Spielberichte

Sitzenberg vergibt die Führung und geht in Rust 0:1 leer aus

SV Rust
SC Sitzenberg/R.

Im Derby der 1. Klasse Nordwest-Mitte setzte sich der SV Viktoria Rust knapp mit 1:0 gegen den SC Sitzenberg-Reidling durch. Das Goldtor erzielte Felix Lederhofer in Minute 33. Für Sitzenberg blieb es trotz großem Einsatz und mehrerer guter Möglichkeiten bei der Null. Trainer Armin Wodiczka haderte vor allem mit der vergebenen Führung und der Konsequenz im letzten Drittel – in einem intensiven, aber fair geführten Nachbarschaftsduell, das über die Chancen entschieden wurde.

Nahaufnahme: Spieler setzt zum Eckball an

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Frühe Großchance vergeben, kurz darauf trifft Rust

Der Start hatte aus Sitzenberger Sicht alles, was ein Derby braucht: Tempo, Laufbereitschaft, viele Zweikämpfe – und die große Möglichkeit auf das 1:0. Nach einer starken Flanke kam Haris Garagic völlig frei zum Kopfball, setzte ihn aber neben das Tor. „Mit der Chance müssen wir eigentlich 1:0 in Führung gehen“, ärgerte sich Coach Armin Wodiczka. Fußball-Logik, wie sie oft wehtut: Wenig später klingelte es auf der Gegenseite, Felix Lederhofer schob für Rust in der 33. Minute zum 1:0 ein. Das passte zu Wodiczkas Fazit: „Binnen weniger Minuten hat sich das gedreht. Es ist ein Unterschied, ob du 1:0 vorne bist oder 0:1 hinten.“ Bis zur Pause blieb es beim knappen Rückstand, Rust hatte nach dem Tor mehr vom Spiel, Sitzenberg suchte weiter den Abschluss.

„Knackpunkt war unsere Abschlussschwäche“ – Wodiczka ordnet ein

Im Gespräch nach der Partie zeichnete Wodiczka ein klares Bild. „Es war ein rassiges, temporeiches, vielleicht nicht technisch hochklassiges, aber faires Derby. Aufgrund der Chancen hat Rust verdient gewonnen.“ Den Dreh- und Angelpunkt sah er im verpassten Führungstor: „Der Knackpunkt war, dass wir das 1:0 nicht gemacht haben und postwendend das 0:1 bekommen haben.“ Seine Elf kam immer wieder aussichtsreich bis an oder in den Sechzehner, brachte die Angriffe aber nicht zu Ende. „Wir haben bis zum Sechzehner sehr gut gespielt, aber die Abschlüsse nicht gesetzt.“ Namentlich erinnerte er an gute Möglichkeiten von Andreas Zottl, Adam Beno und Florian Kerzig, die jedoch ungenutzt blieben. „Wenn man keine Tore schießt, kann man bekanntlich nicht gewinnen“, fasste der Trainer nüchtern zusammen.

Kampf angenommen, Gegner leidenschaftlich – Lob auch für den Schiedsrichter

Trotz der Enttäuschung hob Wodiczka Positives hervor: „Wir haben gegen die aggressive, aber faire Spielweise gut dagegengehalten, den Kampf angenommen und viele Zweikämpfe gewonnen.“ Gleichzeitig anerkannte er die Rust-Qualitäten an diesem Abend: „Der Gegner hat sehr viel Leidenschaft an den Tag gelegt, war lauffreudig und in den Zweikämpfen präsent. Rust war an diesem Tag um ein Tor besser und hat verdient gewonnen.“ Klare Worte gab es auch zum Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat eine hervorragende Leistung geboten. Wir wären froh, wenn wir jede Woche so einen hätten.“ In der Tabelle bleibt Rust mit 39 Punkten Fünfter, Sitzenberg hält bei 36 Zählern auf Rang sechs. Der Gratulationsgruß zum Derby-Sieg fiel ehrlich aus – und die Hausaufgabe ebenso: an der Effizienz vor dem Tor arbeiten, damit die guten Phasen wieder Zählbares bringen.

1. Klasse Nordwest-Mitte: SV Rust : Sitzenberg - 1:0 (1:0)

  • 33
    Felix Lederhofer 1:0