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„Die Rote Karte war der Schlüssel“ – FC Tulln-Coach Fitzbauer erklärt das 4:0 in Sierndorf

SV Sierndorf
FC Tulln

In der 2. Landesliga Ost hat der SV Sierndorf am zweiten Spieltag gegen den FC Tulln mit 0:4 verloren. Nach einer offenen Anfangsphase kippte die Partie aus Sicht von Trainer Kristian Fitzbauer nach gut 20 Minuten. „Die Rote Karte war sicher der Schlüsselmoment“, sagte der Coach, dessen Mannschaft danach mehr vom Spiel hatte und den zweiten Sieg im zweiten Spiel einfuhr.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach offener Anfangsphase kippte das Spiel

Fitzbauer schilderte den Beginn als durchaus anspruchsvoll. Der SV Sierndorf sei der „erwartet schwere Gegner“ gewesen, dazu eine „richtig spielerisch gute Mannschaft“, die dem FC Tulln in den ersten zwanzig Minuten Probleme gestellt habe. Genau deshalb misst der Trainer der Szene nach gut 20 Minuten so viel Bedeutung bei. „Ab dem Zeitpunkt waren wir natürlich klar spielüberlegen und haben das dann auch mit der Höhe verdient gewonnen“, sagte Fitzbauer. Auf die Führung musste seine Mannschaft danach nicht lange warten: In der 21. Minute traf Niklas Mikulanec zum 0:1, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. Damit war die Richtung der Partie vorgegeben, auch wenn das Spiel zur Halbzeit noch nicht endgültig entschieden war.

Tulln legt nach der Pause schnell nach

Nach dem Seitenwechsel zog der FC Tulln die Partie dann rasch auf seine Seite. Patrick Krammer erhöhte in der 55. Minute auf 0:2, nur zwei Minuten später legte Maximilian Müllner das 0:3 nach. Spätestens da war das Auswärtsspiel klar in Tullner Hand. In der 66. Minute sorgte Ossi Refai schließlich für den Endstand von 0:4. Fitzbauer hob vor allem die ersten beiden Treffer hervor. „Das 1:0 war ein wunderschöner Weitschuss von Niklas Mikulanec. Das zweite Tor war eine Standardsituation von Patrick Krammer“, sagte er. Bei aller Zufriedenheit ließ der Trainer aber auch erkennen, dass ihn nicht nur das klare Resultat beschäftigt. „Wir hätten eigentlich noch eine Situation viel besser ausspielen müssen. Das haben wir leider versäumt“, meinte er, ohne den deutlichen Sieg deshalb kleiner machen zu wollen.

Defensive als Rückgrat, vorne genug Qualität

Was den Trainer besonders freute, war nicht nur die Höhe des Sieges, sondern die Art, wie seine Mannschaft wieder auftrat. Fitzbauer verwies auf eine Entwicklung, die er schon aus dem Vorjahr kennt. „Wir stehen defensiv wirklich stabil, lassen sehr wenig zu und nach vorne haben wir auf jeden Fall die Qualität“, sagte der Tulln-Coach. Gerade diese Mischung sieht er als Grundlage des starken Saisonstarts. „Unser Rückgrat, das Stück, mit dem wir auch letztes Jahr sehr über diese Meisterschaft gekommen sind, ist einfach die Defensive“, erklärte er. Dass der FC Tulln in Sierndorf ohne Gegentor blieb und gleichzeitig viermal traf, passte für Fitzbauer deshalb genau ins Bild einer Mannschaft, die „mittlerweile reif“ geworden sei und genau wisse, worauf sie sich verlassen könne.

Lob für den Gegner, Lob für den Schiedsrichter, Blick auf Freitag

Trotz des klaren 4:0 wollte Fitzbauer den Gegner nicht kleinreden. Der SV Sierndorf habe ihm vor allem in der Anfangsphase gezeigt, warum er diese Aufgabe als schwierig eingestuft hatte. Umso höher bewertete er den Auswärtssieg, mit dem der FC Tulln nach zwei Runden weiter voll angeschrieben ist. Zufrieden war der Trainer auch mit der Leistung des Unparteiischen. „Er hat eine unglaublich gute Leitung auf beiden Seiten geboten, ein richtig gutes Spiel gepfiffen“, lobte Fitzbauer und sprach von einer „sehr souveränen“ Vorstellung. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt allerdings nicht. „Jetzt regenerieren und dann weiter vorbereiten“, gab der Trainer die Richtung vor, denn schon am Freitag wartet mit dem Heimspiel gegen Mistelbach die nächste schwere Aufgabe.

2. Landesliga Ost: Sierndorf : FC Tulln - 0:4 (0:1)

  • 66
    Ossi Refai 0:4
  • 57
    Maximilian Müllner 0:3
  • 55
    Patrick Krammer 0:2
  • 21
    Niklas Mikulanec 0:1