In der 2. Landesliga Ost hat sich SC Katzelsdorf am Samstag in einer intensiven Partie gegen SV Stockerau mit 3:2 durchgesetzt. Nach einer schwachen Anfangsviertelstunde lag Katzelsdorf früh zurück, arbeitete sich dann aber Schritt für Schritt in das Spiel und drehte es nach der Pause noch. Für den Sportlichen Leiter war vor allem entscheidend, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand wieder ihren Rhythmus fand.

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Patrick Kadletz machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass der Start des SC Katzelsdorf alles andere als gut war. "Wir waren die ersten zehn, fünfzehn Minuten nicht gut im Spiel, der Beginn war schwierig für uns", sagte der Sportliche Leiter. Genau in dieser Phase schlug SV Stockerau auch zu und ging in der 9. Minute durch Niklas Radwanovsky mit 1:0 in Führung. Kadletz sah beim Gegner in dieser Anfangsphase viel Qualität, mit der seine Mannschaft zunächst Probleme hatte. Danach aber änderte sich das Bild. Ab etwa der 20. Minute war SC Katzelsdorf deutlich besser in der Begegnung, ließ defensiv weniger zu und kam vorne zu ersten guten Aktionen. In dieser stärkeren Phase bot sich den Hausherren auch die große Chance auf den Ausgleich, als sie rund um die 37. Minute einen Elfmeter bekamen. Genützt wurde diese Möglichkeit allerdings nicht, sodass es trotz einer klaren Steigerung mit einem 0:1 in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel knüpfte SC Katzelsdorf aus Sicht von Kadletz dort an, wo die Mannschaft vor der Pause aufgehört hatte. Zwar gab es direkt nach Wiederbeginn noch ein, zwei Situationen, die man zuließ, insgesamt aber blieb die Heimelf klar besser im Spiel. Für Kadletz war das der eigentliche Schlüssel dieser Partie. "Wichtig war, dass wir nach dieser schwachen Anfangsphase wieder ins Spiel gefunden haben", erklärte er. Mit dem Treffer von Dominik Bartos in der 56. Minute bekam diese Einschätzung dann auch ein klares Gewicht auf der Anzeigetafel. "Mit dem Ausgleich waren wir wieder voll im Spiel", sagte Kadletz. Danach hatte der SC Katzelsdorf nach seiner Wahrnehmung mehr vom Match, verteidigte stabil und kam immer wieder in gute Offensivmomente. Die zweite Hälfte war aus seiner Sicht genau jene Phase, in der vor allem die Kombinationen nach vorne gut funktionierten und die Mannschaft mehr Kontrolle über das Spiel bekam.
Dass SC Katzelsdorf nach dem 1:1 weiter am Drücker blieb, zeigte sich wenig später auch beim 2:1. In der 66. Minute traf Daniel Jäger zur Führung, und Kadletz hob diese Szene besonders hervor. "Das haben wir super rausgespielt. Der Ball von Yusuf Onur über die Abwehrkette war stark, und Daniel Jäger geht dann im Eins-gegen-eins auf den Tormann zu und hebt ihn über ihn ins Tor", schilderte er die Aktion. Weil die Hausherren danach defensiv wenig hergaben, sprach in dieser Phase vieles für Katzelsdorf. Umso ärgerlicher war aus ihrer Sicht das 2:2 durch Simon Rehm in der 83. Minute. Kadletz sprach dabei von der einzigen wirklich hochwertigen Torchance, die seine Mannschaft in der zweiten Hälfte noch zugelassen habe. Dass das Spiel trotzdem nicht mit einem Remis endete, lag an der Reaktion kurz vor Schluss. In der Nachspielzeit traf Matthias Lindner zum 3:2. "Auch das letzte Tor war super. Wir kommen über die linke Seite runter, spielen den Ball in den Rückraum und Matthias Lindner verwertet ihn stark", sagte Kadletz.
Neben dem Spielverlauf und den Toren stellte Kadletz vor allem die Haltung seiner Mannschaft in den Mittelpunkt. "Entscheidend war die Einstellung der Spieler. Bei sehr warmen Temperaturen haben sie über 90 Minuten alles gegeben, und der unbedingte Siegeswille war da", sagte der Sportliche Leiter. Gerade weil der Beginn misslang und der verschossene Elfmeter zusätzlich gegen SC Katzelsdorf lief, bekam dieser Punkt für ihn besonderes Gewicht. Kadletz sprach deshalb auch von einem guten Spiel seiner Mannschaft, wenn man die ersten fünfzehn Minuten ausklammere. Dass SV Stockerau gerade zu Beginn viel Qualität auf den Platz brachte, machte den Heimsieg aus seiner Sicht noch wertvoller. Unter dem Strich blieb für ihn ein verdienter Erfolg, weil Katzelsdorf nach dem Rückstand die besseren Phasen hatte und sich in der Schlussphase doch noch belohnte. Nach zwei Runden hält SC Katzelsdorf damit bei sechs Punkten und liegt in der Tabelle der 2. Landesliga Ost in der Spitzengruppe.