Spielberichte

Korneuburg ringt dem Titelfavoriten mit dem letzten Abschluss eine heroische Punkteteilung ab!

Freitagabend traf die SG Korneuburg/Stetten auf den ASK Ebreichsdorf. Der Erstgenannte war in der vergangenen Runde zum ersten Triumph in der neuen Saison gekommen. Mit dem von den St. Pölten Amateuren entführten Remis nahmen sie nun selbstbewusst diese Hürde in Angriff. Die Gäste andererseits hatten vor einer Woche einen unaufgeregten Erfolg über Ortmann gefeiert. Nun sollte unbedingt gleich der nächste Sieg hier. Es geht ja darum, sich von Beginn weg oben festzusetzen und ein Signal an die Konkurrenz zu senden, dass der Titel tatsächlich nur über sie führt. Die Heimischen avancierten zum Spielverderber, ein Last-Minute-Goal sicherte ihnen einen Zähler.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Unentschieden zur Pause

Rund 300 Zuschauer nahmen in der U/GROUND Arena Platz. Die ortsansässigen Fans fieberten dem Schlager entgegen. Natürlich wussten sie, dass da wirklich eine Topleistung hermusste, um final nicht mit leeren Händen dazustehen. Es kam darauf an, von Beginn weg selbstbewusst und mit der notwendigen Kampfkraft an die Sache heranzugehen. Man kann sich vorstellen, wie Coach Senad Mujakic seine Burschen vor dem Match heißmachte. Die Jungs betraten absolut aufgezuckert den Rasen. Der Glaube an sich selbst machte sich unmittelbar bezahlt. Sinan Kesimal schoss seine Farben aus elf Metern in Front. Auf der hohen Haupttribüne brach ohrenbetäubender Jubel aus. Dem Auswärtsteam gefiel der Zwischenstand klarerweise gar nicht. Genau in dem Moment zeigte es jedoch, wie gefestigt es ist. Die Truppe nahm die Situation professionell an und kämpfte sich in die Partie hinein. Das tat sie mit so einer solchen Vehemenz, dass sie dann recht schnell die Kontrolle übernahm. Die Mannen von Zeljko Ristic gaben den Ton an. Wenig überraschend fiel der Ausgleich. Jan Mülner versenkte eine weitgezogene Flanke direkt im Kasten. Mit dem Stand von 1:1 pfiff der Referee die Hälfte ab.

Massive Action im zweiten Durchgang

Die Ebreichsdorfer konnten mit ihrer Performance soweit sicher nicht vollends zufrieden sein. Wenigstens hatten sie nach dem Rückstand die passende Reaktion gezeigt und alles wieder auf Null gestellt. Der Sieg war noch möglich. Jetzt lautete das Credo, ja nicht wieder rasch hintenzuliegen. Dann könnte man mit der Zeit sicher die höhere Qualität ausspielen. Einer machte da nicht mit, nämlich der Kontrahent. Der Hausherr lief erneut mit fletschenden Zähnen ein und traf verrückterweise wieder sofort. Sinan Kesimal vollendete aus dem Rückraum seinen Doppelpack. Unter den Anhängern wurden Lobeshymnen auf das Talent gesungen. Absolut zurecht! Der ASK konnte es nicht glauben, genau das wollte man verhindern. Verzagen kommt in seinem Wortschatz aber nicht vor. Entsprechend schlug er effektiv zurück. Konsequent zog die Mannschaft ihre Angriffe auf. Mitte der Hälfte belohnte sie sich für die Bemühungen. Der eingewechselte Maximilian Balzer netzte und nur Momente später schaute sogar die Führung für die angereiste Truppe raus. Ognjen Sipka stellte das Ergebnis auf den Kopf. Zumindest vorläufig. Hintenraus fing sich der Titelfavorit eine Rote ein. David Pennerstorfer musste vorzeitig unter die Dusche. In Überzahl packten die Heimischen die Brechstange aus und erhöhten das Risiko. Dieses wurde tatsächlich noch belohnt. Armin Mujakic verhinderten in den letzten Sekunden mit dem Spitz echt die Pleite. Die Korneuburger lagen sich in den Armen und feierten den Torschützen. Der Auftritt wird ihnen ordentlich Kraft für den langen Herbst geben.

Stimme zum Spiel

Senad Mujakic (Trainer SG Korneuburg/Stetten):

„Ein tolles Match! Ich denke, dass die Partie jedenfalls zeigte, welch starker Fußball in der Landesliga geboten wird. Die Ebreichsdorfer stellten bisher ganz klar die stärkste Mannschaft dar, mit der wir es aufnahmen. Schön zu sehen, wie die Burschen unbedingt die Pleite verhindern wollten. Die Emotionen im Finish sind der Grund, warum wir den Sport so lieben.“

Der Beste: Sinan Kesimal (Mittelfeld SG Korneuburg/Stetten)