Spielberichte

„Mit hohen Bällen tun wir uns sehr schwer“ – Fels verspielt in Überzahl noch das 1:0

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USC Fels
SV Hollenburg

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte musste sich USC Fels am 8. Spieltag dem SV Hollenburg nach einem späten Doppelschlag mit 1:2 geschlagen geben. Die Gastgeber führten nach dem Treffer von Patrick Klaffl bis in die Schlussphase, konnten ihre Überzahl nach der Roten Karte gegen Alexander Kolm aber nicht entscheidend nutzen. Trainer Marko Micanovic sprach von einer ausgeglichenen Partie, in der am Ende zwei hohe Bälle den Ausschlag gaben.

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Fels kommt ordentlich hinein, Hollenburg hat aber mehr Chancen

Aus Sicht von Marko Micanovic begann die Partie durchaus so, wie es sich Fels vorgenommen hatte. „Wir kamen recht gut ins Spiel. Es war eine knappe Partie“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass die Gäste vor der Pause die etwas besseren Möglichkeiten hatten. „Hollenburg hatte ein paar Chancen mehr“, so der Coach. Zur Halbzeit stand es noch 0:0. In der 58. Minute brachte Patrick Klaffl die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und Micanovic fand, dass dieser Treffer „zu Recht“ gefallen sei. Viel Ruhe brachte das Tor seiner Mannschaft aber nicht. Der Trainer sagte selbstkritisch: „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht wirklich viel nach vorne gemacht und auch die Chancen nicht genutzt.“ So blieb Hollenburg im Spiel und kam spät zurück. In der 87. Minute traf Patrik Hrnko zum 1:1, ehe Tobias Kiener in der Nachspielzeit noch das 1:2 nachlegte. Aus einer Führung wurde für Fels damit in wenigen Minuten doch noch eine bittere Niederlage.

Überzahl brachte nicht den erhofften Vorteil

Gerade dieser Umstand beschäftigte Micanovic nach dem Spiel besonders, denn aus der numerischen Überlegenheit konnte seine Mannschaft aus seiner Sicht zu wenig Kapital schlagen. „Wir haben das nicht so ausgenutzt, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagte er offen. Gleichzeitig lieferte er auch die Erklärung nach, warum ein Spiel gegen zehn Mann oft nicht automatisch leichter wird. „Jeder weiß, es ist schwierig, gegen einen Gegner zu spielen, der nur noch zehn Mann hat, weil man noch mehr laufen muss.“ Insgesamt war der Fels-Coach mit dem Auftreten seiner Mannschaft trotzdem nicht unzufrieden. „Wir waren aggressiv dabei von der ersten Minute an. Wir waren auf den Gegner drauf. Wir haben eigentlich das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten.“ Was fehlte, war für ihn vor allem die Effizienz: „In der ersten Halbzeit hatten wir zwei Chancen, in der zweiten eine. Da müssen wir mehr daraus machen.“

Zwei hohe Bälle entscheiden das Spiel aus Sicht des Trainers

Den entscheidenden Unterschied sah Micanovic letztlich weniger in einer klaren Überlegenheit einer Mannschaft, sondern in Details. „Es war einfach eine ausgeglichene Partie, und durch Kleinigkeiten hätte man es vielleicht anders entscheiden können“, meinte er. Als besonders unangenehm beschrieb er die Umstellung des Gegners: „Mit der Einwechslung des zweiten Stürmers haben sie sehr viele hohe Bälle gespielt. Das wurde uns dann zum Verhängnis.“ Genau dort ortete er auch den Grund für die Gegentore. „Mit hohen Bällen tun wir uns sehr schwer.“

1. Klasse Nordwest-Mitte: Fels : Hollenburg - 1:2 (0:0)

  • 91
    Tobias Kiener 1:2
  • 87
    Patrik Hrnko 1:1
  • 58
    Patrick Klaffl 1:0