Nach Platz zehn in der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal richtet sich USV Bleicher Weiten neu aus. Obmann-Stellvertreter Thomas Loidhold blickt trotz einer durchwachsenen Saison positiv nach vorn. Der Trainerwechsel im Frühjahr habe dem Team wieder „Freude und Leben“ gegeben, dazu setzt der Verein im Sommer bewusst auf einen neuen Weg: USV Bleicher Weiten geht ohne Legionäre in die kommende Spielzeit.

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Ein Blick auf den Saisonverlauf zeigt, warum der Rückblick bei USV Bleicher Weiten differenziert ausfällt. Nach einem starken Start stand die Mannschaft nach zwei Runden sogar an der Spitze, in den Wochen danach ging es in der Tabelle aber Schritt für Schritt nach hinten, am Ende stand Rang zehn. Auch die letzten Ergebnisse passten zu diesem wechselhaften Bild. Dem 4:0 gegen TSU Martinsberg und dem 1:0 gegen Kirchschlag/Waldv. standen Niederlagen gegen SV Yspertal, Ybbs II und zum Abschluss gegen Waldhausen/Gloxwald gegenüber. Loidhold sieht trotzdem einen klaren positiven Punkt. „Mit dem Trainerwechsel im Frühjahr hat sich natürlich ein bisschen was verändert, aber unser neuer Trainer hat das wirklich super gemacht und der Mannschaft wieder Freude und Leben eingehaucht“, sagt er. Gerade deshalb überwiegt bei ihm nicht das Hadern mit dem Tabellenplatz, sondern der Blick auf das, was sich in den vergangenen Monaten entwickelt hat. „Ich sehe das positiv für die neue Saison“, hält Loidhold fest.
Im Kader steht bei USV Bleicher Weiten nun ein spürbarer Umbruch an, vor allem weil mehrere Legionäre nicht mehr dabei sind. Verlassen haben den Verein Branislav Cicho im Tor sowie Jakub Pastinsky und Mikulas Szabo, die im Angriff und im Mittelfeld Optionen waren. Gleichzeitig hat USV Bleicher Weiten bereits neue Spieler geholt. Besonders freut Loidhold die Rückkehr von René Ballwein. „Am meisten freue ich mich, dass wir mit René Ballwein einen Rückkehrer im Team haben, der von Petzenkirchen zurück zu seinem Heimatverein kommt“, sagt er. Dazu verstärkt Timo Bierbaumer das Tor und kommt von Münichreith, im Sturm stößt Michael Fuchs von Hofstetten dazu. Auch der junge Dominik Stieger kommt vom Nachwuchs nun in die Kampfmannschaft hoch. "Er gefällt mir richtig gut und wird auch seine Chancen bekommen, wenn er so weitermacht", meint Loidhold. Die Stoßrichtung für den Sommer ist für Loidhold dabei klar formuliert und dürfte den Verein in den nächsten Monaten prägen. „Wir spielen diese Saison ohne Legionäre. Das probieren wir, und dann schauen wir, wie das wird“, sagt er. Damit setzt USV Bleicher Weiten auf einen bewussten Schnitt und auf mehr Eigenständigkeit im eigenen Kader.
Abseits der personellen Veränderungen setzt USV Bleicher Weiten auf Kontinuität. Im Trainerteam und auf Funktionärsebene bleibt laut Loidhold alles unverändert, größere Themen rund um den Verein gibt es derzeit ebenfalls nicht. Auch die Personalsituation wirkt vor dem Start stabil. „Eigentlich haben wir aktuell keine richtigen Verletzten“, sagt Loidhold. Fabian Kurnik soll nach seiner leichten Verletzung aus dem Frühjahr wieder zurückkommen, sonst geht USV Bleicher Weiten mit einem weitgehend gesunden Kader in die Vorbereitung. Einen klaren Maßstab in der Liga hat Loidhold zuletzt ebenfalls ausgemacht. Waldhausen/Gloxwald habe als Meister „sehr souverän“ und „sehr stark“ gespielt und sich den Titel völlig verdient. Für USV Bleicher Weiten geht es nun darum, den frischen Impuls aus dem Frühjahr mitzunehmen, die Neuen gut einzubauen und zu sehen, wie weit der neue Weg ohne Legionäre den Verein in der kommenden Saison tragen kann.