Spielberichte

USV Niederleis-Trainer Markus Wolf: „Zweite Halbzeit war eindeutig“ – Lörinczi trifft fünfmal beim 7:0 gegen Hollabrunn

USV Niederleis
ATSV Hollabrunn

Mit einem klaren Auftritt gegen den ATSV Hollabrunn meldete sich der USV Niederleis nach einer spielfreien ersten Runde in der 1. Klasse Nordwest zurück. Für Trainer Markus Wolf war die Partie „gerecht auf jeden Fall“. Die Ausgangslage beschrieb er mit spürbarer Vorfreude und Respekt: Vor dem Anpfiff sei „die Anspannung groß, weil man halt nicht weiß, wo man steht“. Hollabrunn agierte wie erwartet sehr kompakt in der Defensive und hielt lange an einem abwartenden Plan fest. Niederleis fand zunächst „okay, aber nicht berauschend“ ins Spiel, übernahm dann aber immer konsequenter die Kontrolle – und setzte in Hälfte zwei ein deutliches Zeichen.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Spielkontrolle und klare Verhältnisse

Wolf zeichnete ein klares Bild vom Kräfteverhältnis: „Ballbesitzphasen haben eigentlich fast nur wir gehabt.“ Der Gegner habe, wenn er am Ball war, vor allem auf lange Zuspiele in die Spitze gesetzt, wodurch Niederleis im Zentrum und in der Rückwärtsbewegung selten gefordert wurde. Prägend war vor allem der deutliche Unterschied zwischen den Spielhälften. Während Wolf die Leistung vor der Pause als ausreichend, aber ausbaufähig einordnete, bekräftigte er: „Zweite Halbzeit war dann eigentlich eindeutig.“

Die Steigerung nach Wiederbeginn war sofort sichtbar – gleich zu Beginn boten sich mehrere Großchancen, die der Hollabrunner Torhüter stark entschärfte. Insgesamt, so Wolf, blieb Hollabrunn harmlos: „Der Gegner hat im ganzen Spiel eine Halbchance gehabt.“ Technisch sei das Duell „kein Leckerbissen“, doch mit Struktur, Tempo gegen den Ball und klaren Abläufen nahm Niederleis dem Gegner früh den Spielfluss.

Effizienz, Standards und Torflut

Die zweite Halbzeit brachte eine Welle von Möglichkeiten – und viele Tore durch Frantisek Lörinczi. Gleichwohl sah Wolf Luft nach oben in der Chancenverwertung: Von den „hundertprozentigen hätten wir noch mindestens fünf Tore mehr machen müssen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.“ Besonders zufrieden war er mit den ruhenden Bällen: „Wir haben heute so viele Standardtore gemacht, wie ich in den letzten anderthalb Jahren insgesamt von meiner Mannschaft gesehen habe.“ Eckbälle, ein von Stanislav Skuta verwandelter Strafstoß und ein direkter Freistoß von Stanislav Skuta prägten das Offensivbild: „Sehr, sehr positiv, dass wir endlich einmal über die Standards auch stark sind.“

Ein personelles Ausrufezeichen setzte zudem Frantisek Lörinczi, der fünfmal traf und die Überlegenheit eindrucksvoll untermauerte. Die Treffer erzielte Frantisek Lörinczi in der 12., 38., 65., 69. und 79. Minute. Zur Pause lag Niederleis 2:0 vorne, am Ende stand ein 7:0 – ein Resultat, das die Kräfteverhältnisse widerspiegelt und laut Wolf sogar niedriger ausfiel, als es die Vielzahl der Chancen nahelegte.

Halbzeitbotschaft, Elfmeter-Korrektur und Derby-Fokus

In der Kabine blieb die Formation unverändert – der Inhalt der Ansprache nicht: „Aufstellung haben wir nichts geändert.“ Wolf monierte vor allem das Spiel gegen den Ball und forderte mehr Laufarbeit sowie Einfachheit im Passspiel. Der Start in Hälfte zwei lieferte prompt die gewünschten Signale: „Dort hat der Hollabrunner Torwart sehr stark gehalten, aber es waren halt zwei hundertprozentige Chancen.“ Ein weiterer Schlüsselmoment: der Strafstoß nach Handspiel. „Der Schiedsrichter hätte zuerst Freistoß gegeben, obwohl es im Sechzehner war. Zum Glück hat der offizielle Linienrichter das gesehen“, schilderte Wolf die Korrektur zur Elfmeter-Entscheidung.

Der Blick richtet sich nun nach vorn – auf das Derby beim SK Ernstbrunn: „Ich glaub, alle Spieler, alle Fans, auch die Ernstbrunner werden sich freuen“, sagt Wolf, der zugleich die Messlatte legt: „Nur mit einer Topleistung wird man Ernstbrunn ärgern können.“ Nach einem gelungenen Einstieg in den Pflichtspielrhythmus liegt der Fokus nun auf einer intensiven Trainingswoche – mit der klaren Erwartung, die gezeigte Dominanz und Standardstärke in das Nachbarschaftsduell zu tragen.

1. Klasse Nordwest: Niederleis : Hollabrunn - 7:0 (2:0)

  • 79
    Frantisek Lörinczi 7:0
  • 69
    Frantisek Lörinczi 6:0
  • 68
    Frantisek Lörinczi 5:0
  • 65
    Frantisek Lörinczi 4:0
  • 54
    Frantisek Lörinczi 3:0
  • 38
    Frantisek Lörinczi 2:0
  • 12
    Frantisek Lörinczi 1:0