Der größte Hebel liegt in Maria Taferl heuer klar in der Defensive: Nach Platz acht in der 2. Klasse Waldviertel Süd und 85 Gegentoren stellt sich der USC Maria Taferl mit neuem Trainerteam und modernisierter Anlage neu auf. „Wir wollen uns im sicheren Mittelfeld platzieren“, sagt Martin Ledermüller, Trainer des USC Maria Taferl, im Gespräch mit Ligaportal. Neben dem sportlichen Umbau soll vor allem das Mannschaftsgefüge wieder gefestigt werden.

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Ledermüller selbst steigt als Neuer ein und verzichtet deshalb bewusst auf eine umfassende Rückschau auf die vergangene Saison. Eine Baustelle springt aber auch ohne lange Analyse sofort ins Auge: die Zahl der Gegentore. Gerade in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit kassierte Maria Taferl mehrfach deutlich zu viele Treffer, insgesamt standen am Ende 85 Gegentore zu Buche. Entsprechend klar ist die Stoßrichtung des neuen Trainers. „Das Gemeinschaftsgefüge muss passen, wir müssen wieder eine Einheit werden und den Spaß am Fußballspielen zurückbekommen“, sagt Ledermüller. Dieser Ansatz soll nicht nur die Stimmung heben, sondern sich auch auf dem Platz zeigen. Der Trainerstab wurde neu aufgestellt, Ledermüller arbeitet mit zwei Co-Trainern. Inhaltlich geht es um mehr Ordnung in der Defensive, mehr Stabilität gegen den Ball und einen kontrollierteren Umgang im Ballbesitz.
Die Kernbotschaft für die Vorbereitung ist eindeutig. „Wir müssen die Fehler, die wir gemacht haben, speziell defensiv verbessern, hinten stabil stehen und unsere Chancen nützen“, sagt Ledermüller. Damit benennt er genau jene Punkte, die Maria Taferl in der vergangenen Saison immer wieder aus dem Rhythmus gebracht haben. Der Fokus liegt nicht auf einem radikalen Umbau, sondern auf einem klareren Gerüst. Ledermüller formuliert das auch mit Blick auf die Zahlen. „Im vorigen Jahr hat Maria Taferl 85 Tore bekommen, das müssen wir deutlich reduzieren.“ Dahinter steckt kein spektakulärer Plan, sondern ein bodenständiger Zugang: defensiv kompakter werden, die taktischen Aufgaben sauberer erfüllen und Spiele nicht mehr so leicht aus der Hand geben.
Personell ist die Sommerarbeit noch nicht fertig. Auf der Abgangsseite ist nach Angaben des Trainers noch nichts fix, mehrere Dinge sind noch in Verhandlung. Fix ist hingegen, dass zwei ungarische Legionäre dazukommen sollen: ein Stürmer und ein Innenverteidiger. Namen konnte Ledermüller im Gespräch noch nicht nennen, weil diese bei der sportlichen Leitung liegen. Dazu kommen in der Vorbereitung ein, zwei leicht angeschlagene Spieler, schwerwiegende Ausfälle gibt es derzeit aber nicht. Neben dem personellen Neustart hat sich auch rund um den Platz etwas getan. In Maria Taferl wurde die Anlage erneuert, vor allem die neue Flutlichtanlage eröffnet dem Verein zusätzliche Möglichkeiten. Freitagsspiele sind nun möglich, was den Spielbetrieb flexibler macht. Sportlich wird der USC allerdings vor allem daran gemessen werden, ob aus einer anfälligen Mannschaft eine verlässlichere Elf wird. Der neue Trainer macht aus diesem Anspruch kein Geheimnis: Erst wenn die Defensive hält und das Kollektiv funktioniert, kann sich die Mannschaft über eine ganze Saison hinweg stabilisieren.