In der 1. Klasse Nordwest richtet Helmut Mohacsi, Sektionsleiter von SV Spillern, den Blick auf die Ausgangslage vor dem Wiederbeginn. Die Vorbereitung in Wien fand auf Kunstrasen statt, die Trainingsqualität war hoch, die Eindrücke aus den Tests fielen gemischt aus. Zudem gibt es vier offene Ausfälle mit unklarem Einsatzstatus für den Auftakt. Grundsätzlich überwiegt jedoch die positive Stimmung im Verein. SV Spillern überwintert auf Tabellenrang 11; personelle Anpassungen im Winter und Veränderungen im Vereinsumfeld prägen die Ausgangslage vor dem Start.

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Mohacsi beschreibt die Lage im Kader als von Verletzungen beeinflusst, ohne die Zuversicht im Verein zu verlieren: „Leider hat uns der Verletzungsteufel erwischt. Wir haben kein einziges Spiel mit vollem Kader absolviert; schon beim ersten Saisonspiel gab es drei Verletzte, und das zog sich durch die gesamte Vorbereitung. Stand jetzt haben wir vier Ausfälle, bei denen unklar ist, ob wir in der 1. Runde wieder auf sie zurückgreifen können. Insgesamt war die Vorbereitung aber in Ordnung: Wir haben in Wien auf Kunstrasen trainiert und dadurch durchgehend gut arbeiten können. In den Tests wechselten starke mit schwächeren Phasen – die Stimmung im Verein ist dennoch positiv.“
Zur Winterschnittstelle erläutert der Sektionsleiter: „Wir haben zwei Torhüter und zwei Feldspieler abgegeben und im Winter nur einen Tormann geholt, ansonsten ist der Kader gleich geblieben. Aus der U23 haben wir zwei Spieler hochgezogen, die Potenzial mitbringen. Bei den Verletzten hoffen wir, dass vielleicht zwei Akteure zeitnah zurückkehren; bei zwei weiteren müssen wir noch Untersuchungen abwarten, es könnte länger dauern.“
Als positive Beispiele für Entwicklungsschritte hebt er die Youngster Tobias Piringer, Luca Zivkovic und Dominik Karlovic hervor. Aus dem Kreis der Routiniers bezeichnet er Maximilian Jäger, Kapitän Patrick Purtscher sowie Anes Dzilic als wichtige Stützen: „Die Mischung zwischen Jung und Alt passt – jeder trägt seinen Teil bei.“
Auch neben dem Platz hat sich Entscheidendes getan: Seit Jänner arbeitet ein neues Führungsteam, zudem wurde die Trainerposition neu besetzt. Das letzte Meisterschaftsspiel hatte Mohacsi interimistisch geleitet; mit Beginn der Vorbereitung wurde der Posten fix vergeben. Mit Blick auf die Konkurrenz betont er den Respekt vor den Topteams der Liga: Eine Halbsaison ohne Punkteverlust spreche für die dortige Arbeit.
Insgesamt sei das Niveau in der 1. Klasse Nordwest deutlich gestiegen – es gebe kaum mehr sogenannte „Jausengegner“, nahezu jede Partie sei eng und könne in beide Richtungen kippen. Ziel von SV Spillern bleibt es, über mehr Konstanz, stabile Defensivarbeit und höhere Durchschlagskraft im letzten Drittel schnell Abstand zu den unteren Rängen zu gewinnen.