In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat sich der SV Heldenberg am Samstag ein 1:1 gegen SV Viktoria Rust erarbeitet. Die Gastgeber gingen vor der Pause durch Tobias Pfaller in Führung, mussten nach dem Seitenwechsel aber noch den Ausgleich hinnehmen. Trainer Manuel Weber sprach nach einer kampfbetonten Partie von einem gerechten Remis und hob vor allem den Einsatz seiner Mannschaft hervor.

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Es war von Beginn an kein Spiel mit vielen offenen Räumen und auch keines, in dem sich eine Mannschaft Chance um Chance herausspielte. Weber schilderte die Partie als über weite Strecken kampfbetont und meinte offen: "Rust hat in der ersten Halbzeit wesentlich mehr Ballbesitzanteile gehabt als wir." Gerade im Mittelfeld waren die Gäste präsent, während Heldenberg selbst zu selten zu klaren Lösungen fand. "Meistens sind uns rund um den Sechzehner die Ideen ausgegangen", sagte der Trainer, der insgesamt nur wenige Abschlüsse auf beiden Seiten gesehen hatte. Trotzdem reichte Heldenberg vor der Pause eine sauber ausgespielte Aktion zur Führung. In der 25. Minute kam Matthias Knell über die linke Seite durch, brachte den Ball flach in die Mitte und Tobias Pfaller vollendete mit der Innenseite zum 1:0. Mit diesem Treffer gingen die Gastgeber in eine Halbzeitpause, in der das Ergebnis mehr hergab als die Zahl der Torchancen.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie etwas offener, ohne dass sie dadurch plötzlich zum offenen Schlagabtausch wurde. Rust blieb die Mannschaft mit den längeren Ballbesitzphasen, Heldenberg hielt mit viel Laufarbeit und einer disziplinierten Defensivleistung dagegen. Weber lobte genau diesen Teil des Auftritts: "Wir sind hinten defensiv gut gestanden, haben gut verschoben und gut gegen den Ball gehalten." In der 53. Minute fiel dann aber doch der Ausgleich, als Jiri Valasek zum 1:1 traf. Ganz einverstanden war der Heldenberg-Trainer mit der Entstehung nicht, denn aus seiner Sicht war dem Treffer ein Foul an Lukas Ehemoser vorausgegangen. Weber sagte dazu: "Das 1:1 war aus unserer Sicht nicht ganz regulär." Er wollte die Szene allerdings nicht überbewerten, weil sich am Gesamtbild des Spiels für ihn wenig änderte. Rust blieb bemüht und aktiv, Heldenberg verteidigte viel weg, und am Ende stand für Weber fest: "Summa summarum geht das Unentschieden in Ordnung."
Dass Heldenberg mit dem Punkt leben konnte, lag für Weber vor allem an der Art, wie seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. Nach vorne sah er dagegen noch klar Luft nach oben. "Spielerisch muss es einfach besser werden", sagte der Trainer und sprach damit einen Punkt an, der sich durch die ganze Partie zog. Immer wieder passierten den Gastgebern laut Weber einfache Ballverluste im Aufbau, dazu kam im Mittelfeld zu oft der Moment, in dem der Ball zu lange gehalten oder die falsche Entscheidung getroffen wurde. "Wir haben manchmal zu lange den Ball gehalten und dadurch Probleme bekommen, überhaupt aus der eigenen Hälfte herauszukommen", sagte er. Umso mehr stellte er den Einsatz seiner Elf heraus. "Die Mannschaft hat heute gefightet, und dieser Fight hat sich mit dem Punkt belohnt." Besonders hob Weber dabei auch jene Spieler hervor, die diesmal mehr Verantwortung übernehmen mussten und verwies zugleich darauf, dass seine Mannschaft leider schon seit mehreren Wochen nicht in voller Besetzung antreten konnte.
Ganz ohne späten Moment, in dem noch mehr drin gewesen wäre, ging die Partie dann aber doch nicht zu Ende. In der 85. Minute zog Matthias Knell aus gut 40 Metern ab, nachdem er gesehen hatte, dass der Rust-Schlussmann etwas weiter vor dem Tor stand. Weber nannte die Szene den möglichen "Lucky Punch", weil der Ball gefährlich aufs Tor kam und vom Torhüter nur noch über die Latte gelenkt werden konnte. Genau in solchen Umschaltsituationen hatte sich der Heldenberg-Trainer insgesamt mehr gewünscht. "Diese Umschaltsituationen hätten wir besser zu Ende spielen können, dann wäre etwas drin gewesen", sagte er. In der Nachspielzeit sah David König bei den Gästen noch die Rote Karte, am Ergebnis änderte das aber nichts mehr. So nimmt Heldenberg gegen den Tabellenführer einen hart erarbeiteten Punkt mit, während Rust trotz des Remis an der Spitze bleibt.