden Seiten, Toren und Emotionen“ und hielt nach dem späten Comeback fest: „Es war ein gerechtes Unentschieden, mit dem beide Mannschaften leben müssen.“

Fußball und Beine mit schwarzen Schuhen und Stutzen auf grünem Rasen

Foto von Emilio Garcia auf Unsplash

Krems straft die schwache Anfangsphase eiskalt ab

Aus Heldenberger Sicht lag der Grund für den Rückstand vor allem in der Anfangsphase. Weber machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten nicht richtig in die Zweikämpfe kam. „Wir haben zu wenig Zugriff gehabt. Wir waren meistens einen Tick zu spät“, sagte der Trainer und brachte damit ziemlich genau auf den Punkt, warum die Gäste so gut ins Spiel fanden. Krems nutzte diese Phase konsequent aus. Dzezahir Ismajli traf bereits in der 6. Minute zum 0:1 und legte in der 43. Minute das 0:2 nach. Weber schilderte beide Treffer als sehr ähnlich: Nach Spielverlagerungen von der rechten auf die linke Seite sei Ismajli jeweils fast auf demselben Weg Richtung Tor gezogen und habe dann souverän abgeschlossen. Heldenberg hatte vor der Pause dennoch seine Momente. In der 38. Minute vergab Marco Senger die erste große Möglichkeit, Weber sprach dabei sogar von einer Doppelchance. Dazu kam kurz vor dem Seitenwechsel noch heftiger Protest, weil die Gastgeber einen klaren Handelfmeter gesehen hatten. Der Linienrichter habe das Vergehen laut Weber angezeigt, der Schiedsrichter entschied aber anders, und so ging es mit dem 0:2 in die Kabinen.

Nach Heiders Direktcorner kommt Heldenberg zurück

Was Heldenberg nach der Pause zeigte, gefiel Weber deutlich besser. Er hob dabei vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor. „Die mentale Komponente hat gut funktioniert, weil die Spieler zu keinem Zeitpunkt aufgegeben haben“, sagte der Trainer. Genau das war dann auch auf dem Platz zu sehen. Die Gastgeber legten läuferisch zu, waren näher am Gegner und fanden mit Ball zu klareren Aktionen. Weber räumte ein, dass sein Team zunächst zu oft auf lange Bälle gesetzt habe, obwohl eigentlich das geduldige Kombinationsspiel die eigene Stärke sei. In der zweiten Hälfte gelang diese Umstellung aber besser, und Heldenberg arbeitete sich immer tiefer in die Partie hinein. Der Anschlusstreffer fiel in der 60. Minute durch Philipp Heider direkt von der Ecke, ein Tor, das die Partie noch einmal ganz neu öffnete. Danach blieb Heldenberg am Drücker und wurde für den Aufwand in der 78. Minute belohnt, als Matthias Knell nach einem Zuspiel in die Spitze das 2:2 erzielte. Weber hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt immer stärker wurde und nach vorne mehr Wucht entwickelte. In der 92. Minute wäre die Partie beinahe noch komplett gekippt: Nach einem Schuss von Senger bot sich im Nachsetzen die große Möglichkeit zum 3:2, der Nachschuss ging aber über das leere Tor.

Weber lobt Krems, zieht aber auch eigene Lehren

Am Ende wollte Weber nicht behaupten, dass eine Mannschaft klar näher am Sieg gewesen sei. Dafür hatte das Spiel in seinen Augen zu viele Wendungen. „Wer näher am Sieg war, kann ich gar nicht sagen“, meinte der Heldenberg-Coach, der den Auftritt der Kremser ausdrücklich würdigte. Der Gegner sei „eine ganz, ganz starke Mannschaft mit technisch starken Einzelspielern“ und „eine Bereicherung für die Liga“. Gleichzeitig nahm Weber aus dem Remis auch klare Aufgaben für seine eigene Mannschaft mit. Wenn man solche Spiele gewinnen wolle, müsse „von Anfang an ein besseres Niveau“ da sein, außerdem brauche es mehr Geduld im eigenen Spiel. Dass Heldenberg nach dem 0:2 überhaupt noch zurückkam, wertete er trotzdem als starkes Zeichen der Mannschaft. Hinten habe man nach der Pause kaum noch etwas zugelassen, abgesehen von einem Stangenschuss. Bei den strittigen Szenen blieb Weber bei einer nüchternen Einordnung: Der nicht gegebene Handelfmeter sei aus seiner Sicht klar gewesen, beim 2:2 habe es aus Kremser Sicht möglicherweise Abseits gegeben, „aber es war eine Tatsachenentscheidung und damit muss man es belassen“. Mit dem 2:2 halten beide Teams nach sieben Runden bei elf Punkten und bleiben im vorderen Mittelfeld eng beisammen.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Heldenberg : ESV Krems - 2:2 (0:2)

  • 78
    Matthias Knell 2:2
  • 60
    Philipp Heider 1:2
  • 43
    Dzezahir Ismajli 0:2
  • 6
    Dzezahir Ismajli 0:1