In der 1. Klasse Nordwest-Mitte feierte der SC Sitzenberg-Reidling einen klaren 5:0-Heimsieg über den SV Droß. Der Hausherr entschied die Partie mit einem schnellen Dreierpack binnen sechs Minuten noch vor der Pause. Florian Kerzig und Haris Garagic zeigten sich in Torlaune, Kerzig traf doppelt, Garagic schnürte einen Dreierpack. Trainer Armin Wodiczka sprach von einem „Pflichtsieg“ und lobte sein Team für einen lauffreudigen, aggressiven Auftritt, der an diesem heißen Spieltag früh die Weichen stellte.
Die ersten Minuten gehörten laut Trainer noch den Gästen. „Die erste Chance hatte Droß bei 0:0 durch Patrick Klaffl, der über das Tor schoss“, schilderte Armin Wodiczka. Danach aber kippte die Partie deutlich in Richtung Sitzenberg. Der Hausherr legte einen Doppelschlag hin: In Minute 17 eröffnete Florian Kerzig, nur zwei Minuten später erhöhte Haris Garagic, und in der 23. Minute legte Kerzig zum 3:0 nach. „Binnen sechs Minuten von 0:0 auf 3:0 – das war entscheidend“, sagte Wodiczka. Mit der klaren Führung im Rücken kontrollierte Sitzenberg das Geschehen und ging mit 3:0 in die Kabinen. Aus Trainersicht hatte Droß bei diesem Spielstand sogar noch eine Möglichkeit vom Punkt: „Bei 3:0 bekam Droß einen Elfmeter, über den man diskutieren kann, er wurde nicht verwandelt.“ Viel ließ Sitzenberg danach nicht mehr anbrennen.
Nach dem Seitenwechsel blieb Sitzenberg am Drücker. Haris Garagic stellte früh nach Wiederbeginn auf 4:0 und legte in der Schlussphase zum 5:0 nach – der Offensivmann schnürte damit einen Dreierpack (19., 50., 74.). Zusammen mit dem Doppelpack von Florian Kerzig (17., 23.) war das Duo an allen Treffern beteiligt. Wodiczka hob die Zusammenarbeit seiner Angreifer hervor: „Florian Kerzig und Haris Garagic waren heute in Torlaune. Einer hat zwei, der andere drei Tore gemacht, und meistens hat der jeweils andere aufgelegt.“ Im gesamten Auftritt sah der Coach deutliche Vorteile für seine Elf: „Wir waren aggressiver, lauffreudiger und spielfreudiger – und auf jeder Position besser besetzt als der Gegner.“ Aus dieser Überlegenheit heraus nutzte Sitzenberg seine Chancen eiskalt und hielt das Tempo über weite Strecken hoch.
Wodiczka zeigte trotz der Höhe des Ergebnisses Verständnis für den Gegner. „Wenn man in so kurzer Zeit drei Tore bekommt, zur Pause 3:0 hinten ist und schon fix abgestiegen, ist es vom Kopf her schwer, noch richtige Gegenwehr zu leisten“, meinte der Sitzenberg-Trainer. Auch zur Spielleitung fand er klare Worte: „Es waren im Prinzip keine strittigen Szenen. Den Elfmeter bei 3:0 kann man diskutieren, ansonsten hatte der Schiedsrichter alles gut im Griff.“ Zufrieden war er vor allem mit der Leistung an einem heißen Tag: „Wir sind froh, dass wir diesen Pflichtsieg eingefahren haben und im Frühjahr endlich einmal drei Punkte geholt haben.“ Zudem freute ihn die Offensivqualität: „Mit Kerzig und Garagic hatten wir zwei sehr spielfreudige Offensivspieler, Garagic führt jetzt klar die Torschützenliste an.“
In der Tabelle steht Sitzenberg auf Rang sieben bei 36 Punkten – das ausgerufene Saisonziel Top fünf bleibt laut Wodiczka trotz durchwachsenen Frühjahrs erreichbar: „Das ist weiterhin möglich.“