Spielberichte

„Dann war die Freude riesengroß“ – SC-Stronsdorf-Trainer Bernd Zinser über den 2:1-Sieg gegen USV Leitzersdorf

SC Stronsdorf
USV Leitzersdorf

Ein früher Rückstand, Wind und ein schwer zu bespielender Platz – und am Ende ein Elfmeter in der absoluten Schlussphase: Das Heimspiel des SC Stronsdorf in der 1. Klasse Nordwest gegen USV Leitzersdorf entwickelte sich weniger zum Schaulaufen als zum Belastungstest für Nerven und Widerstandskraft. Trainer Bernd Zinser sprach von intensiven Zweikämpfen, vielen Ballverlusten und einem Spiel, das durch äußere Faktoren geprägt war – und von dem Gefühl, sich die drei Punkte über neunzig Minuten verdient zu haben. Seine Schilderungen zeichnen ein Match mit klaren Wendepunkten, in dem die Mannschaft trotz widriger Bedingungen eine späte Antwort fand.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

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Früher Rückschlag, zäher Gegenwind

Zinser ordnete die Partie von Beginn an ein: „Wir sind früh in Rückstand geraten – das hat Leitzersdorf in die Karten gespielt. In der ersten Halbzeit haben wir uns gegen den Wind sehr schwergetan, die Platzverhältnisse waren auch nicht gut. Am Ende sind wir zufrieden, dass wir die drei Punkte geholt haben. Über neunzig Minuten war es verdient, weil Leitzersdorf nur zweimal aufs Tor geschossen hat und wir vier, fünf gute Chancen hatten.“

Der Coach betonte damit sowohl die äußeren Widrigkeiten als auch die eigene Chancequalität über die gesamte Spieldauer. Den frühen Führungstreffer der Gäste zum 0:1 erzielte Nils Reiterer (4.).

Zwischen Diskussionen und Standards

Rund um die frühe Führung der Gäste gab es an der Seitenlinie Diskussionsstoff: „Es wurde debattiert, ob der Ball im Aus war – das darf uns aber nicht beeinflussen.“ Gleichzeitig erschwerten Wind und Untergrund den Rhythmus: „Der Gegner hat viel mit weiten, langen Bällen gearbeitet. Für unser Spiel mit Ball war das sehr schwer zu bändigen.“

Chancen waren dennoch da: „Vor der Pause hatten wir zwei gute Möglichkeiten. Gleich nach Wiederbeginn liefen wir alleine aufs Tor, da hätten wir ausgleichen können.“ Der Ausgleich fiel schließlich aus einer Standardsituation: Nach einem hohen Ball hob Stefan Edelbauer den Leitzersdorfer Keeper sehenswert über – das 1:1 (58.) und der erste große Gegenakzent der Hausherren.

Dramatik in der Schlussphase und große Erleichterung

Als die Partie zu kippen drohte, hielt Stronsdorfs Schlussmann kurz vor Ende stark und verhinderte bei einem Weitschuss den erneuten Rückstand. Aus einem eigenen Corner heraus schalteten die Gastgeber sofort um: Dominik Urbancok schickte Kevin Seiter in die Gasse, der folgende Angriff mündete in einem Strafstoß. Vom Punkt übernahm Dominik Urbancok die Verantwortung – und verwandelte eiskalt zum 2:1 (90.). Zinser brachte die Intensität dieser Minuten auf den Punkt: „Ich denke, es war insgesamt ein sehr intensives Match mit vielen Zweikämpfen und vielen Ballverlusten – auch dem Platz geschuldet. Wenn man so spät per Elfmeter trifft, gehen die Gefühle durch: Trifft er oder nicht? Und schlussendlich hat ihn der Dominik Urbancok reingemacht – dann war die Freude riesengroß.“

Für die kommenden Wochen lautet die Botschaft klar: „Verbessern kann man sich immer. Aber jetzt genießen wir den Moment. Ich hoffe, dass uns der Sieg – vor allem so spät – Auftrieb gibt. Wir wollen daran anschließen und den nächsten Dreier einfahren.“

1. Klasse Nordwest: Stronsdorf : Leitzersdorf - 2:1 (0:1)

  • 92
    Dominik Urbancok 2:1
  • 58
    Stefan Edelbauer 1:1
  • 4
    Nils Reiterer 0:1