Spielberichte

Atzenbrugg ist Meister: Grubmüller und Bayerl treffen beim 2:0 in Lengenfeld

SC Lengenfeld
USV Atzenbrugg/H.

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte fixierte der USV Atzenbrugg/H. mit einem 2:0 beim SC Lengenfeld den Meistertitel. Nach einer nervösen, aber kontrollierten Vorstellung trafen Philip Grubmüller vor der Pause und Christoph Bayerl spät. Sportchef Karl Heinz Grüneis sprach von einem zähen Arbeitssieg: „Wir waren konzentriert, aber nervös – und haben genau dann zugeschlagen.“ Der Favorit erledigte die Pflicht, der Rest war Jubel, Dank an die Unterstützer und ein Augenzwinkern Richtung Verfolger.

Jugendliche Spieler mit Bällen

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Nervöser Favorit, tiefer Gegner – und ein erster Stich vor der Pause

Atzenbrugg kam mit der großen Chance auf den Titel nach Lengenfeld – und genau das war zu spüren. „Unsere Mannschaft war sehr konzentriert und fokussiert, aber natürlich auch nervös, weil wir gewusst haben: Wenn wir das Spiel gewinnen, dann werden wir Meister“, sagte Karl Heinz Grüneis. Lengenfeld stand tief und extrem kompakt, machte die Räume eng und lauerte auf Konter. „Der Gegner ist sehr tief gestanden, das hat uns das Spiel nicht erleichtert. Wir waren dominant, der Gegner ist kaum über die Hälfte gekommen“, schilderte der Sportchef. Umso bemerkenswerter: Die ersten beiden guten Chancen gehörten dennoch den Hausherren – der Atzenbrugger Schlussmann Simon Gutscher blieb zweimal stark. „Wir sind ruhig geblieben und haben viele Chancen herausgespielt, aber lange wenig Zählbares daraus gemacht.“ Dann fiel das wichtige 0:1: In Minute 39 stellte Philip Grubmüller auf 0:1 – Grüneis führte die Szene auf ein Pressing von Maximilian Müllner gegen den herausgerückten Keeper und den folgenden Abschluss aus rund 30 Metern ins leere Tor zurück.

Kopp-Flanke, Bayerl-Kopfball: der Deckel in Halbzeit zwei

Mit dem 0:1 zur Pause hatte Atzenbrugg den Titel schon in der Hand, die Anspannung blieb aber. „Die Mannschaft war weiterhin nervös, aber konzentriert. Noch nervöser war wahrscheinlich unser Erfolgs-Trainer Dominique Knoflach“, meinte Grüneis mit einem Schmunzeln. Lengenfeld blieb unbequem, setzte mit schnellen Umschaltmomenten weiter Nadelstiche. Atzenbrugg hielt dagegen, ließ hinten wenig zu und wartete auf die Entscheidung. Die fiel in der Schlussphase: Eine scharfe Hereingabe von Johannes Kopp fand den Weg in den Strafraum, dort war der eingewechselte Christoph Bayerl zur Stelle und köpfte zum 0:2 ein (79.). „Zur Halbzeit waren wir mit einem Schritt Meister, mit dem zweiten Tor war es durch“, ordnete Grüneis ein. Dass Bayerl erst wenige Minuten davor gekommen war, passte für den Sportchef ins Bild eines Abends, an dem Geduld und Effizienz wichtiger waren als Glanz. Lengenfeld blieb bis zum Schluss engagiert, doch Atzenbrugg brachte den Vorsprung abgeklärt über die Zeit.

Analyse, Kritik und große Erleichterung – Atzenbrugg feiert den Titel

In der Analyse blieb Grüneis ehrlich: „Funktioniert hat nur, dass wir konzentriert waren. Ansonsten hat nicht recht viel funktioniert. Dennoch hat es gereicht, dass wir 2:0 gewonnen haben und Meister sind – somit Schwamm drüber.“ Den Gegner lobte er ausdrücklich: „Lengenfeld ist tief und kompakt gestanden, hat eine gesunde Härte angewendet und mit guten Kontern Nadelstiche gesetzt. Zweimal war es in der ersten Halbzeit richtig gefährlich.“ Für den sportlichen Leiter war nicht eine einzelne Szene der große Unterschied, sondern „über das ganze Spiel einfach die Qualität“. Unzufrieden zeigte er sich mit dem Unparteiischen: „Mit der Schiedsrichterleistung war ich gar nicht einverstanden“, sagte er und verwies auf eine aus seiner Sicht unberechtigte Gelbe Karte gegen einen eigenen Spieler welcher das Foul nicht begangen hat, jedoch nächste Woche ungerechtfertigt gesperrt ist. Am Endergebnis änderte das nichts. „Wir waren klare Favoriten und ich war mir zu 99 Prozent sicher, dass wir heute den Sack zumachen.“ Danach sprach Grüneis den Verfolgern Respekt aus – „Gratulation an Kirchberg, die uns von hinten Druck gemacht haben“ – und blickte auf die wohlverdiente Party: „Nächste Woche wird gefeiert, mit Feuerwerk. Bei uns in Atzenbrugg brennt noch Licht.“

1. Klasse Nordwest-Mitte: Lengenfeld : Atzenbrugg - 0:2 (0:1)

  • 79
    Christoph Bayerl 0:2
  • 39
    Philip Grubmüller 0:1