Spielberichte

Tiefe Bälle, 5:0 – Atzenbrugg/H. macht den großen Schritt im Titelrennen

USV Atzenbrugg/H.
SV Rust

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte setzte sich der USV Atzenbrugg/H. zu Hause mit 5:0 gegen den SV Viktoria Rust durch. Der Tabellenführer legte früh los, traf vor der Pause zweimal und spielte die Partie danach kontrolliert zu Ende. Philip Grubmüller eröffnete und legte nach, auch Maximilian Müllner, Phillip Nussbaumer und Lukas Serloth trugen sich ein. Sportlicher Leiter Karl Heinz Grüneis sprach von einem klaren Plan – und einem großen Schritt im Titelrennen.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Früher Zugriff und klare Pausenführung

Atzenbrugg brauchte keine Anlaufzeit. Gleich nach dem Anpfiff suchte der Leader die Tiefe und setzte Rust mit hohem Tempo unter Druck. Die Belohnung kam früh: In Minute 7 stellte Philip Grubmüller auf 1:0, nach 23 Minuten erhöhte Maximilian Müllner auf 2:0. Damit war zur Pause eine klare Richtung vorgegeben, der Halbzeitstand von 2:0 passte zum Spielbild. „Wir waren sehr fokussiert, weil wir gewinnen wollten und weil es für uns um die Meisterschaft geht. Wir haben von der ersten Minute an Angriffsfußball gespielt“, sagte Karl Heinz Grüneis. Atzenbrugg hatte mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und nahm Rust die Räume, die der Gast vorne suchte.

Tiefe Bälle als Schlüssel – Atzenbrugg legt nach

Nach dem Seitenwechsel blieb die Marschroute gleich, und die Hausherren nutzten weiter die Wege hinter die Kette. In der 59. Minute traf erneut Philip Grubmüller zum 3:0, elf Minuten später stellte Phillip Nussbaumer auf 4:0, ehe Lukas Serloth in der 85. Minute den 5:0-Endstand besorgte. Grüneis hob vor allem die Effizienz im richtigen Moment hervor: „Der Gegner ist hoch gestanden und wir haben ihn mit Pässen in den freien Raum ausgehebelt. Drei unserer fünf Tore sind so gefallen – das war der Schlüssel.“ Zu den entscheidenden Aktionen sagte er weiter: „Es waren die Bälle in den freien Raum, tiefe Bälle und Eins-gegen-eins gegen den Tormann – das haben wir für uns entschieden. Das war der Schlüssel zum 1:0, zum 2:0 und nach der Pause auch zum 4:0.“

Stabilität, Rückkehrer und fairer Rahmen – Ausblick

Neben der klaren Idee lobte der Sportliche Leiter die Gesamtausführung: „Wir waren vom Trainer gut eingestellt, sehr fokussiert, konzentriert, haben die Spannung gehalten und sind stabil geblieben – das war der Schlüssel zum Erfolg.“ Ein Baustein dafür: die Rückkehr von Niklas Adamek. „Niklas Adamek ist nach längerer Pause zurück. Er ist ein wichtiger Spieler und hat hinten Stabilität gebracht. Der Gegner hatte nur zwei Halbchancen in 90 Minuten.“ Zum Gegner blieb Grüneis sachlich: „Rust war schwächer als wir geglaubt haben, vor allem in der Abwehr anfällig und hat uns vieles erlaubt. Das soll ihre Leistung nicht schmälern – die Mannschaft ist nicht so schwach, wie das Ergebnis aussieht.“ Ein Extra-Lob ging an den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war perfekt, hat den Ball laufen lassen, keine Kleinigkeiten gepfiffen – es gab keine Szene, über die man diskutieren müsste.“

Mit nun 56 Punkten und einem satten Vorsprung auf die Verfolger sprach Grüneis von einem großen Schritt im Titelrennen: „Das war die Vormeisterentscheidung.“ Atzenbrugg will diese Linie nun sauber zu Ende gehen und sich für eine starke Saison belohnen.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Atzenbrugg : SV Rust - 5:0 (2:0)

  • 85
    Lukas Serloth 5:0
  • 70
    Phillip Nussbaumer 4:0
  • 59
    Philip Grubmüller 3:0
  • 23
    Maximilian Müllner 2:0
  • 7
    Philip Grubmüller 1:0