Spielberichte

„Wir wagen jetzt einen Komplettumbruch“ – ATSV Hollabrunn stellt nach 15 Niederlagen alles um

ATSV Hollabrunn

In der 1. Klasse Nordwest kämpft der Tabellenletzte ATSV Hollabrunn um den Neustart. Nach einer schwierigen Hinrunde mit deutlichen Niederlagen – zuletzt etwa 0:6 gegen USV Nappersdorf oder 0:7 gegen SK Ernstbrunn – hat Roland Haider in den letzten drei Partien die Verantwortung übernommen. Der Trainer steht vor einer großen Aufgabe: Nach einer Saison, die sportlich kaum noch zu retten war, kündigt er tiefgreifende Veränderungen an. Sein Ziel ist es, eine neu strukturierte Mannschaft für die kommende Saison aufzubauen, um in der zweiten Klasse wieder neu anzugreifen.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Bilanz der letzten Spiele und Tabellenlage

Die Schlussphase der Spielzeit verlief für Hollabrunn ernüchternd. Im Oktober und November setzte es eine Serie klarer Niederlagen: ein 1:4 bei Obritz / Hadres-M., ein 0:13 bei SV Göllersdorf, gefolgt von einem 0:7 gegen den SK Ernstbrunn, einem 1:7 gegen Eintracht Pulkautal und einem 0:6 gegen USV Nappersdorf. In der Tabelle der 1. Klasse Nordwest liegt der Klub nach 15 Runden ohne Punkte auf Rang 15, während Großrußbach mit 42 Zählern souverän an der Spitze steht. Roland Haider übernahm erst in den letzten drei Begegnungen – zu einem Zeitpunkt, als die Saison aus seiner Sicht „eigentlich schon gelaufen war“.

Veränderungen im Kader und im Verein

Seit Haiders Amtsantritt sind beim ATSV Hollabrunn deutliche Umbrüche im Gange. „Wir haben einige Abgänge, ich glaube an die acht, neun Stück, und drei Zugänge“, erläutert der Trainer. Zudem gibt es einen Langzeitverletzten, der sich in einem Reserve-Match der Herbstsaison das Kreuzband gerissen hat und erst im Sommer zurückerwartet wird.

Doch nicht nur personell, auch im organisatorischen Bereich bewegt sich viel: „Wir sind gerade dabei, dass wir im Verein neu aufbauen und das Ganze neu strukturieren“, beschreibt Haider den laufenden Prozess. Diese Neuorganisation sieht er als Grundlage, um kommende Herausforderungen besser meistern zu können.

Führungsspieler und Perspektive für den Neustart

Trotz der Belastung einer sieglosen Saison erkennt Haider im Team Charakterspieler, die Verantwortung übernehmen. Besonders hebt er Besnik Nuredini und Adnan Musanovic hervor: „Sie sind immer da, wenn man sie braucht. Es ist wichtig, dass wir zwei solche Führungsspieler haben, die das Ganze lenken.“ Diese Konstanz soll das Fundament des Neuaufbaus bilden. Der Abstieg in die zweite Klasse gilt als kaum vermeidbar, was Haider offen zugibt: „Der Abstieg ist so gut wie fix, aber wir schauen, dass wir jetzt eine Mannschaft zusammenbekommen, um in der zweiten Klasse wieder voll angreifen können.“

Die Stimmung im Team beschreibt er als „etwas betrübt“, doch zugleich sieht der Trainer darin die Chance, aus der aktuellen Schwäche einen Neubeginn zu formen. Er zeigt sich entschlossen, die schwierige Phase als Ausgangspunkt für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen – mit dem langfristigen Ziel, den ATSV Hollabrunn wieder zu stabilisieren und sportlich konkurrenzfähig zu machen.