Nach dem Duell zwischen UFC Wildendürnbach und SV Göllersdorf in der 1. Klasse Nordwest ordnete Christoph Rahming, Co-Trainer der Gastgeber, die Partie klar ein: „Ich denke, dass ein Unentschieden über 90 Minuten gesehen das fairste Ergebnis für beide Mannschaften gewesen wäre.“ Er sprach von ausgeglichenen Spielanteilen, vielen Zweikämpfen und davon, dass aktuell jeder kleine Fehler teuer zu stehen kommt. Prägend waren eine starke Anfangsphase mit frühem 1:0 und die entscheidenden Minuten direkt nach der Pause, in denen seine Mannschaft drei Gegentreffer hinnehmen musste.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Rahming beschrieb die erste Hälfte: „Wir sind super ins Spiel gestartet, machen früh das 1:0 und haben dann zwei, drei Möglichkeiten, in denen bei besserer Ballannahme das 2:0 möglich ist. Der gegnerische Torhüter parierte dann auch noch stark gegen Jan Schulmeister – das hätte das 2:0 sein können.“ Die Chronologie bestätigt das Bild: Jan Schulmeister brachte Wildendürnbach früh in Führung (7.). Kurz vor der Pause glich Ihor Balukh zum 1:1 aus (39.). Unmittelbar nach Wiederbeginn folgte der bittere Dreifachschlag: Philipp Zieger (52.), Rudolf Neunteufl (55.) und Nikolaus Schmidt (58.) stellten binnen Minuten auf 1:4.
In seiner Gesamtbewertung blieb Rahming dabei: „Die Spielanteile waren ziemlich ausgeglichen. Beide Teams hatten phasenweise ähnlich viel den Ball. Es war ein zweikampfgeprägtes Spiel.“ Wildendürnbach stemmte sich danach gegen die Niederlage: Vojtech Kamas verkürzte auf 2:4 (60.) und 3:4 (80.). In die Wildendürnbacher Drangphase hinein setzte Göllersdorf in der Schlussminute den Konterpunkt.
Rahming sprach offen über die derzeitige Gemengelage: „Ja, man muss ehrlich sagen, dass derzeit jeder noch so kleine Fehler, den wir begehen, leider mit einem Gegentor bestraft wird. Über Matchplan und Spielidee können wir reden was wir wollen – aber momentan fällt fast jeder Patzer ins Gewicht.“ Auf die Frage nach einem Mann des Spiels blieb er konsequent: „Nein, kein Spieler war wirklich extrem auffällig.“ In den Schlussminuten besiegelte Felix Gschlad das 3:5 (89.). Rahmings Fazit bleibt klar: Aus seiner Sicht hätte ein Remis die Kräfteverhältnisse am besten abgebildet, doch die entscheidenden Momente lagen in jenen zehn Minuten nach dem Seitenwechsel, in denen seine Mannschaft den Faden verlor und damit komplett unter Zugzwang stand.