Ein enger Fußballabend in Spillern: Nach dem Heimspiel des SV Spillern gegen den USV Nappersdorf in der 1. Klasse Nordwest sprach Trainer Christian Malek von einem insgesamt ausgeglichenen Duell – mit dem unglücklichen Ende für seine Mannschaft. „Wir hätten uns einen Punkt verdient“, hielt er fest. Nach einer Anlaufphase habe sein Team die Partie im Griff gehabt und nach der Pause sogar dominiert, doch der letzte Pass fehlte für die mehr klare Chancen und die Wende.

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Spillern brauchte bis etwa zur zwanzigsten Minute, um richtig ins Spiel zu finden. Danach sah Malek seine Elf „gut im Griff“. Zur Pause stand es 0:0, unmittelbar nach dem Wiederanpfiff fiel jedoch die Entscheidung: In der 46. Minute stellte Yusuf Günes für Nappersdorf aus Spillern-Sicht auf 0:1, nach einem Missverständnis in der Abwehr. Trotz druckvoller Phasen gelang den Hausherren der Ausgleich nicht mehr. Beim Chancenverhältnis sprach Malek von Parität – je zwei bis drei große Möglichkeiten auf beiden Seiten. Eine hundertprozentige Chance sowie eine weitere sehr gute Abschlussgelegenheit blieben ungenutzt; an die starke Vorstellung der Vorwoche konnte Spillern nicht ganz anknüpfen.
Bei ruhenden Bällen ließ Spillern laut Malek zwei sehr gute Kopfballchancen liegen, beide Versuche verfehlten das Tor. Gefährliche Standards des Gegners blieben ihm nicht in Erinnerung. Insgesamt war es ein technisch geprägtes Spiel, in dem Nappersdorf robuster agierte. Spillern hielt mit zu wenig Härte dagegen – möglicherweise „eine Spur zu brav“, wie Malek selbstkritisch anmerkte.
Für Zündstoff sorgten die letzten Minuten: Nach Maleks Darstellung stützte sich ein Gegenspieler mit beiden Armen, im Strafraum auf Mahir Selimovic, der beim Abstürzen den Ball an die Hand bekam. Statt Strafstoß entschied der Schiedsrichter auf Handspiel gegen Spillern – für Malek „ein eindeutiger Elfmeter, der leider nicht gegeben wurde“. Mit Blick nach vorne erwartet der Coach im kommenden Heimspiel mehr Konsequenz in den Zweikämpfen.