Ein starker Herbst hat dem USV Klein-Pöchlarn in der vergangenen Saison den entscheidenden Polster verschafft. In der 2. Klasse Waldviertel Süd lag die Mannschaft zur Winterpause nur zwei Punkte hinter der Spitze, ehe Verletzungen und disziplinäre Probleme im Frühjahr den Kurs veränderten. Harald Schobersberger, Trainer des USV Klein-Pöchlarn, spricht im Gespräch mit Ligaportal über eine Saison mit zwei Gesichtern, vier Neuzugänge und ein Ziel, das diesmal klar formuliert ist: Die Pöchlarner wollen in die Top drei.

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Die vergangene Spielzeit lässt sich in Klein-Pöchlarn kaum anders als zweigeteilt erzählen. Im Herbst mischte der USV überraschend weit vorne mit und hielt bis zur Winterpause Anschluss an die Tabellenspitze. „Im Herbst haben wir eine gute Saison gespielt. Überraschend war, dass wir nur zwei Punkte hinter dem Ersten lagen“, sagt Schobersberger. Was danach kam, kostete die Mannschaft allerdings entscheidend Boden. Der Trainer nennt zwei Gründe, die sich durch das Frühjahr gezogen haben: viele Verletzungen und disziplinäre Ausfälle. „Dadurch haben wir einen großen Rückstand gehabt“, sagt Schobersberger. Sportlich lief es danach nicht mehr rund, der starke Herbst verhinderte aber ein noch schlechteres Ende. „Uns hat die Herbstsaison gerettet, dass wir am Ende auf dem sechsten Platz gelandet sind.“
Personell fällt der Umbruch überschaubar aus. Mit Stürmer Haris Voloder gibt es bislang nur einen Abgang. Gleichzeitig wurde der Kader an mehreren Stellen ergänzt. Neu dazu kommen Gergö Gajdos aus Losdorf, der in der Abwehr zu Hause ist, Simon Schöner aus Mank, Adrian Galfi aus der Slowakei und Leo Frais, der nun fix verpflichtet wurde. Größere Veränderungen rund um die Mannschaft gibt es nicht. Im Trainerstab und im Vereinsumfeld bleibt alles beim Alten. Ein Thema abseits des sportlichen Alltags steht allerdings schon fest: Im kommenden Jahr feiert der Verein sein 80-jähriges Bestehen.
Noch nicht endgültig geklärt ist die Situation im Tor. Der Tormann fehlt laut Schobersberger schon das ganze Frühjahr, deshalb schließt der Trainer eine Nachbesserung nicht aus. „Es kann sein, dass wir bei der Tormannfrage noch nachbessern müssen“, sagt er. Gleichzeitig hofft der Trainer auf einen wichtigen Rückkehrer. Kapitän Fabian Schwarzinger hat im Frühjahr ebenfalls pausieren müssen und soll nun wieder näher an die Mannschaft heranrücken. Gerade nach einer Saison, in der Ausfälle immer wieder zum Thema wurden, hätte seine Rückkehr sportlich und auch für die Hierarchie im Team Gewicht.
In der Vorbereitung setzt Klein-Pöchlarn deshalb bewusst an jenen Punkten an, die aus Sicht des Trainers gefehlt haben. Viel Ausdauer- und Kraftarbeit steht am Programm, dazu soll die Mannschaft taktisch sauberer und im Spiel mit Ball klarer werden. „Taktisch müssen wir ein bisschen was machen, und spielerisch müssen wir auch zulegen“, sagt Schobersberger. Ganz unzufrieden ist er mit der spielerischen Entwicklung dennoch nicht. Vor allem im Frühjahr habe man phasenweise schon gesehen, in welche Richtung es gehen soll. „Spielerisch sind wir eigentlich schon ganz gut drauf, wir wollen Fußball spielen. Wo wir noch zulegen müssen, ist die Kondition.“ Die Zielsetzung fällt entsprechend offensiv aus. „Unser Ziel ist, dass wir unter die ersten drei kommen“, sagt Schobersberger. Nach einem Jahr, in dem der Herbst vieles abgefedert hat, soll Klein-Pöchlarn diesmal über eine ganze Saison stabiler sein. Die Basis dafür ist aus Sicht des Trainers vorhanden, nun muss die Mannschaft zeigen, dass sie den guten Ansatz nicht nur über Monate, sondern bis zum Schluss tragen kann.