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„Das 1:0 vor der Pause war ganz wichtig“ – Zellerndorf holt das Derby in Heldenberg mit 2:1

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SV Heldenberg
SV Zellerndorf

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Heldenberg das Bezirksderby gegen SV Zellerndorf mit 1:2 verloren. Für Obmann Ferdinand Riedl lag der Unterschied vor allem im richtigen Timing und in der besseren Verwertung der Möglichkeiten. Das 1:0 kurz vor der Pause gab den Gästen Ruhe, das 2:0 nach Seitenwechsel legte nach. Danach wurde es zwar noch einmal eng, am Ende brachte Zellerndorf den Vorsprung aber über die Zeit.

Spieler ziehen auf der Ersatzbank ihre Schuhe an

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ein Derby, das genauso lief, wie es erwartet worden war

Riedl musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er diese Partie einordnet. „Es war die erwartete harte Partie. Es ist doch ein Bezirksderby, und beide Mannschaften haben ihre Chancen gehabt. Es war viel Mittelfeld und ein hartes Spiel“, sagte der Zellerndorf-Obmann. Genauso entwickelte sich die Begegnung dann auch über weite Strecken. Vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, beide Teams mussten zudem mit Ausfällen umgehen und personell einiges auffangen. Umso wichtiger war für die Gäste der Zeitpunkt des Führungstreffers. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel nach einem Standard das 0:1, Jakub Ptacek war zur Stelle. „Das 1:0 kurz vor der Pause war ganz wichtig. Das hat uns einen Befreiungsschlag gegeben“, brachte es Riedl auf den Punkt.

Das zweite Tor bringt Zellerndorf in die gewünschte Lage

Mit dem Vorsprung im Rücken ging Zellerndorf befreiter in die zweite Hälfte, genau diesen Zusammenhang hob Riedl auch ausdrücklich hervor. „Dass wir das Momentum auf unserer Seite gehabt haben, als wir die Tore geschossen haben, beziehungsweise wann wir sie geschossen haben, das war schon entscheidend“, sagte er. Nach 71 Minuten legten die Gäste nach. Leo Dürnsteiner brachte den Ball nach einer Hereingabe scharf in Richtung Tor und zum 0:2 ins Netz. Für Riedl passte das zum bisherigen Saisonverlauf seiner Mannschaft, weil sie nach seiner Wahrnehmung gerade nach der Pause dranbleibt. „Unsere Mannschaft gibt in der zweiten Halbzeit nicht auf und fightet immer weiter“, sagte er. Dass sich die Gäste diesmal für ihren Aufwand belohnten, war für ihn daher ein zentraler Punkt.

Nach dem 2:1 wird es noch einmal eng, Zellerndorf bringt es aber drüber

Ganz ruhig wurde der Nachmittag aus Zellerndorfer Sicht trotzdem nicht zu Ende gespielt. Nach dem 0:2 schlichen sich laut Riedl noch Fehler ein, aus denen Heldenberg in der 83. Minute durch Raphael Ponzauner zum 1:2 kam. „Dann haben wir uns ein bisschen mehr aufs Verteidigen konzentriert“, sagte der Obmann, und genau darin lag in der Schlussphase die Aufgabe der Gäste. Riedl sah seine Mannschaft insgesamt leicht im Vorteil, weil sie ihre Chancen nutzte und in so einer ruppigen Partie gut dagegenhielt. „Wir waren ein bisschen zweikampfstärker“, meinte er. Auch die Einstellung hob er besonders hervor: „Der Zusammenhalt passt, die Burschen motivieren sich gegenseitig.“ Dazu kam aus seiner Sicht diesmal auch das nötige Quäntchen Glück, das in solchen knappen Derbys oft den Ausschlag gibt. So durfte sich Zellerndorf am Ende nicht nur über drei Auswärtspunkte freuen, sondern auch über einen Auftritt, mit dem der Obmann „im Großen und Ganzen“ zufrieden war. Dass wieder viele Fans mit dabei waren, rundet den Derby-Erfolg aus Sicht der Gäste zusätzlich ab.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Heldenberg : Zellerndorf - 1:2 (0:1)

  • 83
    Raphael Ponzauner 1:2
  • 71
    Leo Dürnsteiner 0:2
  • 46
    Jakub Ptacek 0:1