In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat USC Ruppersthal den USC Fels mit 4:0 besiegt und die Partie schon vor der Pause klar in die eigene Richtung gezogen. Trainer Ewald Jenisch sprach von einem Spiel, das seine Mannschaft „von Anfang bis zum Ende total im Griff“ hatte. Drei Treffer vor dem Seitenwechsel legten die Grundlage, dazu ließ Ruppersthal über weite Strecken kaum etwas zu.

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Jenisch machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, wie er die 90 Minuten gesehen hatte. „Bis auf eine kurze Phase zu Beginn hatten wir das Spiel total im Griff“, sagte der Ruppersthal-Coach. Tatsächlich schilderte er die ersten zehn bis fünfzehn Minuten noch als Phase, in der Fels den Ball ordentlich laufen ließ und versuchte, die Gastgeber herauszulocken. Lange hielt das aus Sicht der Heimelf aber nicht an. Mit dem 1:0 in der 17. Minute durch Artan Selimi begann die Partie klar in Richtung Ruppersthal zu kippen. Jenisch erklärte, dass die ersten beiden Tore jeweils nach Angriffen über die linke Seite und nach Steilpässen fielen. Beim zweiten Treffer war es in der 33. Minute erneut Selimi, der abschloss. Als Manuel Geiger nur drei Minuten später zum 3:0 traf, war die Linie des Spiels bereits deutlich zu erkennen. „Damit war das Spiel schon sehr frühzeitig in unsere Richtung“, meinte Jenisch, der den Pausenstand von 3:0 als frühe Vorentscheidung einordnete.
Was den Trainer an diesem Nachmittag besonders überzeugte, war nicht nur die Zahl der Tore, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft die Partie kontrollierte. „Wir haben die Chancen genutzt und sind in Wahrheit nie in defensive Verlegenheit geraten. Das war der Schlüssel“, sagte Jenisch. Genau darin sah er auch den klaren Unterschied zwischen den beiden Teams. Ruppersthal war nach seiner Einschätzung auf dem ganzen Feld überlegen, ließ hinten wenig zu und blieb auch nach der Pause die Mannschaft mit mehr Kontrolle. Der vierte Treffer fiel erst in der 81. Minute, passte aber gut ins Gesamtbild. Maurice Matzku traf mit einem Weitschuss zum 4:0 und setzte damit den Schlusspunkt unter einen Auftritt, den der Trainer als durchgehend klar beschrieben hat. „Es war nie die Gefahr da, dass wir das Spiel verlieren können“, sagte Jenisch. Weil Ruppersthal schon nach gut einer halben Stunde mit zwei Toren vorne lag und noch vor der Pause auf 3:0 stellte, blieb aus seiner Sicht nie offen, wohin das Spiel kippen könnte.
Ganz ohne Anerkennung für den Gegner kam Jenisch nach dem Spiel aber nicht aus. Er betonte, dass Fels „alles reingeworfen“ habe und speziell in der Anfangsphase versucht habe, mit seiner Herangehensweise in die Partie zu finden. Nach dem ersten Gegentor sei dieser Plan aber immer schwerer aufgegangen, weil Ruppersthal die Räume gut besetzte und das Spiel nicht mehr aus der Hand gab. Gleichzeitig sprach der Trainer auch einen Punkt an, den er trotz des klaren Erfolgs noch verbessern will. „Wir haben noch immer sehr viele Pausen im Spiel, in denen wir nicht richtig aktiv sind und das Spiel nicht ganz klar nach vorne tragen, obwohl wir das könnten“, sagte Jenisch. Dass der Schiedsrichter dabei kaum Thema war, passte zu einer Begegnung, die er als „sehr fair“ beschrieb. Für Ruppersthal steht damit ein souveräner 4:0-Heimsieg, bei dem Artan Selimi mit einem Doppelpack früh die Tür öffnete, Manuel Geiger noch vor der Pause nachlegte und Maurice Matzku den Deckel draufmachte. Zum Abschluss will Jenisch den Schwung mitnehmen, ohne die angesprochenen Mankos zu übersehen.