Spielberichte

Bernd Zinser (Trainer SC Stronsdorf): „Wir hätten uns die Führung verdient“

SC Stronsdorf
USV Nappersdorf

In der 1. Klasse Nordwest trennte sich der SC Stronsdorf vom USV Nappersdorf mit 0:0. Stronsdorf startete mit viel Druck, traf zweimal Aluminium und scheiterte an einem stark aufgelegten Gästetormann. Nappersdorf stand tief und verteidigte über weite Strecken mit einer Fünferkette. „Nach den ersten zwanzig Minuten mit unseren Chancen hätten wir uns die Führung und den Sieg sicher verdient“, sagte SC-Trainer Bernd Zinser. Am Ende blieb es beim Remis – auch weil Stronsdorf seine frühe Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzte.

Fußball liegt im Tornetz

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Starker Beginn, zwei Stangentreffer und ein Torwart, der alles herausfischte

Der Start gehörte klar den Hausherren. Stronsdorf legte schwungvoll los, suchte schnell den Weg nach vorn und erspielte sich in den ersten zwanzig Minuten gleich mehrere Topchancen. Zweimal verhinderte das Aluminium die verdiente Führung, ein weiterer Abschluss wurde vom Nappersdorf-Keeper spektakulär entschärft. Bernd Zinser brachte es auf den Punkt: „Die ersten zwanzig Minuten waren sehr gut. Wir hatten drei, vier sehr gute Chancen, zwei Stangentreffer und einmal hält der Tormann überragend.“ Besonders in Erinnerung blieb ein satter Weitschuss von Leon Bogner, den der Schlussmann aus dem Kreuzeck kratzte. Nappersdorf tat in dieser Phase wenig nach vorn und ordnete sich tief. Zur Pause stand es trotz der klaren Chancenverteilung 0:0 – für Stronsdorf eine verpasste Gelegenheit, das Spiel früh zu ihren Gunsten zu lenken.

Nappersdorf mauert, Stronsdorf findet zu selten die Tiefe

Je länger die Partie dauerte, desto zäher wurde sie. Die Gäste stellten konsequent auf Stabilität, blieben mit einer Fünferkette kompakt und lauerten auf Standards oder weiten Bällen. „Nappersdorf hat nur auf Defensive geschaut und auf Standards gelauert“, beschrieb Zinser den Matchplan des Gegners. Stronsdorf blieb das aktivere Team und verteidigte gleichzeitig sehr sauber. „Wir haben keine Torchance zugelassen, wieder zu null gespielt“, betonte der Trainer. Der Haken: In der Offensive fehlte nach der Pause oft der letzte Punch. „Wir haben einfach zu lange gebraucht, um in die Spitze zu kommen. Wir haben die Tiefe nicht genug gesucht“, so Zinser. Ansätze waren weiterhin da, doch es blieb bei Halbchancen und geblockten Versuchen – Nappersdorf stand weiterhin dicht, Stronsdorf suchte den Türöffner und fand ihn an diesem Abend nicht.

Schiri unauffällig, kurzer Schreckmoment – und der Blick nach vorne

Auch abseits der Chancen blieb das Spiel ruhig. „Der Schiedsrichter war in Ordnung, hat ab und zu härter spielen lassen, das war okay“, hielt Zinser fest. Für einen kurzen Schreckmoment sorgte nach der Halbzeit ein Stronsdorfer Spieler, der wegen Schwindelanfällen zu Boden ging. „Dem dürfte es wieder gut gehen, er hat selbstständig den Platz verlassen. Gute Besserung“, sagte der Coach.

Unterm Strich stand ein 0:0, das Stronsdorf nach starker Anfangsphase zu wenig war, Nappersdorf aber mit viel Disziplin festhielt. In der Tabelle bewegen sich beide Teams im gesicherten Mittelfeld, Stronsdorf als Siebter, Nappersdorf knapp dahinter. Der Ansatz fürs Training liegt auf der Hand: „Einsatzwille war da, hinten haben wir wenig zugelassen. Nach vorn müssen wir noch durchschlagkräftiger werden.“