Klare Worte nach dem Auswärtsspiel in Großmugl: Christoph Rahming, Co-Trainer des UFC Wildendürnbach, ordnet die Partie in der 1. Klasse Nordwest gegen ÖTSU Großmugl ein. Er beschreibt ein zweikampfintensives Duell mit schwierigem Start, einer Korrektur nach der Anfangsviertelstunde und einem späten Kraftakt seines Teams. Zwischen Enttäuschung über die eigene Haltung und Anerkennung einzelner Phasen zeichnet Rahming ein ehrliches Bild: frühe Gegentore, verpasste Möglichkeiten, ein rascher Anschluss nach der Pause und eine gelb-rote Karte prägten die Stimmung – flankiert von deutlicher Selbstkritik und klaren Erwartungen an die Offensive.

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Rahming spricht von einem kampfbetonten Nachmittag: „Generell eine große Enttäuschung und es war von Zweikämpfen geprägt.“ In seiner Analyse hebt er zwei klar voneinander getrennte Phasen hervor: Zu Beginn bestimmte ÖTSU Großmugl das Geschehen, Wildendürnbach wirkte überrascht, gewann weder erste noch zweite Bälle und leistete sich viele Fehler. „Nach fünfzehn Minuten sind wir dann besser ins Spiel gekommen – auch aufgrund einer taktischen Umstellung. Da war es dann eher ausgeglichen.“
Das 0:1 fiel nach einem Fehler im Aufbau und einem anschließenden Foul im Strafraum – „das hat Benjamin Emeder eiskalt verwertet.“ Kurz darauf das 0:2: Nach einem Eckball klärte Wildendürnbach zunächst, rückte dann aber zu langsam heraus; der Ball wurde erneut in den Strafraum gespielt, das Kopfballduell ging verloren, und Josip Bosnjak erhöhte. Vor der Pause sah Rahming dennoch drei nahezu hundertprozentige Möglichkeiten seiner Elf: „Wir hätten vor der Halbzeit meiner Meinung nach drei, ja, fast hundertprozentige Torchancen gehabt. Da haben wir den Anschlusstreffer nicht gemacht.“ Standards spielten insgesamt kaum eine Rolle: „Standards waren in diesem Spiel eher Mangelware.“
Aus der Kabine kam Wildendürnbach deutlich verbessert heraus; der Anschlusstreffer fiel kurz nach Wiederbeginn, Torschütze war Vojtech Pazdera zum 1:2. Rahming erinnert sich an eine starke Phase seiner Mannschaft: „In der zweiten Halbzeit kann ich mich an keine wirkliche Großchance von Großmugl erinnern.“ Er trauert einer Riesenchance zum Ausgleich hinterher: „Nach dem Anschlusstreffer hätten wir das 2:2 machen müssen. Nach einem Dribbling am Torhüter vorbei wurde der Winkel zu spitz.“ In Minute 81 schwächte eine gelb-rote Karte gegen Adam Teichmann die Gäste, die Schlussphase musste Wildendürnbach in Unterzahl bestreiten – „da hat er der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen.“ Gleichzeitig betont Rahming: „Schiedsrichter war okay. Alle strittige Entscheidungen waren richtig.“ Zum Umfeld sagt er: „Der Platz ist schief, uneben, steinhart, teilweise wieder weich. Gut, das ist der Jahreszeit geschuldet.“ Sein Fazit bleibt ungeschönt: „Positive Sachen nehmen wir aus diesem Spiel jetzt nicht unbedingt viel mit.“ Zugleich richtet er den Blick nach vorne: „Diese Liga ist extrem eng beieinander und wir müssen in jedem Match fighten.“ Und an die vorderste Reihe: „Vor allem in der Offensive müssen wir jetzt endlich einmal einen Gang höher schalten und die Qualität, die wir auf dem Papier haben, auch auf dem Spielfeld sehen.“