Spielberichte

Martin Haselmayr Trainer des USV Leitzersdorf: „Das Unentschieden war gerecht“ – Derby 1:1 gegen USVG Großrußbach

USV Leitzersdorf
Großrußbach

Aufgewühlte Schlussphase, intensive Zweikämpfe und ein Derby, das lange auf der Kippe stand: Trainer Martin Haselmayr von USV Leitzersdorf ordnet das 1:1 gegen USVG Großrußbach in der 1. Klasse Nordwest ein. Er schildert die ersten zehn Minuten mit klaren Vorteilen für Großrußbach, danach stabilisierte sich seine Mannschaft und ging durch Dino Cavkic in Führung. Viele Fouls prägten die Partie, klare Chancen blieben selten. Nach der Pause ließ seine Mannschaft die große Möglichkeit aufs 2:0 liegen – kurz darauf folgte eine Gelb-Rote Karte gegen Alexander Zotter, woraufhin Leitzersdorf tief verteidigte und den Ausgleich durch Gregor Gnant kassierte. In der hitzigen Endphase sah Haselmayr Großrußbach näher am Sieg, betonte aber die Gerechtigkeit des Remis.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schlüsselphasen und der Wendepunkt

Die Führung für Leitzersdorf fiel nach starker Umstellung: In der 21. Minute traf Dino Cavkic zum 1:0, mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Nach Wiederanpfiff gab es die „große Chance aufs 2:0“. Der Wendepunkt folgte in der 59. Minute mit Gelb-Rot gegen Alexander Zotter, vier Minuten später stellte Gregor Gnant für Großrußbach auf 1:1. „Am Schluss war Großrußbach dem Sieg näher“, so Haselmayrs Fazit – das gerechte Unentschieden stellte er dennoch außer Frage.

Taktischer Plan und Kollektiv als Leitmotiv

Haselmayr hob die strategische Vorbereitung hervor: „Wir haben genau gewusst, wie Großrußbach spielt. Sie bringen oft vier Spieler in die letzte Linie. Da haben wir Mann-gegen-Mann verteidigt. Sie agieren viel mit langen Bällen – darauf waren wir sehr gut eingestellt.“ Bis zum Platzverweis ließ Leitzersdorf kaum etwas zu und hielt das Duell offen. Einen Einzelspieler wollte der Coach trotz Derby-Intensität nicht herausheben: „Wir waren im Kollektiv sehr stark – eine gute Mannschaftsleistung.“

Personalfragen, Derbykulisse und Blick auf den Gegner

Personell musste Leitzersdorf improvisieren. Haselmayr erklärte: „Uns haben Spieler gefehlt: Zwei Innenverteidiger mit Nico Gerak und Rene Gössl, dazu Ivan Bosnjak im Mittelfeld. Stefan Jovanovic ist zwar eingewechselt worden, war aber nicht richtig fit – den wollten wir eigentlich gar nicht bringen.“ Zur Spielweise des Gegners sagte er: „Großrußbach hat mich mit Ihrer Spielweise nicht überrascht.“ Er verwies auf den einfachen, aber wirksamen Ansatz mit langen Bällen zu agieren und den gefährlichen Stürmer Marcel Sieber, den es konsequent zu verteidigen gelte. Die Stimmung am Platz beschrieb Haselmayr als lebhaft – viele mitgereiste Gästefans, eine hitzige, aber spannende Derby-Atmosphäre. Mit der Leistung des Referees war er deutlich unzufrieden: „Ich bin mit der Schiedsrichterleistung gar nicht zufrieden.“

1. Klasse Nordwest: Leitzersdorf : Großrußbach - 1:1 (1:0)

  • 63
    Gregor Gnant 1:1
  • 21
    Dino Cavkic 1:0