Nach Platz 14 in der 2. Klasse Marchfeld steht beim ATSV Weikendorf ein größerer Umbruch an. Karl Roswald, Obmann des ATSV Weikendorf, spricht im Gespräch mit Ligaportal offen von einer enttäuschenden Spielzeit und sieht die kommende Saison als Neustart. Viele junge Spieler, zahlreiche Kaderbewegungen und ein komplett neu besetztes Mittelfeld prägen die Ausgangslage. Die Vorgabe ist dennoch klar: Weikendorf will sich deutlich steigern und zwischen Platz fünf und acht landen.

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Die Bilanz der vergangenen Saison fällt beim Verein nüchtern aus. Roswald wählt dafür ein deutliches Wort: "Schwach." Mehr muss der Obmann im Grunde gar nicht hinzufügen, um die Stimmung nach der abgelaufenen Spielzeit zu beschreiben. Intern hatte man sich spürbar mehr ausgerechnet. "Es war geplant, dass wir ein bisschen besser abschneiden und drei, vier Plätze weiter vorne sind", sagt Roswald.
Dass die Enttäuschung nicht nur aus einer Momentaufnahme kommt, zeigt auch der Blick auf die Schlussphase der Saison: Weikendorf beendete das Spieljahr mit fünf Niederlagen in den letzten fünf Partien. Der 14. Rang passte daher ins Bild einer Saison, in der die Mannschaft den eigenen Erwartungen hinterherlief. Die Konsequenz daraus ist nun ein personeller und sportlicher Neustart. "Darum gibt es wieder einen Neuanfang", sagt Roswald.
Wie umfassend dieser Neustart ausfällt, lässt sich schon an den Bewegungen im Kader ablesen. Laut Roswald haben den Verein acht oder neun Spieler verlassen, gleichzeitig sind sieben oder acht Neue dazugekommen. Namen nannte der Obmann im Gespräch nicht, weil die Detailplanung beim sportlichen Leiter Karl Ehrenstrasser liegt. Klar ist aber bereits, wo angesetzt wurde: "Das komplette Mittelfeld" wurde laut Roswald neu verstärkt, dazu kamen zwei Stürmer.
Damit reagiert der Verein direkt auf die Probleme der vergangenen Saison. Weikendorf verändert nicht nur punktuell, sondern greift in einem zentralen Mannschaftsteil tief ein. Gerade im Mittelfeld soll sich das Spiel der Mannschaft stabilisieren, während im Angriff zusätzliche Optionen geschaffen wurden. Dass ein solcher Umbau Zeit braucht, ist im Verein einkalkuliert.
In der Vorbereitung liegt der Fokus deshalb weniger auf einzelnen Ergebnissen als auf dem Zusammenspiel. "Wir haben sehr viele junge Spieler und die müssen sich jetzt zusammenspielen", sagt Roswald. Genau dort setzt der Verein an. Die Mannschaft soll Abläufe entwickeln, Automatismen aufbauen und als Einheit schneller zusammenfinden als noch in der vergangenen Saison. Im Umfeld bleibt hingegen vieles unverändert. Im Trainerstab gibt es laut Roswald keine Änderungen, organisatorisch "bleibt alles derzeit beim Alten".
Trotz des Umbruchs formuliert der Obmann keine vorsichtige Minimalvorgabe. "Platz fünf bis Platz acht ist als Ziel vorgegeben", sagt Roswald. Weikendorf will sich nicht bloß stabilisieren, sondern spürbar nach oben arbeiten. Ob das gelingt, wird vor allem davon abhängen, wie rasch die vielen jungen Spieler und die zahlreichen Neuzugänge zu einer funktionierenden Einheit werden. Der Verein hat auf die enttäuschende Saison sichtbar reagiert, ohne im Umfeld alles auf links zu drehen. Der Kern der kommenden Monate ist damit klar umrissen: ein neues Mittelfeld, neue Konkurrenz im Angriff, viel Entwicklungsarbeit innerhalb einer jungen Gruppe. Greift dieses Gefüge rasch, könnte Weikendorf in der neuen Saison den eigenen Ansprüchen deutlich näherkommen als zuletzt.