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„Wir sind nie von unserem Spielplan abgegangen“ – Heldenberg zieht gegen Retz II auf 5:2 davon

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SV Heldenberg
Retz II

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat der SV Heldenberg am Samstag ein intensives Heimspiel gegen Retz II mit 5:2 gewonnen. Nach einem offenen Schlagabtausch stand es zur Pause 2:1, nach dem 2:2 musste Heldenberg noch einmal nachlegen. Trainer Manuel Weber sah vor allem die mentale Stärke als Schlüssel: Seine Mannschaft blieb beim Plan, glaubte bis zum Schluss an den Sieg und machte es am Ende deutlich.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Offenes Spiel, zwei Führungen und ein starker Freistoß

Weber beschrieb die Partie vom Anpfiff weg als schwierige Aufgabe, und genau so entwickelte sie sich auch. „Es war von Anfang an ein sehr offenes Spiel“, sagte der Heldenberg-Trainer, der in dieser Liga bisher keinen leichten Gegner gesehen hat. Retz II hatte über weite Strecken viel Ballbesitz und blieb laut Weber „immer am Ball, immer am Drücker“, doch auch die Gastgeber kamen zu ihren Möglichkeiten. Nach 26 Minuten brachte Matthias Arnold Heldenberg mit 1:0 in Führung, ehe Clemens Baier nur vier Minuten später zum 1:1 ausglich. Weber sprach bei diesem Treffer von einem „super Freistoß“ aus rund 25 Metern. Noch vor der Pause antwortete Heldenberg erneut: Wieder war es Arnold, der in der 40. Minute zum 2:1 traf und damit eine erste, wichtige Reaktion seiner Mannschaft setzte.

Nach dem 2:2 blieb Heldenberg am Plan

Entschieden war damit freilich noch gar nichts, denn auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen. In der 54. Minute kam Retz II durch den zweiten Treffer von Clemens Baier zum 2:2, nachdem Heldenberg nach Webers Aussage kurz davor selbst noch eine Doppelchance nicht genutzt hatte. Gerade in dieser Phase gefiel dem Trainer aber die Haltung seiner Mannschaft. „Entscheidend war, dass wir bis zum Schluss immer an uns und an den Sieg geglaubt haben“, sagte Weber. Vier Minuten nach dem Ausgleich stellte Matthias Knell auf 3:2, und damit zog Heldenberg die Partie wieder auf seine Seite. Als Matthias Arnold in der 79. Minute auf 4:2 erhöhte, war der Widerstand der Gäste schließlich gebrochen. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit noch einmal Knell, der laut Weber „nach einem super Solo“ den Ball zum 5:2 im Tor unterbrachte und damit die Entscheidung endgültig besorgte.

„Der unbändige Siegeswille“ als größter Trumpf

Für Weber lag die Erklärung für diesen Heimsieg nicht in einer perfekten Vorstellung über 90 Minuten, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft mit schwierigen Phasen umging. „Die Mannschaft ist mental extrem stark und ist zu keinem Zeitpunkt von unserem Spielplan abgegangen“, betonte der Heldenberg-Coach. Läuferisch, technisch und kämpferisch sei sein Team immer auf der Höhe gewesen, auch wenn „nicht immer alles gut war“. Dass Retz II eine unangenehme Aufgabe werden würde, war ihm davor klar. Weber sprach von einer jungen Mannschaft, die immer gewinnen wolle, und hob besonders Clemens Baier hervor, der seine Elf „immer wieder vor große Probleme gestellt“ habe. Umso höher bewertete er den eigenen Auftritt. „Dieser unbändige Siegeswille hat die Mannschaft schon in den letzten Spielen stark gemacht“, sagte Weber. Mit dem 5:2 hält Heldenberg nach acht Runden bei 14 Punkten und festigt vorerst Rang vier. Der Sieg passt damit gut zu dem Bild, das der Trainer von seiner Mannschaft zeichnete: nicht fehlerfrei, aber mit viel Energie, viel Glauben und genug Qualität, um so ein offenes Spiel am Ende klar für sich zu entscheiden.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Heldenberg : Retz II - 5:2 (2:1)

  • 91
    Matthias Knell 5:2
  • 79
    Matthias Arnold 4:2
  • 58
    Matthias Knell 3:2
  • 54
    Clemens Baier 2:2
  • 40
    Matthias Arnold 2:1
  • 30
    Clemens Baier 1:1
  • 26
    Matthias Arnold 1:0