In Wildendürnbach schildert der sportliche Leiter Christoph Rahming nach dem Duell seines Teams UFC Wildendürnbach mit SG Obritz / Hadres-M. eine Vorstellung zwischen Dominanz und Nervenstärke. Die erste Halbzeit hatte sein Team klar im Griff, nach der Pause bremsten Wechsel – aus seiner Sicht ausgelöst durch „sehr diskutable schiedsrichterliche Entscheidungen“ – kurzzeitig den Rhythmus. In der 1. Klasse Nordwest wertet Rahming den Auftritt als „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“ und betont: „Der Sieg war eigentlich nie in Gefahr“ – perfekt vor der Pause und endlich der erste Frühjahrssieg.

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„Wir waren über 90 Minuten der verdiente Sieger, haben das Spiel in der ersten Halbzeit komplett kontrolliert, die meisten Chancen herausgespielt, waren kaltblütig und sehr gut organisiert“, resümiert Rahming. Entsprechend früh fiel die Führung: Manuel Schütz eröffnete in der 10. Minute zum 1:0, Jakub Ptacek legte in der 26. Minute das 2:0 nach. Nur vier Minuten später stellte Bastian Bieder in der 30. Minute auf 3:0. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Elias Wolf in der 43. Minute auf 4:0 – mit einer klaren Führung ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel setzte Wolf seinen Doppelpack fort und traf in der 57. Minute zum 5:0.
„In den ersten 60 bis 65 Minuten hat die Mannschaft die taktischen Vorgaben fast perfekt umgesetzt“, erklärt Rahming. Dann folgte die Zäsur: „In der zweiten Halbzeit mussten wir aufgrund sehr diskutabler schiedsrichterlicher Entscheidungen ein paar Wechsel vornehmen, um unsere Spieler zu schützen, damit sie nicht mit Gelb-Rot gehen.“ Mit den Umstellungen ging etwas Ruhe verloren: „Wir haben den Ball zu schnell wieder hergegeben und so keine Konstanz mehr ins Spiel bekommen.“ In dieser Phase nutzte die SG Obritz / Hadres-M. ihre Möglichkeiten: Simon Reinthaler verkürzte in der 62. Minute auf 5:1, Stefan Ruhdorfer stellte in der 70. Minute auf 5:2, ehe Abba Schaffer in der 90. Minute den 5:3-Endstand markierte. Am Gefühl der Kontrolle änderte das laut Rahming wenig: „Das Ballbesitzverhältnis war vielleicht leicht auf unserer Seite, insgesamt aber eher ausgeglichen.“ Auch zur Härte: „Für ein Duell, in dem es um viel ging, war es sehr fair geführt – ohne schwere Fouls oder übertriebene Härte. Es war ein normales Fußballspiel.“
Einzelne Auszeichnungen verteilt Rahming nicht: „Ich möchte niemanden gesondert hervorheben. Es war eine geschlossene Top-Mannschaftsleistung, und es hat sich wieder gezeigt, dass wir mit unserem Weg – mit den jungen einheimischen Spielern – richtig liegen. Heute war es von allen eine sehr reife Vorstellung, auch von den Jungen.“
Für die kommenden Wochen gibt er die Richtung vor: „Wenn wir unsere Ideen und Spielzüge konsequent einbringen, können wir richtig guten Fußball spielen. Trotzdem müssen wir mit Ball ruhiger und konzentrierter werden und ihn nicht so schnell verschenken.“