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ASV Gutenbrunn peilt nach der Aufholjagd erneut die Top vier an

ASV Gutenbrunn

Die Aufholjagd im Frühjahr hat den ASV Gutenbrunn rechtzeitig in Stellung gebracht: Nach einem verletzungsgeprägten Herbst geht der Vierte der vergangenen Saison mit breiterem Kader in die neue Spielzeit der 2. Klasse Waldviertel Süd. „Im Frühjahr konnten wir eine Serie von neun Siegen starten“, sagt Ronald Angerer, Trainer des ASV Gutenbrunn, im Gespräch mit Ligaportal. Die starke Schlussphase wirkt nach – und sie schärft auch den Anspruch, in einer schwer einzuschätzenden Liga wieder vorne dabei zu sein.

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Vom Verletzungsherbst zur Siegesserie

Die vergangene Saison teilt sich in Gutenbrunn klar in zwei Hälften. Im Herbst bremsten zahlreiche Ausfälle die Mannschaft spürbar ein. „Wir hatten ziemlich viele Verletzte und dadurch nicht das nötige Spielvermögen, um ganz vorne mitzuspielen“, sagt Angerer. Der Kader war in dieser Phase zu stark geschwächt, um konstant um die Spitze mitzureden.

Erst mit der Wintervorbereitung änderte sich das Bild. Mehrere Spieler kehrten zurück, dadurch kam wieder Schwung in die Gruppe. Angerer erinnert an einen entscheidenden Umschwung: „Wir hatten eine sehr gute Wintervorbereitung.“ Als sich das Lazarett langsam lichtete und auch ein Rückkehrer nach einem Amerika-Aufenthalt wieder zur Verfügung stand, gewann die Mannschaft an Stabilität. Die Folge war ein Lauf, der Gutenbrunn noch bis auf Rang vier nach vorne brachte. „Das war wirklich eine sehr gute Leistung“, sagt der Trainer über jene Phase, in der sein Team neun Spiele in Serie gewann.

Breiterer Kader, klare Arbeit gegen den Ball

Aus dieser Entwicklung leitet sich auch der Schwerpunkt für den Sommer ab. Im Vordergrund stehen keine spektakulären Veränderungen, sondern eine gute Vorbereitung und personelle Absicherung. „Das Wichtigste ist auf jeden Fall, dass alle Spieler verletzungsfrei durch die Vorbereitung kommen“, betont Angerer. Gerade nach den Erfahrungen des Vorjahres hat dieser Satz besonderes Gewicht.

Gleichzeitig hat der Verein den Kader mit mehreren jungen Spielern ergänzt. Gabriel Scheikl kommt aus Rappottenstein, Clemens Stummer wurde nach einem Jahr im Verein fix von Rappottenstein verpflichtet. Benjamin Buschnig und Moritz Rosenmayr wechseln aus Ottenschlag nach Gutenbrunn, Philip Florreither kehrt nach einem Jahr wieder zurück, Sascha Mayer ist eine Neuanmeldung und David Hahn kommt leihweise vom USC Pöggstall. Bei den Abgängen gibt es dagegen kaum Bewegung: Mit Darius Mann verlässt nur der U23-Tormann den Verein und wechselt nach Amstetten.

Inhaltlich setzt Angerer in der Vorbereitung auf die Arbeit gegen den Ball. „Im Training liegt das Hauptaugenmerk auf Umschaltverhalten, Pressing, der Arbeit gegen den Ball und darauf, als Mannschaft kompakt zu stehen“, sagt er. Fix festgelegt ist vorerst nur eine Rolle: Rosenmayr ist als Zweier-Tormann vorgesehen. Bei den übrigen Neuen will der Trainer die Entwicklung zunächst abwarten.

Rückkehrer und eine Liga mit vielen Fragezeichen

Ein zusätzliches Plus könnte David Schnelzer sein, der nach langer Pause infolge eines Kreuzbandrisses zurückkehrt. Darüber hinaus versuchen auch einige Spieler, die über längere Zeit nicht im Einsatz waren, wieder den Anschluss zu schaffen. Größere Veränderungen im Trainerstab oder im Vereinsumfeld gibt es heuer nicht, der Fokus liegt ganz auf der sportlichen Arbeit.

Die Zielsetzung formuliert Angerer trotz aller Unwägbarkeiten klar. Dass gleich fünf neue Mannschaften in der Liga sind und mehrere Vereine personell kräftig umbauen, macht die Einschätzung schwierig. Auch deshalb hält sich Gutenbrunn mit großen Ansagen zurück. Ganz ohne Ambition geht der Verein aber nicht in die Saison. „Unser Ziel ist dennoch, dass wir unter den ersten vier mitspielen“, sagt Angerer. Nach einem Herbst mit vielen Rückschlägen und einem Frühjahr, das fast alles reparierte, ist das keine vollmundige Ankündigung, sondern eine nachvollziehbare Messlatte.