Nach dem Duell zwischen dem SV Eintracht Pulkautal und dem SC Stronsdorf in der 1. Klasse Nordwest zeichnete Trainer Bernd Zinser ein klares Bild: ein zäher Start, mutige Anpassungen nach der Pause und die Wirkung eines entschlossenen Standards. Er ordnete die Heimelf im Abstiegskampf ein, lobte deren Einsatz, betonte die eigene defensive Stabilität und eine klare Anspruchshaltung. Seine Schilderung beschreibt ein Spiel, das erst nach der Pause kippte – getragen von Konsequenz, Disziplin und einem präzisen ruhenden Ball. „Wir müssen jedes Spiel zu 100 Prozent angehen; mit 80 Prozent gewinnt man keines“, so Zinser.

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„Man hat schon gemerkt, Eintracht Pulkautal steckt im Abstiegskampf und wir haben die erste Halbzeit eigentlich komplett verschlafen.“ Früh setzten die Gastgeber ein Ausrufezeichen: Nach rund fünfzehn Minuten hatten sie die bis dahin beste Chance, sauber herauskombiniert über den Flügel und mit Stanglpass, doch der Stürmer scheiterte am aufmerksamen Stronsdorfer Torhüter. In dieser Phase fehlten den Gästen Kontrolle und Präzision im Aufbauspiel – viele zweite Bälle landeten bei der Heimelf. Dass Pulkautal den Kampf annahm, würdigte Zinser ausdrücklich: „Ich denke, wir haben eine gute, intensive Partie von beiden Seiten gesehen. Eintracht Pulkautal hat wirklich gut gespielt und stark gekämpft.“ Zur Pause stand es 0:0 – passend zu einem Halbzeitbild, in dem Stronsdorf zu selten in Tiefe und Tempo kam.
Nach Wiederbeginn drehte Stronsdorf an den Stellschrauben. „Die zweite Halbzeit war dann besser, wir haben einiges umgestellt und in den ersten zwanzig Minuten nach der Pause hätten wir schon in Führung gehen müssen.“ Aus mehreren aussichtsreichen Situationen sprang zunächst nichts Zählbares heraus – auch, weil ein Treffer beim Stand von 0:0 keine Anerkennung fand. Zinser dazu: „Ob es Abseits war, war schwer zu sagen – auch die Zuschauer waren sich nicht sicher.“ Die Partie blieb intensiv, aber kontrollierter: Stronsdorf gewann mehr zweite Bälle, Pulkautal hielt mit Einsatz dagegen. Die Geduld zahlte sich schließlich über Standards aus.
Was Stronsdorf suchte, fand es bei ruhendem Ball. „Wir haben das 1:0 durch einen direkten Freistoß aus fünfundzwanzig Metern geschossen, wunderschön über die Mauer.“ In der 75. Minute traf Mark Liskowetz sehenswert somit zum 1:0. Auch die Heimischen blieben bei Standards gefährlich: „Ein Freistoß ist an die Stange gegangen – ich glaube, den hätte unser Torhüter auch gehalten.“ Spät setzte Stronsdorf den Schlusspunkt: In der 89. Minute erhöhte Leon Bogner abgeklärt auf 2:0 – der Schlussspurt eines Gastes, der nach der Pause Struktur und Effizienz zusammenbrachte. Für Zinser war der präzise Freistoß der Moment, der das Momentum endgültig drehte.
Das Fundament lieferte die Stabilität hinten: „Wir haben jetzt wieder zu null gespielt. Das hat mich positiv gestimmt, dass wir kein Tor bekommen haben.“ Der Blick nach vorne bleibt unmissverständlich: „Einfach von Spiel zu Spiel – und hoffen, dass wir einen Sieg nach dem anderen einfahren können.“